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Cannabis: 5 Branchen-Mythen, mit denen Aurora aufräumen will

Foto: Getty Images

Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) hat die größte Produktionskapazität aller kanadischer Cannabishersteller. Das Unternehmen ist der zweitgrößte Cannabisproduzent der Welt, gemessen an der Marktkapitalisierung, und ist auf fünf Kontinenten in 24 Ländern tätig. Man kann also durchaus behaupten, dass die Führungskräfte von Aurora über die nötige Expertise verfügen, wenn es um die Cannabisbranche geht.

Es gibt ein paar verbreitete Annahmen, die Aurora für falsch hält. Marc Lakmaaker, Vice President of Investor Relations, sprach neulich auf einer von OTC Markets veranstalteten Investorenkonferenz. Er führte ausdrücklich fünf Mythen über die Cannabisindustrie an, mit denen Aurora aufräumen will.

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1. Der Markt wird mit Produkten geflutet

Dürfte mittlerweile jeder gehört haben: Für den kanadischen Cannabismarkt kommt bald eine Angebotsschwemme. Lakmaaker sagte, dass es viel Gerede über eine drohende Cannabis-Schwemme gibt. Aber er sagte auch: „Das sehen wir nicht.“ Lakmaaker sagte, dass viele Unternehmen eine erwartete Produktionskapazität angegeben haben, die schlicht und ergreifend noch nicht spruchreif ist.

Noch wichtiger ist, dass Aurora den Weltmarkt in Betracht zieht, der natürlich weitaus größer ist als Kanada allein. Lakmaaker sagte, dass Auroras CEO Terry Booth vor allem die Sorge umtreibt, für den Rest der Welt nicht genug liefern zu können. Aurora will das unbedingt vermeiden: Das Unternehmen gab im April bekannt, dass man die Produktionskapazität am Standort Aurora Sun erhöht.

2. Medizinisches Cannabis ist in Kanada kein Wachstumsmarkt

Viele gingen davon aus, dass der Markt für medizinisches Cannabis in Kanada bestenfalls stagnieren würde oder nach der Legalisierung von frei verkäuflichem Marihuana dort sogar abnehmen würde. Lakmaaker sagte aber, dass dies überhaupt nicht der Fall sei.

So gibt es erhebliche finanzielle Anreize für Patienten, ihr Cannabis weiter über Rezept anstatt über den Einzelhandel zu beziehen. Lakmaaker sagte auch, dass es immer mehr private Unternehmen gibt, die medizinisches Cannabis anbieten. Sicher, der legale Handel ist viel größer, aber die Anleger sollten die Chancen auf dem Zettel haben, die sich nach wie vor in diesem Segment bieten.

3. Der Einzelhandel wächst in Kanada nur schleppend

Lakmaaker sagte, dass sich die Medien auf ein geringes Wachstum des Einzelhandels in Kanada stürzen. Die Scotiabank hat sogar ihre Ertragsaussichten für Auroras größten Konkurrenten, Canopy Growth, aufgrund von Bedenken im kanadischen Einzelhandel gesenkt.

Lakmaaker kann da nicht zustimmen, und Auroras jüngste Quartalsergebnisse geben ihm recht: Das Unternehmen verzeichnete im Quartalsvergleich ein Umsatzwachstum von 37 % im Einzelhandel. Lakmaaker räumte zwar ein, dass die begrenzte Einzelhandels-Infrastruktur diesen Markt etwas zurückgehalten habe, äußerte sich aber optimistisch, dass weitere Lizenzen für kommende Standorte auf dem Weg sind.

4. Es gibt nur zwei große Märkte: Medizin und legaler Handel

Fast jeder, der der Branche folgt, denkt in erster Linie an zwei große Märkte: Medizin und legaler Handel. Aber Lakmaaker sagte, dass ein dritter Markt gerade entsteht: der Wellness-Markt.

Produkte, die Cannabidiol (CBD) enthalten, sind besonders gefragt. Die Cannabis-Marktforscher von Brightfield Group glauben, dass der CBD-Markt „in den europäischen Staaten deutlich stärker Fuß gefasst hat als medizinisches Cannabis“. Brightfield geht davon aus, dass der europäische CBD-Umsatz von 318 Millionen USD im Jahr 2018 auf fast 1,7 Milliarden USD im Jahr 2023 ansteigen wird.

5. Der Weltmarkt ist stark fragmentiert

Ein weiterer Mythos ist, dass der Cannabis-Weltmarkt stark fragmentiert ist. Lakmaaker sagte, dass der US-Markt zwar fragmentiert sei, der Weltmarkt jedoch nur einige wenige Player kennt.

Aurora ist natürlich ein sehr relevanter Player. Lakmaaker sagte, dass man in Deutschland einen Marktanteil von 40 % bei Cannabisblüten  habe, dem größten Markt für legales Cannabis außerhalb Nordamerikas. Einer der Höhepunkte der jüngsten Quartalsergebnisse von Aurora war das internationale Umsatzwachstum von 38 % gegenüber dem Vorquartal.

Was ist dran?

Das meiste von dem, was Lakmaaker gesagt hat, wird durch Fakten gestützt. Er hat Recht, dass der kanadische Markt für medizinisches Cannabis und der Einzelhandel mit Cannabis weiterhin beeindruckend wachsen. Auch stimmen die Beobachtungen zum aufstrebenden Cannabis-Wellness-Markt, und dass der Cannabis-Weltmarkt außerhalb der USA derzeit wirklich nicht sehr fragmentiert.

Aber das größte Fragezeichen in diesem Zusammenhang ist die vielleicht drohende Angebotsschwemme. Obwohl einige Cannabiszüchter nicht die Produktionskapazität geliefert haben, die sie erwartet haben, scheint es dennoch wahrscheinlich, dass in Kanada das Angebot die Nachfrage innerhalb weniger Jahre übersteigen wird.

Aurora Cannabis und die Konkurrenz sind der Meinung, dass der Cannabis-Weltmarkt so stark wachsen wird, dass etwaige Überkapazitäten in Kanada einfach in anderen Märkten verkauft werden. Die Herausforderung besteht darin, dass es schwer vorherzusagen ist, wie schnell sich diese Märkte entwickeln werden. Ich vermute, dass Aurora mit seinem Optimismus wahrscheinlich Recht behalten wird. Aber es besteht zumindest eine geringe Chance, dass sich die befürchtete Angebotsschwemme in einigen Jahren als harte Realität erweisen wird – und eben nicht als Mythos.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 5.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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