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Salesforce übertrifft wieder die eigenen Ziele und Expertenprognosen

Salesforce.com (WKN: A0B87V) hat ein besonderes Talent  – nämlich dafür, ziemlich hohe Erwartungen nicht nur zu erfüllen, sondern auch zu übertreffen. Und dann auch noch die eigene Guidance zu erhöhen. Diese Praxis ist als „beat and raise“ bekannt.

Genau das hat der Softwareanbieter für Kundenmanagement mit seinen Ergebnissen des ersten Quartals erneut geschafft und die Prognose für das Geschäftsjahr angehoben.

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020, das am 30. April endete, verzeichnete Salesforce einen Umsatz von 3,74 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr und ein Plus von 26 % währungsbereinigt. Diese Performance übertraf das obere Ende der Prognosen des Managements und der Konsensschätzungen der Analysten, die beide bei 3,68 Milliarden US-Dollar lagen. Auch das Ergebnis war überraschend solide: Der Non-GAAP-Gewinn pro Aktie lag bei 0,93 US-Dollar und damit weit über den Erwartungen der Wall Street von 0,61 US-Dollar.

Die unendliche Geschichte

Die Abo- und Support-Einnahmen machen nach wie vor den größten Teil der Ergebnisse von Salesforce aus und liegen bei 3,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr, während der Beitrag von Professional Services und anderen Einnahmen nach wie vor viel geringer ist, aber immerhin auf 241 Millionen US-Dollar steigt – ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das Unternehmen erzielte weiterhin starke Zuwächse bei seinem Produktportfolio. Der Umsatz aus der Sales Cloud wuchs auf 1,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz aus der Service Cloud wuchs noch schneller und erreichte über 1 Milliarde US-Dollar, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die beiden kleineren Segmente erzielten die größten prozentualen Zuwächse, wobei die Salesforce-Plattform und andere im Vergleich zum Vorjahr um 46 % auf 800 Millionen US-Dollar wuchsen, während die Marketing-Cloud und die Commerce-Cloud zusammen auf 600 Millionen US-Dollar kamen, 33 % mehr als im Vorjahresquartal.

Die Ergebnisse waren in allen geografischen Regionen, in denen man tätig ist, überzeugend. Amerika stellt nach wie vor den größten Anteil des Geschäfts des Unternehmens dar und erwirtschaftet 2,617 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) stieg gegenüber dem Vorjahr um 25 % auf 755 Millionen US-Dollar, währungsbereinigt um 32 %. Der Umsatz aus der Region Asien-Pazifik (APAC) stieg auf 365 Millionen US-Dollar, jeweils 22 % mehr als im Vorjahr bzw. 27 % währungsbereinigt.

Die verbleibende Leistungsverpflichtung von Salesforce, zusammengesetzt aus zukünftigen Umsätzen, die vertraglich abgesichert, aber noch nicht gebucht sind, stieg auf 24,9 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Anstieg von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Leistungsverpflichtung für die nächsten zwölf Monate stieg auf 11,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Ein Wort zu MuleSoft

Salesforce schloss vor mehr als einem Jahr seine Akquisition von MuleSoft im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar ab, doch das Segment wurde bei der Konferenz im ersten Quartal ganze 25 Mal erwähnt – ein Beweis für den wichtigen Beitrag zur Gesamtstrategie von Salesforce. Mulesoft bietet Tools, die Daten aus einer Vielzahl von Clouds extrahieren und zur Analyse integrieren können. Diese Fähigkeit hat es Salesforce ermöglicht, die Reichweite nicht nur auf neue Kunden, sondern auch auf den bestehenden Kundenstamm auszuweiten. Die Übernahme half Salesforce, den Kreis zu schließen, indem man das Unternehmen dabei unterstützte, Daten aus nahezu jeder Kundeninteraktion zu holen, unabhängig von der Anwendung, und verwertbare Informationen bereitzustellen, indem die Daten gebündelt wurden.

Im Laufe des Quartals wurde MuleSoft auch zum Marktführer im Gartner Magic Quadrant für Enterprise Integration Platform as a Service ernannt.

Es wird noch besser

Angesichts der unerwartet guten Entwicklung hob Salesforce auch seine Prognose für das Gesamtjahr an. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz in einer Spanne von 16,1 bis 16,25 Milliarden US-Dollar. Im letzten Quartal hieß es noch, dass man 16 Milliarden US-Dollar erwarte.

Für das kommende Quartal prognostiziert Salesforce einen Umsatz in einer Größenordnung von 3,94 bis 3,95 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 20,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Wenn man bedenkt, wie oft Salesforce seine Umsatzziele überschritten hat, würde es mich nicht wundern, wenn das Unternehmen es im nächsten Quartal erneut schaffen würde.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Salesforce. Danny Vena besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 5.6.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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