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Könnte Amazon gegen SpaceX das Rennen um das Satelliten-Breitband-Internet aus dem Weltall gewinnen?

Foto: The Motley Fool.

Seit fast einem Jahr kursieren Gerüchte über ein neues Projekt von Amazon (WKN:906866) mit dem Codenamen Projekt Kuiper (benannt nach dem Gürtelobjekt außerhalb der Umlaufbahn des Neptuns, wo sich auch Pluto befindet, der kein Planet mehr ist).

Amazon selbst beschreibt das Projekt Kuiper als „eine langfristige Initiative zum Start einer Konstellation von Satelliten mit niedrigem Erdorbit, die eine Breitbandverbindung mit niedriger Latenz und hoher Geschwindigkeit für unversorgte und unterversorgte Gemeinden auf der ganzen Welt bereitstellen werden“. Trotz der Veröffentlichung einer offiziellen Beschreibung wirbt Amazon jedoch noch nicht aktiv für den Service. Dieser Text stammt von einer Amazon-Jobseite, wo das Unternehmen anscheinend versucht, nicht weniger als 77 neue hochrangige Mitarbeiter für das Projekt einzustellen, und zwar sofort!

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Doch Amazon legt den Grundstein für den Start des Projekts Kuiper. Bereits jetzt gibt es eine Kuiper Systems LLC in Washington, D.C., die laut der International Business Times ein Amazon-Tochterunternehmen ist. Wie GeekWire Anfang des Jahres meldete, hat die FCC im Namen von Kuiper Systems bereits mindestens drei separate Produkte bei der International Telecommunications Union (einer Agentur der Vereinten Nationen für Fragen der Informations- und Kommunikationstechnologie) eingereicht.

Diese Einreichungen beschreiben Kuipers Vorhaben, bis zu 3.236 Satelliten um die Erde kreisen zu lassen. Amazon bestätigt, dass der Zweck der Satelliten darin bestehen wird, „Zehntausenden von Millionen Menschen einen „grundlegenden Zugang zum Breitband-Internet“ zu ermöglichen“, was eine Untertreibung sein könnte. Die in den Meldungen beschriebenen Bahnen können laut GeekWire theoretisch „etwa 95 % der Weltbevölkerung“ einen Breitband-Internet-Satellitenservice bieten.

Was die Einreichungen nicht sagen, ist, wann Amazon damit rechnet, die Satelliten für die Konstellation zu bauen (oder wer sie bauen könnte), wann es mit dem Start dieser Satelliten beginnt (oder wer sie starten würde – vielleicht das Lieblingsprojekt von Jeff Bezos, Blue Origin?), oder wie viel Amazon für die den Dienst berechnen könnte.

Der Wettbewerb

So neuartig die Idee von Amazon klingen mag, ist es nicht das erste Unternehmen, das diese Lösung zur Erweiterung des Zugangs zu erschwinglichem, qualitativ hochwertigem Breitband-Internet gefunden hat. Iridium bietet seit Jahren einen zumindest begrenzten Internetzugang von Satelliten an und hat 75 Iridium NEXT-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, um Mobilfunk- und Internetzugang vor allem für die Kunden aus der Luft- und Seefahrtbranche zu ermöglichen.

Der Partner von Softbank OneWeb und SpaceX haben mit dem Einsatz noch größerer Breitbandkonstellationen für Internet-Satelliten begonnen, die 900 Satelliten und nach Fertigstellung sogar bis zu 12.000 erreichen könnten. Doch, obwohl alle diese Unternehmen vor Amazon mit ihren Satellitenprojekten begannen, könnte Amazon immer noch einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten haben: Geld.

Obwohl SpaceX sicherlich eine Kraft ist, mit der man rechnen muss, gilt das Unternehmen derzeit nicht als sehr profitabel. Es ist der Einsatz der Starlink-Konstellation von Internetsatelliten, auf die sich SpaceX verlässt, um in Zukunft konsequent profitabel zu werden. OneWeb, das gar kein Weltraumgeschäft und Geld zur Verfügung hat, um die Anlaufkosten zu finanzieren, hat nicht einmal Umsatz, und keine Gewinne.

Und Amazon? Amazon ist ein Gewinn-Monster.

Geld ist König, auch im Weltraum

Laut S&P Global Market Intelligence erwirtschaftete Amazon in den letzten 12 Monaten einen Nettogewinn von 12 Mrd. US-Dollar und einen freien Cashflow von 20,8 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Das ist etwa doppelt so viel Geld, wie SpaceX für das gesamte Starlink-Projekt ausgegeben haben soll – und Amazon verdient jedes Jahr so viel Geld. Darüber hinaus handelt es sich um das eigene Geld von Amazon, das es sofort für den Bau und Betrieb der Projekt Kuiper-Satelliten einsetzen kann. Im Gegensatz dazu muss SpaceX, wenn das Unternehmen einige Satelliten bauen will, in der Regel die Fremdkapital- und Aktienmärkte nutzen.

SpaceX hat sich bereits einen frühen Vorsprung im Rennen um die Bereitstellung von Breitband-Satelliten-Internet gesichert. Doch hat das Unternehmen auch das Geld, das es zum Überleben braucht, wenn sich dieses Rennen eher als ein Marathon als ein Sprint erweist? Was Amazon betrifft, das viel Geld hat, doch derzeit noch am Start ist… Kann das Unternehmen die verlorene Zeit aufholen, bevor SpaceX sich den Markt sichert?

Was das Rennen betrifft, das wird sehr spannend.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 11.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. The Motley Fool empfiehlt Softbank Group.

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