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Umweltschutz und Flugverbot für die 737 MAX: Die TUI-Aktie befindet sich weiterhin in Turbulenzen

Foto: Getty Images

Jetzt ist es amtlich. Die Initiativen rund um den Umweltschutz schlagen knallhart auch bei den deutschen Reiseveranstaltern auf. Es geht um Vermeidung von CO2-Ausstoß und somit schlicht um weniger Flugbewegungen.

Doch dies ist nicht das einzige Problem, das unseren großen Touristikkonzern TUI (WKN:TUAG00) derzeit belastet. Es ist auch das Flugverbot für die 737 MAX vom Flugzeughersteller Boeing (WKN:850471), was den Kurs der TUI-Aktie im Moment nach unten zieht.

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Kann es hier noch weiter abwärts gehen oder ist schon Licht am Ende des Tunnels zu sehen? Schauen wir auf die aktuelle Situation bei TUI und wagen eine Prognose für die Aktie.

Touristikkonzerne als Umweltsünder?

Ganz so schlimm, wie die Überschrift vermuten lässt, ist es aber dann wohl doch nicht. Doch unbestritten sind es schon die Touristikunternehmen, die ihren Teil dazu beitragen, dass die Ferienflieger gut gefüllt zu den Urlaubsdestinationen abheben. Aber genau das würden Umweltinitiativen gerne ein wenig eindämmen.

In diesem Zusammenhang feiert das schwedische Wort „Flygskam“ einen Siegeszug. Übersetzt heißt es so viel wie „Flugscham“ und ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Es geht dabei ganz einfach um die Vermeidung von Flugreisen. Für den Touristikriesen TUI, aber auch für Fluggesellschaften wie die Lufthansa (WKN:823212) ist dies eine ernst zu nehmende Entwicklung.

Es soll sogar schon Initiativen geben, die Mitarbeitern, die auf Flugreisen verzichten, mehr Urlaub gewähren. Die Menschen stehen eben in immer mehr Branchen diesem ökologischen Thema aufgeschlossen gegenüber. Aber Flugreisen vor allem auf der Langstrecke sind teurer und bringen den Reisekonzernen damit mehr Umsatz.

Auch das Flugverbot belastet weiterhin

Für TUI ist es eklatant wichtig zu erfahren, wann die Maschinen des Mittelstreckenjets 737 MAX wieder abheben dürfen. Eigentlich wollte man bis Ende Mai darüber Bescheid wissen. Denn das Unternehmen hat selbst 15 Maschinen dieses Typs in seiner Flotte. Diese werden aber im Moment durch andere gemietete Flugzeuge ersetzt.

Und sollte das Flugverbot jetzt über den Juli hinweg aufrechterhalten werden, müsste man die gemieteten Ersatzmaschinen auch für den Rest der Sommersaison weiter einsetzen. Und das treibt natürlich die Kosten in die Höhe.

Aber laut Alexandre de Juniac, dem Chef des Weltluftfahrtverbandes IATA, dürfen die 737-MAX-Maschinen wahrscheinlich frühestens in zehn bis zwölf Wochen wieder abheben. Das bedeutet, es dauert mindestens noch bis August, bevor das Flugverbot eventuell aufgehoben wird.

Die IATA bereitet derzeit ein Treffen zwischen den Aufsichtsbehörden, den Flugzeugbetreibern und dem Hersteller vor, auf dem die Lage beurteilt werden soll. Es kann also noch dauern, bis hier etwas Positives geschieht.

Aber für TUI zählt jeder Tag, denn je länger die 15 Maschinen am Boden bleiben, je höher sind die damit verbundenen Kosten für den Konzern.

Schauen wir auf die Aktie

Die TUI-Aktie liefert schon länger kein gutes Bild ab. Von ihrem 52-Wochen-Hoch von 20,33 Euro ist sie meilenweit entfernt und notiert derzeit mit 8,26 Euro (31.05.2019) ganze 59,37 % darunter.

Doch die Aktie von TUI ist vor allem bei Dividendeninvestoren sehr beliebt. Und durch den gedrückten Kurs beträgt die aktuelle Dividendenrendite, bezogen auf die Ausschüttung von 0,72 Cent für das Jahr 2018, stolze 8,72 %.

Aber hier ist Vorsicht geboten. Denn ob der Konzern angesichts der momentanen Situation die Dividende in dieser Höhe aufrechterhalten kann, bleibt abzuwarten. Ein schnelles Aufheben des Flugverbotes für die 737 MAX könnte hier auf jeden Fall helfen, die Ausschüttung stabil zu halten.

Die TUI-Aktie hat die letzten Monate sehr gelitten und ist stark im Kurs zurückgekommen. Sie ist meiner Meinung nach im Moment mehr für spekulative Anleger geeignet. Doch sollte sich die Nachrichtenlage eventuell bessern, könnte der Kurs hier auch schnell wieder signifikant ansteigen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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