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NVIDIA kooperiert mit AB Volvo bei selbstfahrenden Lkw

NVIDIA (WKN:918422) gab am Dienstag bekannt, dass das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem schwedischen Unternehmen AB Volvo (WKN:855689) eingegangen ist – dem zweitgrößten kommerziellen Lkw-Hersteller der Welt (auch bekannt als die Volvo-Gruppe) –, um die künstliche Intelligenz (KI) zu entwickeln, die für den Betrieb von selbstfahrenden kommerziellen und Flurförderzeugen erforderlich ist.

Die Unternehmen sagten in einer Pressemitteilung, dass sie eine mehrjährige Vereinbarung unterzeichnet hätten, „um das Entscheidungssystem autonomer Nutzfahrzeuge und Maschinen gemeinsam zu entwickeln“.

Das System wird die „End-to-End-Plattform für künstliche Intelligenz für Training, Simulation und Fahrzeugcomputer“ von NVIDIA nutzen und „das resultierende System ist so konzipiert, dass es vollständig autonomes Fahren auf öffentlichen Straßen und Autobahnen sicher beherrscht“. Der Pakt wird die Grundlagen der Datenverarbeitung abdecken, die für die Entwicklung vollautonom selbstfahrender Lkws auf der Grundlage der NVIDIA-DRIVE-Plattform erforderlich sind.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Entwicklung eines skalierbaren autonomen Antriebssystems, das die Volvo-Gruppe zunächst in Pilotprojekten einsetzen wird, bevor sie die Technologie in ihren Nutzfahrzeugen zum Verkauf anbietet.

Eine End-to-End-Lösung

Die Volvo Group wird die autonome Fahrplattform DRIVE von NVIDIA für Training, Test und Einsatz einer Vielzahl von selbstfahrenden Autos einsetzen. Dazu gehören Personenbusse, Sattelzugmaschinen, Müll- und Recyclingfahrzeuge sowie Nutzfahrzeuge für den Einsatz im Baugewerbe, im Bergbau, in der Forstwirtschaft und mehr.

Dazu sagte Martin Lundstedt, Präsident und CEO der Volvo-Gruppe:

„Automatisierung schafft reale Vorteile für unsere Kunden und die Gesellschaft in Bezug auf Sicherheit, Energieeffizienz und damit Produktivität. Wir führen schrittweise automatisierte Anwendungen im gesamten Spektrum der Automatisierung ein, von Fahrerunterstützungssystemen bis hin zu vollautonomen Fahrzeugen und Maschinen. Diese Partnerschaft mit NVIDIA ist ein wichtiger nächster Schritt auf diesem Weg.“

Die strategische Partnerschaft umfasst das End-to-End-Computing, das für selbstfahrende Autos von grundlegender Bedeutung ist. Dazu gehören die beschleunigte Computertechnologie im Rechenzentrum für die Ausbildung tiefer neuronaler Netze und die groß angelegten Simulationen und Tests, die zur Validierung autonomer Fahrzeugsysteme erforderlich sind. Dazu gehört auch der Einsatz der NVIDIA-DRIVE-Plattform in einem Fahrzeug, auf dem das gesamte System läuft – einschließlich 360-Grad-Sensorverarbeitung, Mapping und Routenplanung.

Warum das wichtig ist

Das wäre eine große Sache für NVIDIA. Die Volvo-Gruppe meldete, dass sie in den letzten zehn Jahren fast 2,1 Mio. Lastwagen, 600.000 Baufahrzeuge und 100.000 Busse gebaut und verkauft hat. Das Potenzial, viele dieser Fahrzeuge mit Selbstfahrfunktionen auf Basis der NVIDIA-Technologie zu automatisieren, stellt eine große Chance dar.

NVIDIA wies darauf hin, dass bereits mehr als 35 Mio. Pakete weltweit täglich zugestellt werden, und diese Zahl wächst jedes Jahr um 28 %. „Bis 2040 müssen die Zustelldienste jedes Jahr weitere 78 Mrd. Meilen zurücklegen, um online bestellte Waren zu verteilen“, meldete das Unternehmen in einem Blog.

Autonome Lieferfahrzeuge könnten den Unternehmen helfen, diese steigende Nachfrage zu befriedigen. Selbstfahrende Autos können 24 Stunden am Tag betrieben werden – ohne Schlaf. Außerdem können sie die Lieferzeiten verbessern, die Sicherheit und Effizienz erhöhen und die Logistikkosten in den USA um bis zu 45 % senken, so die von NVIDIA genannten Daten.

Es besteht kein Zweifel daran, dass selbstfahrende Autos bei zukünftigen Transportaufgaben eine große Rolle spielen werden. Durch die Lieferung der Basistechnologie an eine wachsende Anzahl von Herstellern positioniert sich NVIDIA, um von einer zunehmend autonomen Zukunft zu profitieren.

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Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 18.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt NVIDIA.