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Teslas verstrickte Energiestrategie sorgt für Pessimismus

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Als Tesla (WKN: A1CX3T) SolarCity im Jahr 2016 für 2,6 Milliarden US-Dollar kaufte, sollte durch den Zusammenschluss ein Energiebollwerk gebildet werden, welches die Zukunft erneuerbarer Energien maßgeblich vorantreiben sollte. Menschen könnten Solar-, Energiespeicher und ein Elektrofahrzeug aus einer Hand kaufen und damit eine vollständig integrierte Energielösung erwerben. Das Ziel von einem Leben unabhängig von dem elektrischen Versorgungsnetz schien damit in greifbarer Nähe.

Weniger als drei Jahre nach Abschluss der Übernahme ist Teslas Solargeschäft jedoch nur noch eine Hülle dessen, was es ursprünglich darstellte. Es sieht dazu auch noch so aus, als würde sich das Thema rund um die Solarenergie weiter im Rückwärtsgang befinden, während Tesla all seine Mühen in das Fahrzeuggeschäft steckt und es zu stabilisieren versucht.

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Teslas verstrickte Energiestrategie

Als Elon Musk Ende Februar ankündigte, dass Tesla die meisten seiner Einzelhandelsstandorte schließen würde (ein Vorhaben, das später wieder rückgängig gemacht wurde), war dies ein Schock für alle, die das Autogeschäft beobachteten. Bei der Betrachtung der Energiegeschäftsseite des Unternehmens hätte es jedoch noch schockierender erscheinen müssen.

Musk argumentierte beim Kauf von SolarCity unter anderem damit, dass er den Verkauf der Energieprodukte in die Tesla-Showrooms verlegen könnte. Damit sollten dann Autoverkäufe mit Solar- und Energiespeichern kombiniert werden, um damit das Produkt-Ökosystem und die Einzelhandelsinfrastruktur besser zu nutzen. Die Synergieeffekte sollten helfen den Umsatz zu steigern und die Kosten zu senken. Zu diesem Zweck beendete Tesla den Tür-zu-Tür-Verkauf, der den Großteil des Umsatzes von SolarCity ausmachte, und integrierte seine Solarprodukte in einige Ausstellungsräume.

Die Strategie erwies sich bisher als nicht erfolgreich. Die Umsätze bei Solaranlagen fielen wie ein Felsbrocken, Musk argumentierte jedoch weiterhin, dass die Sonnenenergie letztendlich die Kurve kriegen würde, und dass Ausstellungsräume der Schlüssel für das Wachstum des Geschäfts der Sonnenenergie seien.

Während der vierten Quartalskonferenz 2018 hatte Musk Folgendes gesagt:

Im vierten Quartal haben wir nachgerüstete Solarsysteme in der Größenordnung von 73 MW installiert, eine Abnahme von 21 % in Folge. Wir sind immer noch dabei, unseren Vertriebskanal von ehemaligen Partnern auf unsere Tesla-Filialen umzustellen und unser Verkaufsteam für den Verkauf von Solaranlagen zusammen mit dem Verkauf von Fahrzeugen auszubilden.

Weniger als einen Monat später wurde dieses Argument durch die Ankündigung zur Schließung der Filialen vollständig entkräftet. Denn auch wenn die Schließungen nicht stattfinden werden, so wurde damit dennoch offensichtlich, dass Tesla keine Strategie für den Verkauf von Solarenergie hat und dass die Solarenergie damit nur zu einem Schattenprodukt des Unternehmens geworden ist.

Was in aller Welt macht Tesla überhaupt mit Energie?

Tesla hat das Zeug dazu, eines der innovativsten Unternehmen im Energiebereich zu sein, wenn es dazu einige Anstrengungen unternehmen würde. Es verfügt über eine große Solarfabrik in Buffalo, New York (Berichte geben an, dass diese weitgehend ungenutzt ist) und innovative Produkte wie das Solardach und die Powerwall. Beide Produkte haben auf dem Markt jedoch bisher keinen großen Einfluss nehmen können und es gibt scheinbar ebenfalls keine klare Vertriebs- oder Fertigungsstrategie.

Während Tesla also ums Überleben kämpft, expandieren stärker fokussierte Konkurrenten wie Sunrun (WKN: A14V1T) und SunPower (WKN: A1JNM7) immer mehr. Sie verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit und erhöhen ihre Marktanteile in den USA. Beide haben jetzt eigene Energiespeicherprodukte, die mit Solarsystemen gekoppelt werden können, etwas was eigentlich Tesla mit SolarCity tun wollte.

Tesla war nie wirklich ein Energieunternehmen

So sehr ein Zusammenschluss von Tesla und SolarCity auf den ersten Blick sinnvoll gewesen ist, so hat Tesla sein Energiegeschäft nie wirklich ernst genommen. Wenn es darauf ankam, hatte das Autogeschäft immer Vorrang. Das macht es schwierig, in einer so wettbewerbsintensiven Branche wie die der Solarenergie zu wachsen und Innovationen voranzutreiben.

Letztlich wird Teslas verzwickte Energiestrategie wahrscheinlich das sein, was das Solargeschäft komplett zum Erliegen bringen wird. Der Einzelhandelsverkauf von Solar war noch vor wenigen Monaten die Zukunft, jetzt gibt es weder eine klare Richtung noch eine Spur, wohin die Reise geht. Wie sollen Angestellte oder Kunden von Tesla das Energiegeschäft ernst nehmen, wenn Tesla selbst es nicht ernst zu nehmen scheint?

Das ist eine Frage, die Elon Musk beantworten muss, bevor ich es in Erwägung ziehen würde, Zehntausende von Dollars auszugeben, um Energieprodukte von Tesla in mein Haus zu stellen. Schaut man sich den Abstieg des Solargeschäfts von Tesla an, dann bin ich eindeutig nicht der Einzige mit Vorbehalten in der Sache.

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Travis Hoium besitzt Aktien von SunPower. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. 

Dieser Artikel erschien am 19.03.2019 auf Fool.com, er wurde übersetzt damit unsere Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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