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Die Börse hat das seit 1950 37mal gemacht

Falls du es noch nicht bemerkt hast, die Börse hat seit sehr langer Zeit einen der besten Starts ins neue Jahr. Nach Angaben von Bespoke, mit freundlicher Genehmigung von CNBC, hat der S&P 500 (WKN:A0AET0), das umfassendste Maß für die Börsen- und Wirtschaftsgesundheit in den Vereinigten Staaten, im historischen Durchschnitt einen Zuwachs von 2,2 % im ersten Quartal erzielt. Bis Ende März 2019 verzeichnete der S&P 500 jedoch ein Plus von 13,1 %.

Und das Beste daran ist, dass sich die Dinge auch im April nicht verlangsamt haben. Fast ein Fünftel der S&P-500-Aktien (94 Unternehmen insgesamt) verzeichnete bis zum 23. April einen Kursanstieg von mindestens 30 %.

Noch wichtiger dabei ist jedoch, was sich beim S&P 500 am Dienstag vollzog. Obwohl er sein Allzeithoch von fast 2.941 Punkten nicht überschreiten konnte, verzeichnete er mit 2.933,68 Punkten den höchsten Schlusskurs der Geschichte.

Langfristig im Plus

Wie du dich sicherlich erinnerst, erfuhr der Aktienmarkt im vierten Quartal 2018 die stärkste Korrektur seit der Finanzkrise. Der S&P 500 verzeichnete über einen Zeitraum von 95 Kalendertagen einen Rückgang von 19,8 % von Höchststand zu Tiefststand, nach Daten von Yardeni Research, was die stärkste Baisse seit Anfang 2009, basierend auf Schlusskursen, darstellte. Aber mit seinem Aufstieg zu einem neuen Schlusshoch hat der S&P 500 etwas getan, was seit Anfang 1950 nur 37 Mal passiert ist: Eine Börsenkorrektur wurde damit vollständig aufgehoben.

Börsenkorrekturen selbst sind eigentlich weitaus häufiger, als man denkt. Wenn wir nur die Korrekturen zählen würden, die seit 1950 mindestens 10 % erreichten, sehen wir eine echte Korrektur im Durchschnitt alle 1,89 Jahre. Verständlicherweise folgt der Aktienmarkt nicht dem Durchschnitt, auch wenn manche Analysten den Markt typisieren möchten. Manchmal können Jahre ohne Korrektur vergehen, während wir 2018 zwei in einem relativ kurzen Zeitrahmen gesehen haben.

Und obwohl Korrekturen üblich sind, halten sie meist nicht sehr lange an. Insgesamt haben 23 der letzten 37 Korrekturen ihren Tiefpunkt in 104 oder weniger Kalendertagen gefunden, wobei nur zwei Korrekturen seit 1982 länger als 288 Tage dauerten. Das wiederum bedeutet, dass die Börse seit 1950 den überwiegenden Teil der Zeit damit verbracht hat, sich zu sammeln oder zuzulegen, was für langfristig orientierte Anleger eine gute Nachricht ist.

Die Daten untermauern auch die These, dass selbst in den turbulentesten Zeiten es am klügsten ist, lange am Ball zu bleiben. Nach dem Motto „Get Invested, Stay Invested“: Dem Bericht „Navigating Volatile Markets“ von J. P. Morgan Asset Management zufolge hätte ein Investor des S&P 500, der zwischen dem 1. Januar 1998 und dem 29. Dezember 2017 20 Jahre lang den Index gehalten hat, eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,2 % erzielt.

Allerdings beinhaltet dieser Zeitraum die beiden größten Kursverluste an der Börse seit der Weltwirtschaftskrise (die Dotcom-Blase und die Finanzkrise). Aber wenn du versucht hättest, den Markt zu timen, und dabei die zehn besten Tage verpasst hättest, wurde deine Rendite im Wesentlichen halbiert. Da viele der besten Tage der Börse innerhalb von Tagen oder Wochen nach ihren schlimmsten Tagen stattfinden, ist es das Risiko einfach nicht wert.

Langfristige Anleger haben ein perfektes 37-zu-37 Verhältnis, wenn es darum geht, Korrekturen zu überstehen. Während du vermutlich denkst, dass die Börse sich 2019 zu schnell zu weit nach oben entwickelt hat, solltest du in Betracht ziehen, dass du in möglicherweise in drei Monaten, drei Jahren oder 30 Jahren zurückschauen und dich wundern wirst, warum du nicht gerade jetzt weitergekauft hast, sofern du das Geld dafür hattest.

Psst, du kannst auch noch gute Deals machen, während die Börse auf einem neuen Höhepunkt steht

Wenn du darauf bedacht bist, dir einen Wert wirklich zu schnappen, existiert er auch dann noch, wenn sich die Börse auf einem neuen Hoch befindet.

Beispielsweise handeln Pharmaaktien derzeit mit dem niedrigsten Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis seit mindestens 22 Jahren (also so weit, wie die die verfügbaren Daten von Yardeni Research überhaupt zurückreichen). Unternehmen wie CVS Health (WKN:859034) wurden ausverkauft, als die Konkurrenz stärker wurde, Medicare-Diskussionen aufkamen und die Preisschwäche bei Generika die Pharmamargen beeinträchtigt hat.

Aber CVS Health ist mit der Übernahme des Krankenversicherungsriesen Aetna in die Offensive gegangen und hat damit Dutzende Millionen von Mitglieder an sich gebunden, die das Unternehmen potenziell in seinem Netz halten kann. Der Buyout sollte auch zu erheblichen Kostenersparnissen (750 Mio. US-Dollar jährlich bis zum nächsten Jahr) und einem stärkeren organischen Wachstum führen. Mit nur dem Siebenfachen des Gewinns pro Aktie im nächsten Jahr bietet CVS Health einen hohen Mehrwert.

Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei den Biotech-Aktien nähert sich einem Allzeittief. Biotech-Unternehmen wie Jazz Pharmaceuticals (WKN:A1JS1K), die traditionell für ihren Alles-oder-nichts-Charakter bekannt sind, sind unglaublich preiswert, wenn auch manchmal zu sehr von einem einzigen Medikament abhängig. Bei weniger als dem 8-fachen prognostizierten Ergebnis sollte Jazz, das sich auf Schlafstörungen und Spezialtherapien konzentriert, langsam interessant werden. Der Nettoumsatz des Hauptmedikaments Xyrem stieg 2018 um 18 % auf 1,4 Mrd. US-Dollar, wobei das Medikament gegen akute myeloische Leukämie Vyxeos einen Nettoumsatz von 100 Mio. US-Dollar erzielte und damit seine Produktion im Jahr 2017 verdreifacht hat. Obwohl Generika-Einsteiger immer eine Bedrohung für Hersteller von Spezialarzneimitteln sind, konnte Jazz sein Kernmarkenmedikament schützen.

Der Punkt ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, wie selbst skeptische oder wertorientierte Anleger im Moment an der Börse einsteigen können, selbst bei einem Allzeithoch des S&P 500. Solange du bereit bist, deinen Investitionen eine angemessene Zeitspanne zu geben, um ihre langfristige Wachstumsstrategie umzusetzen, deuten die Daten darauf hin, dass du eine sehr gute Chance hast, Geld zu verdienen.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 25.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt CVS Health.

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