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Kann Tilray das Ruder rumreißen?

Foto: Getty Images.

Cannabisaktien erobern weiterhin die Welt der Anleger wie im Sturm, und die meisten Cannabisunternehmen hatten bislang im Jahr 2019 beeindruckende Kurssteigerungen zu verzeichnen. Tilray (WKN:A2JQSC) gehörte jedoch zu den schwächeren Performern, da Anleger zunehmend in Frage gestellt haben, ob das Unternehmen über das notwendige Zeug verfügt, um eine Führungsrolle in der extrem wettbewerbsintensiven Branche zu übernehmen. Tilray weiß, dass Wachstum ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist, aber man musste erst einmal zu den anderen Großen aufschließen.

Die Investoren von Tilray, die neulich den Finanzbericht für das erste Quartal vorliegen hatten, wollten sehen, ob das aufstrebende Cannabisunternehmen neue Anzeichen einer Wachstumsbeschleunigung erkennen lässt. Solide Zahlen zeigten, dass Tilray auf dem richtigen Weg zu sein scheint. Aber da wird noch viel mehr zu tun sein, um die Gemüter skeptischer Investoren zu besänftigen und einen richtigen Aufschwung einzuleiten – der am Ende dann eben auch einen Profit bedeutet.

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An die Spitze der Cannabisbranche

Die Ergebnisse von Tilray für das erste Quartal waren durchwachsen. Der Umsatz von 23 Millionen USD hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht und stieg allein seit dem Vorquartal vor drei Monaten um mehr als 50 %. Der bereinigte Nettoverlust lag jedoch bei 25,2 Millionen USD bzw. 0,27 USD pro Aktie. Das war nicht ganz so schlimm wie der Verlust von 0,33 USD pro Aktie, den Tilray vor drei Monaten verzeichnete, aber eben doch etwas über dem Vorjahreszeitraum.

Natürlich spielte die Legalisierung des kanadischen Markts für frei verkäufliches Cannabis eine große Rolle in Tilrays Ergebnissen. Die dort erwirtschafteten Einnahmen wurden für Tilray zum größten Segment des Geschäfts und konnten die Absätze von medizinischen Marihuana-Produkten überholen. Der Umsatz des Cannabisunternehmens verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf die Bereiche legaler Handel, Medizin und die Kombination aus verzehrbarem Cannabis sowie den internationalen Umsätzen.

Tilray hat auch gute Arbeit bei der Erhöhung der Produktion geleistet, außerdem bei der Verbesserung der Effizienz. Das Unternehmen verkaufte mehr als 3.000 Kilo Cannabis, vor einem Jahr waren es noch 1.300 Kilo. Das entspricht fast 1.000 Kilogramm Kapazitätswachstum seit dem Bericht vom letzten Quartal im März. Die Bruttomarge stieg in den letzten drei Monaten um rund 3 % auf 23 %.

Doch nicht alles lief für das Unternehmen so rund. Die durchschnittlichen Verkaufspreise pro Gramm sanken auf 5,60 USD und lagen damit um 0,34 USD pro Gramm unter dem Vorjahreswert, da das Unternehmen einen schwächeren Umsatzmix mit weniger Verkäufen von margenstarken Cannabisölextrakten zugunsten von Trockenblumenprodukten verzeichnete. Tilrays Ausgaben stiegen ebenfalls beträchtlich, aber das Unternehmen sagte, dass diese Steigerungen größtenteils auf Akquisitionen und andere Wachstumsinitiativen zurückzuführen seien. Dennoch verzeichneten sowohl die laufenden Gemeinkosten als auch die Marketingkosten einen starken Anstieg gegenüber dem Niveau vor 12 Monaten, da Tilray nun in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld verkaufen muss.

Wie Tilray es schaffen will

CEO Brendan Kennedy war mit dem Start ins Jahr 2019 zufrieden. „Wir sind mit unseren Ergebnissen für das erste Quartal zufrieden“, sagte er, „und den laufenden, erheblichen Fortschritten, die unser Team gemacht hat, um Tilray als einen weltweit führenden Anbieter in der Cannabisindustrie zu positionieren.“ Der CEO verwies auf den Kauf des Spezialisten für verzehrbare Cannabisprodukte Manitoba Harvest sowie den Anbaubetrieb Natura Naturals Holdings, um das Wachstum von Tilray zu befeuern.

Doch das ist nur der Anfang: Tilray will noch mehr Schritte unternehmen, um das Wachstum zu fördern. Anfang dieses Monats sagte das Cannabisunternehmen, dass es mehr als 32 Millionen USD investieren würde, um die Anbaufläche für den kanadischen Markt um mehr als 200.000 Quadratfuß zu erweitern. Insgesamt drei Einrichtungen werden Tilrays Gesamtfläche auf rund 1,3 Millionen Quadratfuß steigern.

Seit dem Bericht haben die Tilray-Aktien fast 10 % ihres Wertes verloren, da die gesamte Cannabisbranche derzeit ein bisschen in der Gunst der Anleger nachgelassen hat. Tilray war in letzter Zeit ein Underperformer, und es wird noch weitere ermutigende Nachrichten benötigen, damit die Aktie steigen und gute Ergebnisse erzielen kann.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 20.5.19 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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