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Münchener Rück schockt mit Gewinneinbruch – jetzt Reißleine ziehen?!

Foto: Getty Images

Es ist weiterhin Berichtssaison und auch die Münchener Rück (WKN: 843002) hat inzwischen ihre Zahlen für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres 2019 präsentiert. Wie wir mit Blick auf das kleine Minus zu Beginn des frühen Handels am Mittwochmorgen feststellen können, scheinen einige Investoren nicht sonderlich begeistert von diesem Zahlenwerk zu sein.

Doch waren diese Zahlen echt so schlecht oder scheint der Markt hier möglicherweise etwas zu übertreiben? Und sollte man nach der inzwischen gezahlten Dividende vielleicht sogar gänzlich die Reißleine ziehen?

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Zahlen, Daten, Fakten

Wie wir zunächst rein sachlich festhalten können, scheint das erste Quartal zumindest nicht an alte Erfolge anknüpfen zu können. So sank der operative Gewinn um 32 % auf lediglich noch 875 Mio. Euro. Zumindest beim Nettogewinn konnte der Rückversicherungsgigant mit einem Wert von 633 Mio. Euro die Prognose der Analysten sprengen. Doch auch hier beläuft sich das Minus unterm Strich auf rund ein Viertel dessen, was die Münchener Rück noch ein Jahr zuvor präsentieren konnte.

Positiv hervorzuheben ist jedoch auch weiterhin die Entwicklung der Ergo. Mit einem Ergebnis in Höhe von 85 Mio. Euro ist diese Direktversicherungstochter auch weiterhin profitabel. Zudem konnte die Münchener Rück auch bei den Erneuerungen zum 1. April mit einem Preisanstieg von 1,4 % glänzen sowie das Volumen erneut um 10,3 % steigern. Durchaus spannende Zahlen, die unterstreichen dürften, dass der Rückversicherungsdino noch immer seine Marktstellung ausbaut.

Nicht so glücklich war hingegen insgesamt die Ergebnisentwicklung innerhalb der ersten drei Monate dieses Quartals – vor allem im Rückversicherungsgeschäft. So belasteten hier wesentliche Großschadensereignisse, vor allem Taifun Jebi, das Zahlenwerk der Münchener Rück, weshalb der Gewinn an dieser Stelle auch bedeutend niedriger ausgefallen ist.

Zeit, die Reißleine zu ziehen?!

Doch auch wenn dieses Zahlenwerk möglicherweise nicht mehr ganz so stark gewesen ist wie noch im Vorjahr, sollten Investoren bei der Münchener Rück das Folgende bedenken, was ich noch immer nicht müde bin, konsequent zu betonen:

Die Münchener Rück versichert Großschäden. Entsprechend können einzelne Zahlenwerke, mitunter auch mal ganze Geschäftsjahre nicht an die alte Stärke anknüpfen. Je nachdem, wie sich die globale Unwetterlage auch entwickelt hat beziehungsweise welche anderen Schadensereignisse eintreffen, können hier die Zahlen auch mal gänzlich unterschiedlich aussehen. Ein Jahresvergleich macht daher lediglich mit etwas mehr Kontext Sinn.

Positiv sollten alle Investoren ebenfalls im Zusammenhang mit diesen Zahlen jedoch werten, dass das Management der Münchener Rück noch immer an den bisherigen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr festhält. So soll sich beispielswiese das Konzernergebnis im Gesamtjahr auf voraussichtlich 2,5 Mrd. Euro belaufen. Grundsätzlich scheint daher auch dieses etwas schwächere Zahlenwerk nichts an der bisherigen operativen Situation der Münchener Rück verändert zu haben.

Eine Sichtweise, die Sinn macht

Eine Sichtweise, die prinzipiell auch Sinn macht. Denn mit einem Ergebnis in Höhe von 633 Mio. Euro hat die Münchener Rück bereits im ersten Viertel des Jahres rund ein Viertel dieses prognostizierten Ergebnisses erreicht. Oder, anders formuliert: Der Rückversicherungsriese scheint eigentlich auf Kurs zu sein, auch wenn der eine oder andere möglicherweise mit ein bisschen mehr gerechnet hat.

Langfristig scheint der Rückversicherer sowieso weiterhin operativ stabil zu sein, wovon auch die bemerkenswerte und vor Konstanz nur so strotzende Dividendenhistorie zeugt. Eigentlich existiert daher zumindest für den Moment noch kein Grund zum Meckern.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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