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Henkel nach den Quartalszahlen: Das Warten auf nachhaltiges Wachstum belastet die Aktie weiterhin

Man hätte als Aktionär bei seinen Werten im Depot ja immer gerne einen Aufwärtstrend wie aus dem Bilderbuch. Doch leider sieht die Wirklichkeit nicht immer so glänzend aus, wie man es gerne hätte. Auch Topunternehmen kommen manchmal in Bedrängnis und verlassen von Zeit zu Zeit ihren Wachstumspfad. Dies hinterlässt dann meist tiefe Einschnitte im Kursverlauf der betreffenden Aktie.

So ergeht es nun schon seit fast zwei Jahren unserem deutschen Traditionsunternehmen Henkel (WKN:604843). Jetzt wurden die Zahlen zum ersten Quartal 2019 bekannt gegeben. Doch das Zahlenwerk, das da am 07.05.2019 präsentiert wurde, konnte die Investoren nicht wirklich überzeugen. Es ist kaum Wachstum zu erkennen, und daraufhin zeigten die Anleger der Henkel-Aktie die Rote Karte.

Die Zahlen lassen nachhaltiges Wachstum vermissen

Es ist nicht so, dass Henkel im ersten Quartal gar kein Wachstum zu verzeichnen hatte. Man konnte den Umsatz trotz eines zunehmend schwierigen Marktumfeldes leicht steigern. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies einen Anstieg beim Umsatz um 2,8 % auf 4,97 Mrd. Euro. Beim organischen Wachstum gab es allerdings nur einen kleinen Zuwachs von 0,7 %. Hier enttäuschte man die Investoren, denn die Analysten hatten hier mit einer Erhöhung von 1,8 % gerechnet.

Etwas schlechter sah es dann schon bei den anderen Kennzahlen aus. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) fiel mit 795 Mio. Euro 5,6 % niedriger aus als im Vorjahresquartal. Auch die EBIT-Marge lag mit 16 % um 140 Basispunkte niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Und so sank auch das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) um 6,3 % auf 1,34 Euro. Konzernchef Hans Van Bylen bestätigte allerdings, dass die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses sich in der Bandbreite bewegt, die in der Prognose für das Gesamtjahr angekündigt wurde.

Investitionen sollen helfen

Schon zu Beginn des Jahres hatte man ja angekündigt, die Investitionen zu erhöhen. Ab 2019 sollen jährlich 300 Mio. Euro investiert werden, um die digitale Transformation des Unternehmens weiter zu beschleunigen. Weiterhin sollen dadurch auch zusätzliche Wachstumschancen, vor allem in den Konsumgütergeschäften, genutzt werden. Und um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Geschäfte weiter zu stärken, setzt Henkel auch eine weitere Reihe von Maßnahmen um.

Der Konzern könnte durch die Maßnahmen weitere Marktanteile gewinnen und effizienter werden. Und das würde auf jeden Fall helfen, um dem aktuell hohen Konkurrenzdruck standzuhalten. Doch der Ausblick bleibt erst mal verhalten. Henkel erwartet für das aktuelle Geschäftsjahr ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 %. Die Bandbreite der bereinigten EBIT-Marge soll zwischen 16 und 17 % liegen. Beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie geht man davon aus, dass es unter Vorjahresniveau und im mittleren einstelligen Bereich liegen wird.

Die Aktie hat es weiter schwer

Es wird sich zeigen, wie sich die Henkel-Aktie gegenüber den Papieren ihrer direkten Konkurrenten wie Beiersdorf (WKN:520000) oder Unilever (WKN:A0JMZB) in diesem Jahr verhalten wird. Die Situation dürfte schwierig bleiben, vor allem weil die geplanten Investitionen zunächst einmal die Ergebnisse des Unternehmens belasten werden. Und das verschreckt die Investoren im Moment.

Die Henkel-Aktie reagierte auf die Bekanntgabe der Unternehmenszahlen zum ersten Quartal negativ und notiert derzeit mit 86,86 Euro (07.05.2019) nur noch knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 82,86 Euro. Das macht sie für Investoren interessant, die darauf setzen, dass die geplanten Maßnahmen in naher Zukunft Früchte tragen und dem Unternehmen wieder zu nachhaltigem Wachstum verhelfen werden. Denn dann wäre der Weg für die Aktie endlich frei, um aus dem seit Juni 2017 anhaltenden Abwärtstrend auszubrechen und in eine längere Aufwärtsbewegung überzugehen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Unilever.

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