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Sixts kleinerer Wettbewerbsvorteil, den viele Investoren nicht auf dem Schirm haben

Bild: Sixt SE

Die Sixt (WKN: 723132)-Aktie gehört in diesem Börsenjahr definitiv zu den spannenderen Börsengeschichten. Mit einem Kursplus im mittleren zweistelligen Prozentbereich dürften viele Investoren, die hier auf eine Comeback-Story spekulierten, bereits ein gutes Näschen bewiesen haben. Definitiv eine interessante Entwicklung für einen eigentlich noch recht kurzen Zeitraum.

Ein Grund, weshalb die Sixt-Aktie in diesem Jahr bereits so gut performt hat, hängt mit Sicherheit mit der spannenden Wachstums- und Dividendenentwicklung zusammen, die sie noch immer an den Tag legt. Doch es könnte natürlich auch andere interessante Gründe hierfür geben, wie beispielsweise das aggressive Marketing von Sixt.

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Lass uns daher heute mal einen Foolishen Blick darauf werfen, wieso ausgerechnet das Marketing ein kleinerer Wettbewerbsvorteil oder Erfolgsbringer von Sixt sein könnte – und wie sich das auch tagesaktuell geäußert hat.

Der Blick auf ein paar interessante Beispiele

Erst vor wenigen Tagen hat Sixt mal wieder ein interessantes tagesaktuelles Ereignis aufgegriffen und sich so in die mediale Diskussion eingebracht. Mit Sicherheit hast auch du inzwischen bereits mitbekommen, dass ein junger Sozialdemokrat namens Kevin Kühnert gegenwärtig die Nation spaltet, indem er die Enteignung größerer Konzerne wie BMW (WKN: 519000) ins Spiel gebracht hat. Ein Aspekt, aus dem Sixt nun Kapital schlagen konnte.

So titelte der Autovermittler passenderweise mit dem Slogan: „Lieber Kevin, gerne auch gleich alle Autobesitzer enteignen“, wobei gleichzeitig klargestellt wird, dass Sixt mit seinen Mietwagen die Mobilität auch weiterhin sicherstellen würde. Definitiv wieder einmal eine starke Werbung mit einem großen Augenzwinkern – für die Sixt bereits seit vielen Jahren bekannt ist.

So hat Sixt beispielsweise auch in der Vergangenheit häufig mit seiner Werbung polarisiert, indem auf tagesaktuelle Geschehnisse eingegangen wurde. Beispielsweise, indem jemand Prominentes, der Steuern hinterzogen hat, darauf aufmerksam gemacht wurde, dass man schnell mit einem Sixt-Bulli Akten wegschaffen könne. Oder aber indem man den GDL-Gewerkschafts-Chef Weselsky nach den langen Bahnstreiks im November des Jahres 2014 zum Mitarbeiter des Monats kürte.

Auch wenn Sixt mit dieser Werbung möglicherweise so manches Mal über das Ziel hinaus geschossen ist und sich der öffentlichen Kritik stellen musste, könnte diese aggressive Werbung letztlich für das operative Geschäft Gold wert sein.

Sixt bleibt stets im Mittelpunkt

Mit solchen Kampagnen stellt Sixt nämlich unterm Strich sicher, dass eine ganz wesentliche Sache passiert: Über Sixt wird geredet, berichtet und diskutiert, was der Marke natürlich hilft, bekannter und erfolgreicher zu werden.

Auch wenn Sixt, wie gesagt, in der Vergangenheit möglicherweise ein, zwei Mal zu sehr polarisiert hat und mögliche Konsequenzen hinnehmen musste, dürfte das jedoch dem Ziel geholfen haben, die eigene Markenmacht auszubauen und sich in den Köpfen der möglichen Kunden zu etablieren.

Immerhin konnte Sixt innerhalb der vergangenen Jahre und Jahrzehnte allein in Deutschland seinen Marktanteil auf inzwischen über 35 % ausbauen und ist somit hierzulande unangefochtener Marktführer. Möglicherweise hat eben auch jene polarisierende Werbung zu dieser Erfolgsgeschichte zumindest zu einem kleineren Teil beigetragen.

Sixt wächst und wächst – und wird weiter polarisieren

Wie Sixt jedenfalls mit seinen zuletzt verkündeten Zahlen klargestellt hat, scheint die Wachstumsgeschichte noch immer intakt zu sein und weiterhin im Begriff, rasant zu wachsen. Wohl ein weiterer Grund, weshalb die Aktie bislang so gut in das neue Börsenjahr gestartet ist.

Ebenfalls klar dürfte hingegen sein, dass das Marketing-Team von Sixt auch künftige polarisierende Begebenheiten für seine Werbung nutzen wird. Der Wachstumsgeschichte dürfte das angesichts der medialen Aufmerksamkeit keinen Abbruch tun, sondern ihr vielleicht sogar dienlicher sein, als so manchem Investor möglicherweise überhaupt bewusst ist.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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