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Stadia wird eine Plattform

Als Alphabet (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H) zum ersten Mal das Cloud-Gaming-Projekt Stadia ankündigte, schockierte dies die Videospielwelt – ließ jedoch mehr Fragen offen als beantwortet. Wir wussten, dass Stadia eine Cloud-Gaming-Technologie sein würde, doch wir wussten noch nicht, wie viel die Hardware kosten würde oder wie viel Google für Spiele oder Abonnements berechnen würde. Es war leicht anzunehmen, dass Google, wie Microsoft (WKN:870747) und Sony (WKN:853687) davor, eine exklusive Streaming-Plattform auf die eigenen Geräte bringen und den Nutzern monatlich eine Rechnung stellen würde. Es würde mit anderen solchen Diensten konkurrieren, um das sogenannte Netflix (WKN:552484) von Videospielen zu werden. Das wäre es dann…., oder?

Nicht ganz. Nach der Präsentation von Google auf der E3, der wichtigsten Videospielemesse des Jahres, fängt Stadia weniger wie Netflix und viel mehr wie Amazons (WKN:906866) Channels oder Apples (WKN:865985) iOS-Plattform auszusehen.

Wie Stadia funktionieren wird

Die Schlagzeilen der E3-Präsentation von Google bestätigen einige unserer Annahmen. Das Gerät ist ein billiger “Konsolenkiller”, ein reines Controller-Setup, das 69 US-Dollar kostet. (Google verkauft wahrscheinlich die Stadia-Controller mit Verlust.) Die Nutzer können mit dem Controller ihre Spiele an Chromecast (natürlich separat erhältlich) koppeln.

Google wird auch wie erwartet über einen eigenen Streaming-Service für Videospiele verfügen. Dieser wird mit mehr als 30 Spielen starten und 10 US-Dollar pro Monat kosten. Der Preis ist im Vergleich zu den bestehenden Abonnementdiensten von Sony (PlayStation Now, 19,99 US-Dollar pro Monat) und Microsoft (Xbox Game Pass, 9,99 US-Dollar pro Monat für das reine Konsolenabonnement) günstig.

Doch hier wird es interessant. Zusätzlich zu seinem eigenen Streaming-Service plant Google, über Stadia Abonnements von Drittanbietern anzubieten. Google hat relativ wenig Informationen über diese anderen Dienste gegeben, doch einer wurde kurz nach der Präsentation von Google auf der E3 angekündigt: Ubisoft, ein französischer Videospiele-Hersteller, wird einen Abonnement-Service für 14,99 US-Dollar pro Monat anbieten, der auf PCs und Stadia verfügbar sein wird.

Dadurch sieht Stadia etwas weniger wie eine Alles-in-Einem-Abonnement- und Hardwarelösung von Google aus und mehr wie z. B. ein Roku (WKN:A2DW4X)-Gerät, auf dem viele verschiedene Apps laufen. Vielleicht ist der beste Vergleich die Video-Streaming-Plattform Amazon Channels: Amazon erlaubt den Streaming-Video-Kunden seit langem, Premium-Abonnements für Dienste wie HBO und Showtime über ihre Amazon-Accounts hinzuzufügen und Inhalte aus all ihren Abonnements auf Fire-TV-Geräten oder innerhalb der Amazon Video-App auf anderen Geräten wiederzugeben.

Eine weitere vergleichbare Idee ist die TV-App von Apple, die Premium-Abonnements zusammenfasst und eine Hauptrolle für Apples eigenen Streaming-Video-on-Demand-Abonnement-Service reserviert hat. Wenn man Apple TV oder das iPhone gegen einen Stada-Controller, Apples Videodienst gegen Googles Video Game One und Drittanbieter-Videoabonnements gegen Drittanbieter-Gaming-Abonnements tauscht, erhält man Stadia: eine weitere Plattform, die so positioniert ist, dass sie Gebühren von Drittanbietern erhebt.

Der Ansatz von Stadia steht im Gegensatz zu dem, was die Konsolenriesen tun. Microsofts Windows-Betriebssystem kann verschiedene Abonnement-Spiele-Services ausführen, doch die Xbox One-Konsole bietet nur einen: Microsofts eigenen Xbox Game Pass. Ebenso ist die PlayStation 4 von Sony monogam beim Streaming mit dem Abonnementdienst von Sony, PlayStation Now.

Eine plattformorientierte Zukunft für Videospiele

Die Rolle der “Hubs”, die kleinere Streaming-Dienste bündeln, und der Plattformen, die Apps besteuern, die auf ihnen laufen (und die Überschneidung zwischen diesen beiden Dingen), ist etwas, worüber ich zuvor im Kontext des Video-Streaming geschrieben habe. Es beginnt so auszusehen, dass diese Themen auch für das Streaming von Videospielen relevant sein werden. Stadia von Google umfasst drei Dinge: einen Abonnementdienst, ein Gerät und eine Plattform. Die letzte Komponente könnte sich als die wichtigste erweisen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied im Board of Directors von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Apple, Microsoft, Netflix und Roku. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Stephen Lovely auf Englisch verfasst und am 20.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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