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Zalando startet Umweltoffensive: Doch was könnte das bringen?

Ei, was waren das nur für brisante Schlagzeilen, die die Aktie von Zalando (WKN: ZAL111) in diesem Jahr bereits vermelden konnte? Einerseits setzte das Papier des auf Mode spezialisierten Einzelhändlers seit Jahresbeginn eindrucksvoll zum Rebound an. Andererseits verunsicherten in den vergangenen Tagen Berichte über die möglicherweise zu hohen Vorstandsvergütungen, die vielleicht gar falsche Anreize setzen könnten.

Abseits dieser Meldungen eröffnet der E-Commerce-Akteur allerdings nun eine neue Baustelle: die der Nachhaltigkeit. Schauen wir mal, was Zalando hier konkret plant und was das für den Internethändler bringen könnte.

Das plant Zalando, um nachhaltiger zu werden

Wie Zalando nun verkündete, möchte man künftig den Einkauf bei dem Onlinehändler etwas umweltfreundlicher gestalten, indem weniger Abfall und Kohlendioxid verursacht wird. In diesem Sinne möchte Zalando beispielsweise Kosmetikartikel künftig in Papier statt in Plastik verpacken. Zudem soll es in diesem Jahr einzelne Tests mit einem Mehrwegbeutel beim Versand anstelle der sonst üblichen Pakete oder auch Plastikverpackungen geben. Durchaus zwei interessante Ansatzpunkte.

Vor allem der letztere Aspekt könnte durchaus eine Veränderung innerhalb der Paketwirtschaft bedeuten. So berichtete die „Rheinische Post“, dass Textilien oder andere Produkte in Boxen oder Beuteln verpackt würden, die auf mehrmaliges Verwenden ausgelegt seien. Das könnte durchaus gewisse umweltfreundliche Anreize mit sich bringen. Allerdings auch einige Nachteile.

Aber schauen wir im Folgenden einmal, wo hier möglicherweise Vorteile für Zalando entstehen könnten und worauf man als Investor möglicherweise künftig ein größeres Augenmerk legen sollte.

Das möchte Zalando vermutlich damit bezwecken

Natürlich ist es einerseits löblich, dass sich ein Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit verpflichtet. Allerdings dürfte auch ein gewisser Eigennutz mit dieser Maßnahme einhergehen.

Viele Konsumenten achten schließlich inzwischen darauf, einen möglichst grünen Fingerabdruck bei ihrem Konsumverhalten zu hinterlassen. Und sofern Zalando hier mit einem neuen, innovativen Verpackungs- und Versandsystem aufwarten kann, könnte das durchaus einige eher onlinehandelskritische Konsumenten überzeugen, dem Versandhändler doch eine Chance zu geben. Zumindest könnte es sich hierbei um ein PR-wirksames Event handeln, das sich früher oder später auszahlen könnte.

Als Investor sollte man hierbei allerdings auch bedenken, dass die Mehrwegverpackungen auch für die Kunden einen gewissen Vorteil hätten. Nämlich den, dass Rücksendungen mithilfe der Verpackungen, die auf mehr als eine Anwendung ausgelegt sind, künftig noch einfacher werden könnten als zuvor.

Viele der Einwegverpackungen, die durch das Öffnen beschädigt oder gar zerstört worden sind, waren für den Rückversand oftmals unbrauchbar. Daher könnte es sich für Investoren möglicherweise anbieten, angesichts der neuen Verpackungen zu schauen, welchen Einfluss diese auf die Rücksendequoten haben.

Eine interessante Maßnahme, aber auch ein Risiko?

Letztlich handelt es sich hierbei um eine spannende Maßnahme. Zalando könnte in gewisser Weise die bisherige Praxis der Paket- und Versandwirtschaft revolutionieren und etwas grüner gestalten, setzt sich jedoch auch einem Risiko aus.

Die bisherigen, oftmals zerstörten Pakete waren schließlich vor allem für unentschlossene Rücksender ein Hindernis, das möglicherweise so manches Mal zum Behalten der Waren geführt hat.

Entsprechend könnte sich durchaus der Blick der Investoren anbieten, ob Mehrwegpakete auch zu mehr Rücksendungen führen. Und wie das Management im Fall der Fälle mit diesem Umstand umgeht.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Zalando.