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750 Mio. Gründe, warum Aurora Cannabis immer noch hinter Canopy Growth zurückbleibt

Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) dominiert in diesem Jahr gegenüber Canopy Growth (WKN:A140QA) bei der Aktienperformance. Das Unternehmen ist auf Kurs, Canopy bei der jährlichen Produktionskapazität zu übertreffen. Aurora generiert auch mehr internationale Umsätze als Canopy.

Aber Aurora ist nach wie vor nur der zweitgrößte Anbieter hinter Canopy Growth in Bezug auf die Marktkapitalisierung. Obwohl Aurora seinen Spitzenrivalen in mehrfacher Hinsicht übertrifft, sehen die Investoren Aurora Cannabis nicht so positiv, wie sie es bei Canopy tun.

Unterm Strich bleibt Aurora immer noch hinter Canopy Growth zurück. Letzte Woche lieferte der kanadische Marihuana-Produzent Nr. 2 750 Mio. Gründe dafür, warum das so ist.

Die Verwässerung

Am Dienstag gab Aurora Cannabis bekannt, dass das Unternehmen einen vorläufigen Prospekt für Kanada und eine entsprechende Erklärung zur Registrierung in den USA eingereicht hat, um durch die Ausgabe neuer Wertpapiere bis zu 750 Mio. US-Dollar aufzubringen. Zwar fallen unter die Arten von Wertpapieren, die Aurora emittieren könnte, so unterschiedliche Dinge wie neue Aktien, Schuldverschreibungen und Optionsscheine, aber alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie führen früher oder später zur Verwässerung des Wertes bestehender Aktien.

Michael Singer, Vorstandsvorsitzender von Aurora, erklärte: „Obwohl wir nicht sofort beabsichtigen, Kapital aufzunehmen, haben wir diese Option als umsichtige und langfristige strategische Maßnahme geschaffen, um uns Flexibilität beim Zugang zu Wachstumskapital zu verschaffen, wann immer das erforderlich ist, um unsere globale Expansions- und Partnering-Strategie weiter umzusetzen.“ Mit anderen Worten: Die Verwässerung dürfte in diesem Fall eher später als früher erfolgen. Aber sie wird kommen.

Dieser jüngste Schritt von Aurora liefert den Investoren 750 Mio. Gründe, warum Canopy Growth immer noch in einer anderen Liga spielt. Canopy muss nicht auf die Ausgabe neuer Aktien oder anderer Arten von Wertpapieren zurückgreifen, um Geld zu beschaffen. Das Unternehmen kann seine globale Expansionsstrategie problemlos finanzieren, dank einer Investition von 4 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr durch den großen Getränkehersteller Constellation Brands.

Die Entscheidung von Aurora, einen weiteren Prospekt einzureichen, ist wirklich ein Symptom für ein größeres Problem des Unternehmens. Es ist teuer, in Anbaubetriebe auf der ganzen Welt zu investieren, in Erwartung eines massiven Booms bei legalen Marihuana-Verkäufen. Was die Situation noch verschlimmert, ist, dass Aurora noch nicht profitabel ist, sodass das Unternehmen immer noch Geld verbrennen muss, um auch den laufenden Betrieb zu finanzieren. Verwässerung ist die einzige Lösung, die das Unternehmen zur Verfügung hat, um mit Canopy Schritt zu halten.

Rückstand

Wenn du nicht denkst, dass Verwässerung ein ernstes Problem für Aurora ist, werden vielleicht ein paar Diagramme deine Meinung ändern. Wirf einen Blick darauf, wie Aurora und Canopy im Vergleich zu den Kursgewinnen und Marktkapitalgewinnen der letzten drei Jahre abschneiden.

ACB DATEN VON YCHARTS.

Die beiden Marihuana-Produzenten liegen Kopf an Kopf in Bezug auf die Aktienkursentwicklung. Aber der Marktkapitalisierungsgewinn von Aurora hat sich gegenüber dem Wachstum von Canopy mehr als verdoppelt. Warum eine so große Diskrepanz zwischen den beiden Charts? Verwässerung.

Natürlich ist es möglich – vielleicht sogar wahrscheinlich –, dass Aurora die Kursgewinne ohne die Reihe von Übernahmen nicht erzielt hätte. Bezahlt wurden diese Übernahmen durch die Ausgabe neuer Aktien, die all diese Verwässerungen verursacht haben. Aber das Wichtigste, was man jetzt wissen muss, ist, dass Aurora weiterhin auf die Verwässerung zurückgreifen muss, während Canopy das nicht muss.

Wir konnten bereits die Auswirkungen dieser Kluft hinsichtlich der finanziellen Flexibilität sehen. Canopy Growth gab im Januar bekannt, dass das Unternehmen zwischen 100 und 150 Mio. US-Dollar in den Bau einer großen Hanfproduktionsanlage in den USA investiert. Aurora hat unterdessen keine sichtbaren Schritte unternommen, um in den potenziell lukrativen US-Hanfmarkt einzusteigen. CEO Terry Booth hat nur erklärt, dass das Unternehmen „dann eintreten würde, wenn es richtig ist, in den US-Markt einzutreten“.

Aufholjagd

Aurora Cannabis könnte jedoch nicht dazu bestimmt sein, die ewige Nummer 2 zu bleiben. Das Wichtigste, was dem Unternehmen fehlt, um Canopy einzuholen, ist ein bedeutender Partner – und an dieser Stelle gibt es gute Nachrichten.

Im März schloss sich Aurora mit Nelson Peltz zusammen, dem Gründer und CEO der milliardenschweren Investmentgesellschaft Trian Fund Management. Peltz ist heute strategischer Berater von Aurora. Seine Mission ist es, Partner für Aurora Cannabis unter den großen Unternehmen zu finden, die außerhalb der Cannabis-Industrie tätig sind.

Peltz verfügt über zahlreiche Verbindungen in verschiedenen Branchen, insbesondere in der Konsumgüterindustrie. Mindestens ein Analyst erhöhte sein Kursziel für Aurora wegen des gestiegenen Vertrauens, da das Unternehmen einen wichtigen Partner gewinnen konnte.

Es bleibt abzuwarten, ob Aurora tatsächlich einen oder mehrere große Partner außerhalb der Cannabis-Industrie finden wird. Der Teufel steckt im Detail aller möglichen Geschäfte, die gemacht werden könnten. Aber wenn Aurora Cannabis jemals das klar führende Unternehmen sein will, das Canopy Growth vorausläuft, anstatt ein Nachzügler zu sein, ist ein starker Partner der beste Weg, um das zu erreichen.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 07.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. Keith Speights hält keine der erwähnten Aktien.

The Motley Fool empfiehlt Constellation Brands.

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