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Die Ergebnisse von Aurora Cannabis, Cronos Group und Tilray sind da: Was bedeuten die für Canopy Growth?

Foto: Getty Images

Drei der vier nach Marktkapitalisierung größten kanadischen Marihuana-Züchter haben bereits ihre Ergebnisse für das vergangene Quartal gemeldet. Cronos Group (WKN:A2DMQY) war am 9. Mai das erste Unternehmen, Tilray (WKN:A2JQSC) und Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) legten neulich nach.

Aber der größte kanadische Marihuana-Produzent von allen hat noch nicht seine Ergebnisse aus dem ersten Quartal des Kalenderjahres 2019 bekannt gegeben. Canopy Growth (WKN:A140QA) dürfte aber bald nachziehen. Die Anleger sind natürlich gespannt. Allerdings kann man aus den Updates von Aurora, Cronos und Tilray ein paar Infos holen, die einem Hinweise darauf geben könnten, wie es bei Canopy gelaufen ist.

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Weniger Kinderkrankheiten am kanadischen Markt als erwartet

Im April haben die Analysten Oliver Rowe und Ben Isaacson von Scotiabank ihre Erwartungen für das vierte Quartal von Canopy Growth deutlich zurückgefahren. Scotiabank erwartet, dass das Unternehmen ein Umsatzwachstum von nur 5 % gegenüber dem Vorquartal erzielen wird. Warum? Weil Rowe und Isaacson glauben, dass die kanadische Cannabisindustrie noch immer an „Kinderkrankheiten“ leidet.

Man kann jedoch mit Fug und Recht sagen, dass Aurora, Cronos und Tilray in ihren vergangenen Quartals-Updates weitaus bessere Performances zeigten. Aurora verzeichnete in seinem letzten Quartal ein Umsatzwachstum von 21 % gegenüber dem Vorquartal. Cronos gab bekannt, dass der Umsatz um 15 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist. Tilrays Gesamtumsatz stieg um 48 % im Vergleich zum Vorquartal. 

Tilray war der Ausreißer dieser Gruppe, da die Übernahme von Manitoba Harvest im Februar einen großen Beitrag zum Umsatz leistete. Und man muss auch sagen, dass die Finanzen der großen Player auf dem kanadischen Markt bei weitem nicht so schlecht, wie von Scotiabank prognostiziert, waren. 

Die Ergebnisse von Aurora sind vielleicht der beste Indikator dafür, wie es Canopy Growth ergehen könnte. Canopy belegte im Vorquartal auf dem kanadischen Markt für legal verkäufliches Cannabis den ersten Platz, Aurora den zweiten Platz. Es ist denkbar, dass das Umsatzwachstum von Canopy gegenüber dem Vorquartal näher bei den 21 % von Aurora liegen wird – und nicht bei den von Scotiabank prognostizierten 5 %.

Internationales Wachstum

Alle vier der größten kanadischen Marihuana-Produzenten nach Marktkapitalisierung sind auf dem Weltmarkt tätig. Und von den drei, die bereits ihre letzten Quartalsergebnisse veröffentlicht haben, scheint es dort zumindest recht rund zu laufen.

Der internationale Umsatz von Aurora stieg von Quartal zu Quartal um 38 %. Das Unternehmen erreichte dieses starke Wachstum, obwohl die Angebotsengpässe die Möglichkeiten zum Export stark einschränkten.

Der internationale Umsatz von Tilray stieg im Vergleich zum Vorjahr um 321 %. Das Unternehmen bezifferte im Vorquartal die internationale Entwicklung nicht im Detail. Cronos hingegen konnte im letzten Quartal nur minimale internationale Umsätze verzeichnen.

Auch hier ist Aurora wohl der beste Indikator, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die internationalen Ergebnisse von Canopy Growth aussehen könnten. Vor drei Monaten landete Canopy hinter Aurora knapp auf dem zweiten Platz. Angesichts des anhaltenden Wachstums für medizinisches Cannabis besonders hier in Deutschland ist es nicht unwahrscheinlich, dass Canopy auch in diesem Segment ein gutes Umsatzwachstum erzielen wird.

Grund für Optimismus

Cronos Group war das einzige Unternehmen, das einen Gewinn erzielte. Dieser Gewinn resultierte jedoch aus einem enormen Gewinn aus der Neubewertung von derivativen Verbindlichkeiten. Im Grunde genommen hat der Tabak-Gigant Altria einen Wertverlust erlitten, weil die Cronos-Aktien im Laufe des Quartals gefallen sind. Ohne diese Neubewertung hätte Cronos wie die anderen einen Nettoverlust eingefahren. 

Tilray hat wie von den Analysten erwartet einen Nettoverlust erlitten. Der Nettoverlust von Aurora war größer als von den Analysten erwartet. Die gute Nachricht war jedoch, dass die Produktionskosten des Unternehmens sinken. Aurora will in seinem nächsten Quartalsbericht ein positives EBITDA erwirtschaften.

Canopy verzeichnete im letzten Quartal einen Gewinn. Eine Wiederholung wäre eine große Überraschung. Der Gewinn des dritten Quartals ist auf einen starken Rückgang des beizulegenden Zeitwerts der Wandelschuldverschreibungen zurückzuführen. Und dieser Rückgang ist wiederum auf den Kursrückgang der Canopy Growth-Aktien im dritten Quartal des Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Aktien von Canopy stiegen im letzten Quartal rapide an, so dass die Auswirkungen diesmal negativ sein werden.

Man darf jedoch in Bezug auf die Ertragslage von Canopy Growth optimistisch sein. Wenn Canopy einen unerwartet guten Umsatz meldet, wird das natürlich auch die Gewinnerwartungen weit übertreffen. Wie Aurora sollte auch Canopy höhere Margen erzielen, da die Produktionsanlagen mittlerweile die volle Auslastung erreichen.

Vergleiche machen nicht immer Sinn

Basierend auf den bereits verkündeten Ergebnissen der Mitbewerber sollte Canopy Growth demnächst gute Zahlen für das Q4 liefern können. Aber Vergleiche sind eben nur das – Vergleiche. Canopy Growth ist nun mal nicht Aurora Cannabis, Cronos Group oder Tilray. Das Unternehmen hat seine individuellen positiven wie auch negativen Aspekte.

Dennoch scheinen die allgemeinen Branchentrends darauf hinzudeuten, dass es für Canopy Growth ziemlich gut aussieht. Und da der Weltmarkt größer wird und der kanadische Markt für verzehrbares Cannabis und andere Derivate noch in diesem Jahr an den Start gehen soll, sieht die Zukunft von Canopy weiterhin gut aus.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 14.5.2019 auf fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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