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Netflix: Das Rekordquartal in 3 Zahlen

Die Investoren sind es gewohnt, von Netflix (WKN:552484) beeindruckende Wachstumszahlen zu lesen. Schließlich steht der Streaming-Video-Leader an der Spitze des massiven globalen Wandels hin zu On-Demand und internetgestützter Unterhaltung, die das etablierte TV-Ökosystem stört.

Die Fähigkeit, diese wertvolle Führungsposition in den letzten Jahren zu halten, hat zu einem phänomenalen Wachstum für die Aktionäre geführt. Aber das Unternehmen hat immer noch ein Händchen dafür, die Wall Street hinsichtlich der Geschäftsentwicklung zu überraschen. Das vergangene Quartal war da keine Ausnahme.

Werfen wir einen Blick auf einige herausragende Zahlen aus Netflix’ aktuellem Quartalsbericht.

Abonnentengewinne

Netflix prognostizierte bereits im Januar, dass das erste Quartal einen Rekord für das Kundenwachstum aufstellen würde. Dennoch hat das Unternehmen seine eigene Prognose von 9,6 Mio. neuen Mitgliedern überschritten, verglichen mit der Prognose von 8,9 Mio., was einer Beschleunigung von 16 % gegenüber dem Anstieg im Vorjahreszeitraum entspricht.

Das sind in etwa die gleichen globalen Zugänge, die das Unternehmen im gesamten Geschäftsjahr 2012 betreute, dem ersten gesamten Jahr nach der Einführung des Streaming-Dienstes als eigenständiges Angebot neben dem DVD-Versand. Obwohl es noch früh ist, deutet der Anstieg im ersten Quartal darauf hin, dass Netflix eine gute Chance hat, ein sechstes Jahr in Folge mit beschleunigten Zuwächsen zu erreichen, da das Abonnentenwachstum die 29 Mio. übersteigt, die es 2018 verzeichnet hatte. Mittlerweile zählt das Unternehmen rund 150 Mio. zahlende Nutzer weltweit.

Steigerung der Gewinnspanne

Das Unternehmen erwirtschaftete ein Betriebsergebnis von 459 Mio. US-Dollar, was einer operativen Marge von 10 % entspricht. Die Anleger erwarten hier deutliche Zuwächse, da die Marge für das Gesamtjahr auf 13 % des Umsatzes gestiegen ist, verglichen mit 10 % im Vorjahr, 7% im Jahr 2017 und rund 4 % im Jahr 2016.

Durch die Erhöhung oder Senkung der Ausgaben für Inhalte können CEO Reed Hastings und sein Team den Trend der Margenerhöhung in jedem beliebigen Zeitraum kontrollieren. Sie sind jedoch bei einem Anstieg von 3 Prozentpunkten pro Jahr als ungefähre Zielvorgabe gelandet, was die richtige Balance zwischen der Ausrichtung auf Wachstum und der Stärkung der Finanzen von Netflix darstellt. Die nächsten Quartale werden eine weitere Testphase für dieses Gleichgewicht sein, da die Nutzer in den USA auf die jüngste deutliche Preiserhöhung reagieren.

Prognose des Mittelabflusses

Obwohl sich die Gewinnaussichten aufhellen, gehen die Cash-Trends von Netflix in die entgegengesetzte Richtung. Die Führungskräfte sehen nun einen Mittelabfluss von bis zu 3,5 Mrd. US-Dollar gegenüber 3 Mrd. US-Dollar im Vorjahr und 2 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017.
Dieser Cash Drain steht für gute Nachrichten, da Netflix aggressiver Geld für Originalinhalte ausgibt, von denen das Management glaubt, dass sie zu einem höheren Engagement und mehr Mitgliedschaften führen werden. Die jüngste Dokumentation „Our Planet“ ist ein gutes Beispiel dafür. Netflix musste vor vier Jahren viel Geld für das ehrgeizige Programm ausgeben und es ist heute der bisher erfolgreichste Dokumentarfilm-Launch.

Finanzvorstand Spencer Neumann hält an seiner Prognose fest, wonach das Unternehmen 2019 die Trendwende beim Mittelabfluss vollziehen wird, wobei sich die Trends jedes Jahr verbessern. Die Wetten, die Netflix heute eingeht, sind groß, gibt er zu, überstrapazieren das Unternehmen aber nicht zu sehr. „Ich habe viel Zeit als neuer CFO damit verbracht“, sagte Neumann den Investoren bei einer Telefonkonferenz, „mich auf unsere Liquidität zu konzentrieren … und fühle mit diesem Ansatz sehr wohl.“

Netflix kann seine Geschäftsbedürfnisse mehr und mehr intern finanzieren, aber vorerst muss es sich immer noch auf die Kreditmärkte verlassen. Aber das Management ist bestrebt, diese riskante Situation zu beenden und die Kreditaufnahme bei den Anleihegläubigern einzustellen. „Ich denke, die Botschaft an die Schuldner lautet“, sagte Hastings, „dass es besser ist, bald einzusteigen, denn es wird bald nicht mehr viel zu holen geben.“ Jetzt ist es an dem Streaming-Spezialisten zu beweisen, dass er in den nächsten Jahren mit der internen Finanzierung seines Geschäfts beginnen kann.

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Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und am 22.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix.

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