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Darum hat die schwedische Regierung Aktien von Aurora Cannabis und Canopy Growth gekauft

Foto: Getty Images.

Im Durchschnitt werden mehr als 32 Millionen Aktien von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) an der New Yorker Börse (NYSE) gehandelt. Für Canopy Growth (WKN:A140QA) ist das durchschnittliche Handelsvolumen deutlich geringer – rund 8 Millionen Aktien. Wer diese kanadischen Top-Cannabisaktien so alles kauft und verkauft, weiß man nicht. Obwohl, das stimmt nicht ganz. Denn wir wissen jedenfalls, wer im vergangenen Jahr die beiden Aktien gekauft hat.

Schwedens staatlich geführter Pensionsfonds AP7 kaufte 2018 erstmals Anteile an Aurora und Canopy Growth, wie das schwedische Wirtschaftsmagazin Affärsvärlden berichtete. Der AP7-Pensionsfonds investierte zunächst 63 Millionen SEK, wobei der Wert seither in diesem Frühjahr auf 100 Millionen SEK stieg. Das geht aus einem Bericht des schwedischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens SVT News hervor.

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Warum investiert dieser schwedische staatliche Pensionsfonds ausgerechnet in Cannabis? Und warum dann in Aurora Cannabis und Canopy Growth? Dafür gibt es eine einfache Erklärung.

Ein wichtiger Grund

Der AP7 Equity Fund investiert in nahezu alle Aktien, die im MSCI ACWI Index enthalten sind. Die einzigen Ausnahmen sind Aktien, die AP7 aus irgendeinem Grund auf die schwarze Liste gesetzt hat.

AP7 will mit seinem Pensionsfonds weltweit in Aktien aufgestellt sein. Es ist sinnvoll, dass der Fonds dazu den MCSI ACWI Index verwendet. Die Aktien dieses Index umfassen mehr als 2.700 Aktien aus 11 Sektoren in 23 entwickelten Märkten und 24 Schwellenländern.

Als Aurora Cannabis und Canopy Growth 2018 in den MSCI ACWI Index aufgenommen wurden, kaufte AP7 Aktien beider Unternehmen. Der Council on Ethics des AP Fonds empfahl allerdings, keine Cannabisaktien zu kaufen. Doch die Manager des AP7 Fonds haben sich dann letztlich entschieden, diese Empfehlung zu ignorieren.

Mittlerweile sind Cannabisaktien nicht mehr auf der schwarzen Liste des AP7. Johan Floren, Leiter Kommunikation und Marktmanagement bei AP7, erklärte jedoch, dass es möglich sei, dass Cannabisaktien in Zukunft wieder auf der schwarzen Liste landen würden, wie Affarsvarlden weiter berichtete.

Es ist nicht nur Schweden

Schweden ist nicht die erste Regierung, die Cannabisaktien kauft. Kanadas Public Sector Pension Investment Board (PSP) kaufte im vergangenen Jahr Aktien von vier Marihuanaproduzenten – Aurora, Canopy Growth, Aphria und Cronos Group.

Ende 2018 war Canopy Growth die größte Cannabis-Beteiligung von PSP, die Position betrug damals fast 14,9 Millionen USD. Aurora Cannabis war die zweitgrößte Cannabisaktie des Pensionsfonds: Ende letzten Jahres hatte er einen Wert von 12,7 Millionen USD. Die Anteile von PSP an Aphria und Cronos Group beliefen sich auf rund 3,2 Millionen USD bzw. 4,5 Millionen USD.

Im vergangenen Jahr investierte das California Public Employees‘ Retirement System (CalPERS) ebenfalls in zwei Cannabisaktien. CalPERS kaufte Anteile am kanadischen Marihuanaproduzenten Tilray und am auf Cannabis ausgerichteten Biotech Insys Therapeutics. Beide waren relativ kleine Positionen und betrugen nur einige hunderttausend Dollar.

CalPERS hat vor einigen Jahren in den Getränkehersteller Constellation Brands investiert. Dies wurde dann im Jahr 2017, als Constellation einen Anteil von 9,9 % an Canopy Growth erwarb, eine indirekte Beteiligung an Canopy. Constellation investierte 2018 weitere 4 Milliarden USD, um die Beteiligung an Canopy Growth auf 38 % zu erhöhen.

Pensionsfonds als Qualitätssiegel

Spielt es wirklich eine Rolle, dass staatliche Pensionsfonds Anteile an Cannabisaktien wie Aurora Cannabis und Canopy Growth kaufen? Einerseits ja, andererseits nein.

Auf der einen Seite kaufen Pensionsfonds Hunderte von Aktien, um ihre Portfolios effektiver zu diversifizieren. Wenn ein Pensionsfonds sorgfältig eine Cannabisaktie evaluiert und sich entscheidet, dass diese wahrscheinlich den Markt langfristig übertreffen kann, ist das schon eine große Sache. Es ist aber dann doch eine ganz andere Sache, wenn ein Pensionsfonds wie der schwedische AP7 Aurora und Canopy kauft, nur weil die Aktien in einen Index aufgenommen wurden.

Die bloße Tatsache, dass Pensionsfonds Marihuanaaktien kaufen, ist jedoch wichtig für andere Investoren, die in Erwägung ziehen auf den Cannabiszug aufzuspringen, und zwar aus einem Hauptgrund: der Legitimation. Eine lange Zeit betrachteten viele Anleger Cannabisaktien als rein spekulativ und extrem riskant. Doch wenn Regierungsabteilungen Geld auf Cannabisaktien setzen, das dazu bestimmt ist, den Ruhestand der Angestellten im öffentlichen Dienst zu sichern, sendet dies ein starkes Signal der Legitimation an andere Anleger.

Natürlich sollte man Aurora Cannabis, Canopy Growth oder andere Marihuanaaktien nicht kaufen, nur weil die Rentenkassen Schwedens, Kanadas oder Kaliforniens dies getan haben. Aber die weltweite Cannabisbranche bietet eine echte Chance mit guten Aussichten auf langfristig signifikante Gewinne. Wenn sogar Pensionsfonds beginnen, in diese Branche zu investieren, lohnt es sich, diese Branche im Auge zu haben.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Constellation Brands. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 16.4.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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