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Scheidender Daimler-Chef „unzufrieden“ – was jetzt auf den Nachfolger zukommt

Foto: Getty Images

Für Daimler (WKN: 710000) geht in diesen Tagen definitiv ein eindrucksvolles Kapitel zu Ende. Dieter Zetsche, langjähriger Lenker des Stuttgarter Premium-Automobilherstellers, wird den Konzern nach der aktuellen Hauptversammlung als Vorstandsvorsitzender verlassen. Mit diesem Datum endet daher definitiv eine prägende Ära in der Firmenhistorie von Daimler.

Allerdings ist Zetsche mit der aktuellen operativen Situation bei Daimler alles andere als zufrieden. Schauen wir im Folgenden daher mal durch einen Foolishen Blickwinkel, welche Baustellen er seinem Nachfolger Ola Källenius hinterlassen hat – und welche eindrucksvollen Meilensteine der scheidende Daimler-Vorstand dennoch für sich reklamieren kann.

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Die Bilanz des ehemaligen Vorstands

Wie Zetsche auf der diesjährigen Hauptversammlung selbst noch einmal hervorgehoben hat, gab es innerhalb der vergangenen Jahre einige wichtige operative Höhepunkte, die Daimler während seiner Amtszeit feiern konnte.

So konnten die Stuttgarter bereits im Jahr 2016 wieder an die Spitze der deutschen Premiumhersteller gemessen am Absatz emporsteigen. Vier Jahre früher, wohlgemerkt, als eigentlich geplant, was vor allem für den ehemaligen Spitzenreiter BMW (WKN: 519000) durchaus ein harter Schlag ins Gesicht gewesen sein dürfte – und die Marke Daimler in diesem prestigeträchtigen Markenduell definitiv weit nach vorne gebracht hat.

Auch in anderen Sparten habe Daimler zudem seinen Vorsprung ausgebaut, wie Zetsche nun noch einmal betonte. Vor allem im Nutzfahrzeugbereich konnte Daimler innerhalb der vergangenen Jahre seine Führungsposition weitgehend ausbauen. Ein Bereich, wohlgemerkt, den auch mein Foolisher Kollege Thomas erst vor einigen Wochen gewissermaßen als Filetstück im Daimler-Konzern für sich entdeckt hat.

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Und mit dem Abgang Zetsches könnte Daimler nun vor einigen wichtigen und gar wegweisenden Baustellen stehen, wie der scheidende Daimler-Chef im Rahmen der Hauptversammlung ebenfalls mahnend protokollierte.

Das dürften die künftigen Baustellen sein

So ist Zetsche einerseits unzufrieden mit dem aktuellen Zahlenwerk sowie der gegenwärtigen Aktienkursentwicklung. Der Aktienkurs ist massiv eingebrochen – und mit ihm der operative Gewinn. Betrug diese Kennzahl im Jahr 2017 noch 10,6 Mrd. Euro, sank dieser Wert im Geschäftsjahr 2018 auf einen Wert in Höhe von 7,6 Mrd. Euro. Immerhin ein Einbruch von fast 30 % in Zetsches letztem Geschäftsjahr als Daimler-Lenker.

Zudem dürfte Daimler auch einige andere Baustellen haben, die nicht aus dem aktuellen Zahlenwerk herrühren. So hätten die neuen Technologien im Kontext der aktuellen Autos beispielsweise ihren Preis. Daimlers Aufgabe sei es nun, den Preisanstieg für den Kunden zu begrenzen, weshalb Daimler künftig sparen müsse. Durchaus eine ambitionierte Forderung an das neue Management.

Außerdem gäbe es noch andere Bereiche, die Daimler aktiv angehen müsse. So brachte Zetsche beispielsweise die Nachhaltigkeit des Konzerns ins Spiel. Bis 2039 solle Daimler bei seinen Rohstoffen und in seiner gesamten Lieferkette klimaneutral werden. Ebenfalls ein nicht ganz einfaches, langfristiges Vorhaben, das angesichts des zwei Jahrzehnte entfernten Datums sogar über die Amtszeit eines Vorstands hinausgehen könnte.

Großes, schweres Erbe

Wie wir daher letztlich sehen können, hat der alte Daimler-Vorstandsvorsitzende seinem Nachfolger definitiv ein schwieriges Erbe hinterlassen. Erwartet wird nichts weniger als das Herumreißen des operativen Ruders sowie strategische, neue Imperative und eine langfristige Nachhaltigkeitsoffensive. Vorhaben, die durchaus fordernd sein dürften.

Zudem galt Zetsche als erfolgreicher Innovator, der Daimler in seiner Amtszeit hierzulande wieder an die Spitze (zumindest bei den Premiumherstellern aus Sicht der Absatzzahlen) geführt hat. Auf Ola Källenius als neuem Vorstandsvorsitzenden dürfte daher so einiger Druck lasten.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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