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4 deutsche Pharma-Aktien, die eine gute Dividende versprechen – welche ist ein Kauf?

Foto: Getty Images

Die Pharmaindustrie ist vielen Investoren als Cash-Cow bekannt. Hat man ein Patent auf ein Medikament, so bringt es seinen Eigentümern oftmals über viele Jahre starke und stetige Cashflows ins Unternehmen. Pharma-Aktien sind aber nicht ohne Risiken. Gegenüber Aktien aus anderen Sektoren herrschen hier andere Spielregeln.

Ein Beispiel wäre, dass über Jahre in die Forschung und Entwicklung eines Medikaments investiert werden muss. Ob dieser Aufwand dann zu einer Zulassung führt, ist häufig bis zum Schluss ungewiss. Ein Konzern muss hier breit aufgestellt und gut durchfinanziert sein, damit er seine Innovationsrisiken abfedern kann.

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Ein weiteres Risiko offenbart sich oftmals nach dem Auslaufen des Patentschutzes: Dann purzeln häufig die Preise und Absätze des Medikaments. Schließlich müssen Investoren auch mögliche Schadensersatzklagen im Falle von Nebenwirkungen eines Medikamentes im Hinterkopf behalten.

Lasst uns heute einmal die größeren deutschen Pharmahersteller mit Dividendenpotenzial anschauen und überlegen, wo Potenzial vorhanden sein könnte. Los geht’s.

Bayer

Der Konzern Bayer (WKN:BAY001) aus Leverkusen ist zwar kein wirklich reines Pharmaunternehmen, jedoch erwähne ich das Unternehmen hier noch einmal aufgrund seiner hohen Pharmaumsätze. So trug das Pharmaceuticals-Segment im Geschäftsjahr 2018 mit 16,8 Mrd. Euro noch zu einem bedeutenden Anteil zu den Konzernumsatzerlösen von 39,6 Mrd. Euro bei.

Die Dividende liegt mit 2,80 Euro für das Geschäftsjahr 2018 auf Vorjahresniveau. Ausgehend vom Jahr 2009, in dem eine Dividende von 1,40 Euro ausgeschüttet wurde, haben sich die Dividendenzahlungen stetig erhöht.

Merck KGaA

Der zweite, ebenfalls hoch kapitalisierte Konzern ist die Merck KGaA (WKN:659990). Auch diese ist kein reines Pharmaunternehmen, sondern nach eigenen Angaben ein Wissenschaftskonzern. Von den 14,8 Mrd. Euro Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2018 wurden immerhin 6,3 Mrd. Euro im Healthcare-Segment erzielt.

Auch bei den Dividendenzahlungen konnten die Aktionäre in der Vergangenheit stetige Steigerungen vereinnahmen. So wurden die Dividendenausschüttungen je Aktie von 0,50 Euro im Jahr 2009 auf den aktuellen Wert von 1,25 Euro für das Geschäftsjahr 2018 erhöht. Die letzte Dividende von 1,25 lag dabei auf Vorjahresniveau.

Stada

Stada (WKN:725180) ist hingegen ein wahrer deutscher Pharmakonzern, der in den Geschäftsfeldern Generika und Markenprodukte tätig ist. Der gesamte Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 2,3 Mrd. Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 1 % Zuwachs nur geringfügig erhöht. Der Großteil der Umsätze stammte mit 1,4 Mrd. Euro aus dem Generika-Segment, das um 2 % gegenüber dem Vorjahr 2017 gewachsen ist.

Bei der Dividende gibt es eine Besonderheit aufgrund eines Beherrschungsvertrages mit der Nidda Healthcare GmbH. Es werden keine Dividenden von der Stada mehr ab dem Geschäftsjahr 2018 ausgeschüttet. Stattdessen soll den ausstehenden Aktionären für die Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ein Ausgleich von 3,82 Euro brutto je Stada-Aktie gezahlt werden.

Dermapharm

Dermapharm (WKN:A2GS5D) hingegen ist das kleinste der vier hier vorgestellten Unternehmen. Es stellt dermatologische und allergologische Arzneimittel her und erzielte hiermit im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 572,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz um 22,5 % erhöht.

Eine lange Dividendenhistorie kann die Dermapharm nicht aufweisen. Die Dividende wird jetzt für das Geschäftsjahr 2018 das erste Mal mit 0,77 Euro gezahlt.

Bewertungen

Unternehmen P/E Ratio* Bloomberg (BEst) P/E Ratio* Bloomberg (BEst) PEG Ratio* Price to Book Ratio* Price to Sales Ratio* Yield*
Bayer 49,73 1,11 1,15 1,25 5,00 %
Merck KGaA 41,85 2,18 2,26 2,62 1,38 %
Stada 17,04 21,62 4,95 2,25 4,54 %**
Dermapharm 23,5 17,34 6,95 3,04 2,32 %
*Alle Werte wurden am 21.05.2019 nach Börsenschluss von Bloomberg entnommen.
** Dividendenausgleich von 3,82 Euro auf Kurs von 84,10 Euro

Fazit

Wie schon bei den Softwareaktien hat der deutsche Kapitalmarkt auch bei den Pharma-Aktien wenig zu bieten. Die größten Pharma-Investments sind breit aufgestellte Konzerne und führen das Pharmageschäft nicht im führenden Haupterwerb.

Außerdem wachsen diese Giganten in ihrer Pharmasparte nur schwach. Es bleibt natürlich Potenzial vorhanden, dass diese mit Akquisitionen sinnvoll gestärkt werden könnten. Da die letzten Akquisitionen der Unternehmen Bayer und Merck KGaA aber in anderen Bereichen getätigt wurden, gehe ich erst mal nicht davon aus.

Stada als reines Pharmaunternehmen wird bereits mehrheitlich bestimmt. Hier könnte das Risiko bestehen, dass man aus dem Investment vorzeitig herausgekauft wird.

Dermapharm hingegen ist das kleinste Pharmaunternehmen und weist eine hohe Spezialisierung sowie ein hohes Wachstum auf. Auch wenn das Unternehmen auf Wachstumskurs ist, würde ich den Wert aber aufgrund seiner Unternehmensgröße weniger als Jäger sondern eher als Gejagten ansehen.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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