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Das neueste Feature von Instagram könnte das Insta-Shopping enorm steigern

Facebook (WKN:A1JWVX) hat schnell neue Funktionen in Instagram eingeführt, um mehr Handel in der Foto-Sharing-App zu ermöglichen. Im Jahr 2016 führte das Unternehmen kaufbare Produktkennzeichnungen ein. Seitdem ist es für die Nutzer immer einfacher geworden, Produkte über die Plattform zu finden und zu kaufen. Eine der neuesten Entwicklungen ist Instagram Checkout, mit dem die Nutzer Artikel kaufen können, die sie in der App sehen, ohne sie jemals zu verlassen.

Auf der F8-Entwicklerkonferenz von Facebook in der KW 18 kündigte Instagram an, dass die Plattform die Produktkennzeichnung auf eine ausgewählte Gruppe von Influencern auf Instagram ausdehnen wird. Die Funktion wird zunächst bei den wenigen Dutzend Einzelhändlern integriert, die Teil der Checkout-Beta-Testphase sind. Die Produktkennzeichnungen waren bisher nur für zugelassene Unternehmen verfügbar. Dieser Schritt könnte für alle Nutzer die bevorstehende Erweiterung der Funktion bedeuten. Dann könnten normale Nutzer ihren Sinn für Mode und ihre Produktpräferenzen mit allen teilen.

Facebook wird den Influencern zwar keinen Anteil an jedem Verkauf geben, stellt ihnen jedoch Daten zur Verfügung, zu denen sie bisher keinen Zugang hatten, einschließlich der Frage, wie gut Shoppable-Beiträge funktionieren. Das könnte neue Möglichkeiten für Werbeprodukte für Facebook und einfachere Monetarisierungswege für die Influencer oder potenzielle Influencer eröffnen.

Das Shopping bei Instagram wächst weiter

Instagram gibt den Influencern nicht nur die Möglichkeit, Produkte in ihren Beiträgen zu markieren, sondern erleichtert es auch den Nutzern, diese Shoppable-Beiträge zu entdecken. Die Registerkarte Erkunden, auf der die Nutzer etwa 20 % der Zeit in der Instagram-App verbringen, verfügt nun über einen speziellen Bereich für Shoppable-Beiträge. Da die Influencer jetzt den Zugang zu Shoppable-Produktkennzeichnungen erhalten, sollte die Anzahl der Beiträge in diesem Bereich nur noch weiter steigen.

Instagram wird voraussichtlich im Laufe der Zeit kaufbare Produktkennzeichnungen auf mehr Nutzer erweitern. Es könnte erforderlich sein, dass die Nutzer eine bestimmte Anzahl von Followern haben, um Zugang zu dem Feature zu erhalten, um die Anzahl der Shoppable-Beiträge in den Feeds der Nutzer zu begrenzen. Dennoch könnte der Einkauf auf Instagram deutlich wachsen durch die Erweiterung des aktuellen Pilotprojektes, was dem Unternehmen sehr zugutekommt.

Berichten zufolge erwägt Instagram auch eine eigenständige Shopping-App. Wenn die Plattform die Nutzer richtig verwaltet, kann es die Haupt-App von Instagram als Startbasis für eine solche App verwenden. Facebook Messenger erhöhte die Anzahl der Nutzer auf Hunderte von Millionen über Nacht, als das Unternehmen die Nutzer zwang, die App anstelle von Messaging über die Facebook-App zu nutzen. Je nachdem, wie die neue Funktion funktioniert, kann eine Instagram Shopping-App ein ähnliches Ergebnis erzielen.

Das würde mehr Raum in der Instagram-Haupt-App für mehr Beiträge freisetzen, mit denen sie traditionell assoziiert ist, und ein gesünderes Ökosystem aus den Anwendungen und Inhalten schaffen. Facebook muss vermeiden, die Instagram-Nutzer zu entfremden, die nicht am Einkaufen interessiert sind.

Neue Dinge auf die alte Weise monetarisieren

Das Einkaufen bei Instagram öffnet die Tür zu mehr Monetarisierung. Wann immer Geld fließt, gibt es eine Möglichkeit für die Plattform, ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Ein Analyst schätzt das Shopping bei Instagram auf 10 Mrd. US-Dollar.

Mark Zuckerberg sagt jedoch, dass das Unternehmen entweder die meisten seiner Einkaufsprodukte verschenken oder sie zum bestmöglichen Preis anbieten wird. Stattdessen möchte er Werbeprodukte um die Einkaufsfunktionen von Instagram herum entwickeln.

Die Erweiterung der kaufbaren Produktkennzeichnungen für Influencer öffnet Facebook die Möglichkeit, als Zwischenhändler zwischen Marken und Influencern zu agieren. Das Unternehmen liefert den Influencern bereits Daten darüber, wie ihre Beiträge bei der Verwendung von Produktkennzeichnungen in Umsätze umgewandelt werden, sodass die Influencer die Ergebnisse zeigen können, wenn eine Marke das nächste Mal nach Promotion sucht.

Facebook könnte auch die Kunden zu den Influencern bringen oder umgekehrt, und die Kommunikation erleichtern. Das würde die Influencer ermutigen, ihre persönlichen Marken auf Instagram aufzubauen und Shoppable-Beiträge zu erstellen, da Facebook eine einfache Möglichkeit für die Influencer bieten würde, ihre Präsenz zu monetarisieren. Das soziale Netzwerk würde unterdessen Einnahmen generieren, indem es einen Teil der wachsenden Influencer-Wirtschaft für sich einnimmt.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Instagram und Facebook ihre wachsende Anzahl von Einkaufsfunktionen monetarisieren könnten. Wenn sie die Macht in die Hände von Influencern legen, um die Nutzer direkt auf die Produktseiten innerhalb der App zu schicken, wird Instagram praktisch zu einem Showroom für viele Nutzer. Dann wird wahrscheinlich auch mehr eingekauft, wenn das Unternehmen neue Features einführt. Die Investoren müssen sich über die Pläne von Facebook zur Monetarisierung des Verhaltens im Klaren sein.

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Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 02.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

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