The Motley Fool

3 Aktien mit hohen Dividenden zu Dumping-Preisen

Aktien haben oft nicht einfach so hohe Dividenden, sondern sie haben sie leider aus oft aus unschönen Gründen. So mag der Aktienkurs gesunken sein, weil es im Unternehmen alles andere als rund läuft. Aber der Markt ist oft übersensibel, wenn es um Probleme geht, vor denen ein Unternehmen steht. Dies scheint bei dem Telekommunikationsriesen Verizon Communications (WKN:868402), dem Arzneimittelhersteller AbbVie (WKN:A1J84E) und dem Einzelhandelseigentümer Tanger Factory Outlet Centers (WKN:886676) offenbar der Fall zu sein. Die negative Stimmung der Wall Street könnte jedoch schlichtweg die Chance sein, hier ein paar Schnäppchen zu schießen.

Nach wie vor die Nummer eins unter den Telecoms

Brian Stoffel (Verizon Communications): Eins vorweg: Ich bin eigentlich kein Dividendeninvestor . Ich habe noch gut drei Jahrzehnte bis zum Ruhestand, und ich konzentriere mich mehr auf kleine, schnell wachsende, disruptive Unternehmen.

Stünde ich allerdings vor dem Ruhestand, würde Verizon ganz oben auf meiner Liste jener Aktien stehen, die ich halten möchte. Der Preis ist ein relatives Schnäppchen; die Dividende ist sicher, hoch und nachhaltig; und das Unternehmen hat einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

Verizons Versuche, durch den Erwerb von AOL und Teilen von Yahoo! neue Geschäftszweige aufzutun, sind weitgehend gescheitert. Jetzt kann man sich auf das konzentrieren, was Verizon am besten kann: Menschen via Hochgeschwindigkeits-Internet und Mobilfunk miteinander verbinden.

Verizon ist der erste Anbieter, der 5G auf den Markt bringt, und hat in den USA den größten Marktanteil bei mobilen Abonnementen. Entweder war man in vier der letzten fünf Quartalen Spitzenreiter beim Marktanteil oder hat sich diesen mit AT&T geteilt.

Und eine Dividendenrendite von 4 % sieht sehr attraktiv aus. Im vergangenen Jahr hat diese Auszahlung nur 55 % des freien Cashflows (von insgesamt 17,7 Milliarden USD) des Unternehmens verschlungen. Das bedeutet, dass die Dividende relativ sicher ist und noch Platz für Wachstum bietet. Verizon-Aktien werden auch zum 14-fachen des freien Cashflows gehandelt – ein mehr als fairer Preis für den Marktführer.

Die wohl beste große Pharma-Aktie am Markt

Keith Speights (AbbVie): Ich kann mir keine große Pharma-Aktie vorstellen, die mir so zusagt wie AbbVie. Eigentlich fällt mir in dieser Branche keine ein, die ähnlich aufgestellt zu sein scheint wie AbbVie.

Beginnen wir mit der Dividende. Die beträgt bei AbbVie derzeit fast 5,4 %. Diese hohe Rendite sollte nicht gefährdet sein, da der Konzern nur etwa 45  % seines freien Cashflows zur Finanzierung des Dividendenprogramms verwendet. AbbVie setzt zweifellos Prioritäten bei der Dividende und hat diese seit der Abspaltung von Abbott Labs im Jahr 2013 um 168 % erhöht.

AbbVie-Aktien sind zudem extrem billig. Die Aktien werden zum rund 8,4-fachen der erwarteten Einnahmen gehandelt. Dieser günstige Preis resultiert in erster Linie aus der Tatsache, dass manche Investoren angesichts des Biosimilar-Wettbewerbs in Europa besorgt sind, dass die Absätze von AbbVies meistverkauftem Medikament Humira nachlassen. Das Unternehmen scheint jedoch einen soliden Plan für die kommenden Jahre zu haben – die Zeit nach Humira.

Ein wichtiger Teil dieses Übergangs ist die aktuelle Produktpalette von AbbVie, darunter die schnell wachsenden Krebsmedikamente Imbruvica und Venclexta. Mit dem Endometriose-Medikament Orilissa hat man auch einen echten zukünftigen Gewinner im Ärmel. Aber die Kronjuwelen befinden sich in der Pipeline des Unternehmens: für dieses Jahr wird die Zulassung der Medikamente Risankizumab und Upadacitinib erwartet.

Insgesamt geht AbbVie davon aus, dass man bis 2025 35 Milliarden USD an Umsätzen generieren kann, die nicht von Humira stammen. Das sind fast 3 Milliarden USD mehr, als der Konzern im letzten Jahr insgesamt erwirtschaftet hat. Bei der hohen Dividende, dem günstigen Preis und den guten Wachstumsaussichten ist AbbVie meiner Meinung nach die wohl beste große Pharma-Aktie am Markt.

Angezählt, aber nicht k.o.

Reuben Gregg Brewer (Tanger Factory Outlet Center): Die Aktien des Real Estate Investment Trust (REIT) Tanger liegen rund 50 % unter dem Höchststand von 2016. Obwohl die jüngsten Ergebnisse relativ schwach ausfallen, war die Performance dann doch nicht allzu schlecht. Das eigentliche Problem ist, dass die Anleger befürchten, dass Tanger den oft beschriebenen “Tod des Einzelhandels” nicht überstehen wird.

SKT via YCharts

Diese Angst ist nachvollziehbar, aber das ganze Thema ist übertrieben. Auffällig ist natürlich die Art und Weise, wie Kunden einkaufen. Dies ist nicht das erste Mal, dass dies geschieht, und da sich Online-Shops wie Amazon.com zunehmend auch auf Ladengeschäfte konzentrieren, ist es unwahrscheinlich, dass der stationäre Einzelhandel ganz von der Bildfläche verschwinden wird. Sicher, schwächere Betreiber von Einkaufszentren könnten die Segel streiben – aber auf Tanger trifft diese Beschreibung sicherlich nicht zu.

Die Verschuldung des Unternehmens ist mit einem Investment Grade Rating versehen. Die Gesamtverschuldung der bereinigten Vermögenswerte beträgt nur 50 %, so dass Tanger bei weitem nicht überlastet ist. Die Aufwendungen für die Rendite sind mehr als fünfmal gedeckt. Und die Dividende verschlingt weniger als 60 % der Mittel aus dem operativen Geschäft, so dass der REIT genügend Geld hat, um in die einzelnen Immobilien zu investieren und mit der Zeit zu gehen.

Wie die jüngsten Zahlen zeigen, wird der Übergang bei Tanger  wahrscheinlich nicht reibungslos verlaufen. Aber für aggressivere Anleger sind der starke Kursverfall und die historisch hohe Rendite von 6,9 % ein ausreichender Ausgleich für die Unsicherheit hier. Außerdem hat Tanger seine Dividende 25 aufeinander folgende Jahre jährlich erhöht, was darauf hindeutet, dass man fest davon ausgeht, Investoren in guten wie auch in schlechten Zeiten fürs Dabeibleiben belohnen zu können.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt Aktien von Tanger Factory Outlet Centers und Verizon Communications. Brian Stoffel besitzt Aktien von Amazon, Keith Speights von AbbVie und Reuben Gregg Brewer von Tanger Factory Outlet Centers. Dieser Artikel erschien am 30.3.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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