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An der Alibaba-Aktie scheiden sich die Geister – und die US-Amerikaner!

Foto: Getty Images

Die Alibaba (WKN: A117ME)-Aktie scheint auch weiterhin zu polarisieren. Im aktuellen handelspolitischen Dilemma musste das Papier einige Federn lassen. Nichtsdestoweniger konnte die Aktie seit Jahresbeginn noch immer deutlich zweistellig von einem damaligen Kursniveau von knapp 120 Euro auf derzeit 145 Euro zulegen.

Wen die Aktie des chinesischen E-Commerce-Akteurs allerdings auch zu polarisieren scheint, sind einige US-amerikanische Akteure. Lass uns im Folgenden einmal einen Foolishen Blick auf ein paar interessante und durchaus relevante Aspekte diesbezüglich werfen.

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Hier sind eher Skeptiker unterwegs

Einen ersten mehr oder minder direkten Kritiker der Alibaba-Aktie dürfen wir wohl in US-Präsident Trump sehen. Der derzeitige Inhaber des höchsten Amtes der USA macht schon lange keinen Hehl daraus, dass Amerika seiner Ansicht nach stets zuerst kommen sollte.

Auch die aktuellen handelspolitischen Konflikte, vornehmlich mit den Chinesen, können wir in gewisser Weise als kleinen Affront gegen Alibaba werten. Auch wenn der pöbelnde und twitternde US-Präsident dies explizit noch nicht erwähnt hat.

Einen weiteren US-amerikanischen Kritiker der Chinesen dürften wir gegenwärtig wohl in Altaba sehen. Die Beteiligungsgesellschaft, die letztlich aus der Zusammenlegung von Yahoo und Verizon als eigenständiges Unternehmen hervorgegangen ist, trennt sich derzeit von ihrem 11%igen Anteil an Alibaba. Kolportierter Wert dieses Verkaufs: Rund 40 Mrd. US-Dollar. Durchaus ein brisanter Kurswechsel.

Das sind die aktuellen Befürworter

Dennoch existieren auch einige US-Grüppchen, die dem chinesischen E-Commerce- und Cloud-Akteur eher aufgeschlossen gegenüberstehen. Speziell US-amerikanische Pensionsfonds scheinen derzeit ein besonderes Interesse an Alibaba-Aktien zu haben. Zumindest haben zwei sehr solvente Vertreter dieser speziellen Fondsgattung nun bei Alibaba zugeschlagen.

So hat einerseits The Wisconsin Retirement System – ein Fonds, der gegenwärtig rund 100 Mrd. US-Dollar verwaltet – im ersten Quartal dieses Börsenjahres ein wenig bei Alibaba zugelangt. Insgesamt erwarb der Fonds 59.914 Anteile an Alibaba. Derzeitiger Gegenwert: Rund 10 Mio. Euro.

Zudem hat auch The Teachers Retirement System, ein Pensionsfonds mit einem Gesamtvolumen von ca. 150 Mrd. US-Dollar, Anfang März eine erste Position bei Alibaba aufgebaut. Dieser Lehrer-Fonds erwarb Anteile in einer Größenordnung von 141.000 Alibaba-Aktien. Der Gegenwert dieser Position beläuft sich beim derzeitigen Aktienkursniveau von 146,80 Euro auf rund 20,5 Mio. Euro. Definitiv eine interessante und absolut gegensätzliche Entwicklung bei einigen US-amerikanischen Vertretern, die jedoch nicht sonderlich unüblich ist.

Alibaba: Ein interessantes Papier, das die Amerikaner auf Trab hält

Wie wir daher letztlich sehen können, scheinen sich gegenwärtig die US-amerikanischen Gemüter am chinesischen E-Commerce-Akteur zu scheiden. Während US-Präsident Trump als größtmöglicher und quasi absoluter Amerikabefürworter wohl prinzipiell alles für schlecht halten dürfte, was aus China kommt, hat ein ehemaliger Großinvestor angekündigt, sich von seinen Anteilen zu trennen. Letzteres dürfte daher vor allem der Schritt sein, der auch viele Privatinvestoren besorgt.

Nichtsdestoweniger scheinen gerade die US-Pensionsfonds durchaus gewillt, in diesem Börsenjahr neue Positionen bei den Chinesen aufzubauen, was wiederum für ein gewisses Quäntchen Zuversicht stehen dürfte.

Wer daher einen Blick auf institutionelle Anleger im Kontext der Alibaba-Aktie riskieren möchte, dürfte nun im Zwiespalt sein. Allerdings dürfte es sowieso oftmals die bessere Option sein, sich selbst mit den Chancen und Risiken auseinanderzusetzen – sowie nach reiflicher Überlegung eine eigene Investitionsentscheidung für oder gegen die Aktie des chinesischen E-Commerce-Akteurs zu fällen.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool empfiehlt Altaba Inc und Verizon Communications.

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