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US-Präsident Trump mit China-Schock: Müssen sich Alibaba-Investoren sorgen?

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US-Präsident Trump hat es nun also erneut getan: Eine weitere Twitter-Salve hat ausgereicht, um die globalen Börsen und Aktienmärkte zu erschüttern. Allein die chinesischen Indizes sind zu Beginn der neuen Woche allesamt zunächst im mittleren einstelligen Prozentbereich eingebrochen, nachdem sie sich seit Anfang des Jahres eigentlich wieder zunehmend erholt hatten.

Viele Investoren dürften daher entsprechend verunsichert sein, was diese neuerlichen Wendungen denn nun bedeuten. Möglicherweise auch die des bekannten chinesischen E-Commerce-Akteurs Alibaba (WKN: A117ME).

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Lass uns daher im Folgenden mal einen Foolishen Blick auf die aktuelle Twitter-Salve des US-Präsidenten werfen und überlegen, was das möglicherweise für den chinesischen Konzern bedeuten könnte.

Ein Blick auf das Strafmaß

Wie der US-Präsident nun verkündete, plane er, die Strafzölle im Kontext des noch immer schwelenden Handelskonfliktes mit dem Reich der Mitte weiter auszudehnen. Konkret beabsichtigt sei nun, die Zölle auf Wareneinfuhren aus dem Reich der Mitte – wozu natürlich auch prinzipiell Alibaba zählen könnte – nahezu zu verdoppeln, was durchaus ein beachtlicher Schritt sein dürfte.

Letztlich soll hierbei der Steuersatz, der gegenwärtig auf Waren aus China im Wert von bis zu 200 Mrd. US-Dollar verhängt wird, von bislang 10 auf 25 % gesteigert werden, wobei auch das letztlich bloß ein kleinerer Vorgeschmack sein könnte.

Bislang unbesteuert blieben gegenwärtig nämlich noch immer Waren mit einem Volumen von rund 325 Mrd. US-Dollar. Ein Aspekt, der sich jedoch ebenfalls kurzfristig ändern könnte. Es scheint daher, als wolle der umstrittene US-Präsident mit diesen Ankündigungen noch einmal den Druck auf seinen Kontrahenten im Handelskonflikt erheblich erhöhen.

Was bedeutet das für Alibaba

Fragt sich nun, was das eigentlich für den chinesischen E-Commerce-Akteur Alibaba bedeuten könnte. Und auf den ersten Blick scheinen die Auswirkungen dieses Handelskonflikts eher nebensächlich zu sein.

Wie ein Blick auf die aktuellen Geschäftszahlen von Alibaba nämlich offenbart, generiert der Onlinehändler noch immer den wesentlichen Teil seiner Umsätze in seinen heimischen Gefilden. Sprich, China und insgesamt der asiatische Markt sind noch immer maßgeblich für die Entwicklung von Alibaba – und verzeichnen zudem auch weiterhin rasante Wachstumsraten im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

Eine Entwicklung, die übrigens noch lange nicht anhalten muss. So gehen derzeitige Prognosen beispielsweise davon aus, dass sich bis zum Jahr 2021 das Gesamtvolumen dieses Bereichs im Reich der Mitte auf 2,6 Billionen US-Dollar belaufen könnte. Nach „lediglich“ 1,13 Billionen US-Dollar im Jahr 2017, wohlgemerkt. Diese Zahlen dürften wohl recht deutlich unterstreichen, dass Alibaba daher selbst im heimischen Markt mittelfristig noch rasant weiterwachsen könnte und die derzeitige steuerliche Entwicklung eigentlich nicht zu fürchten braucht.

Wie gesagt, eigentlich. Denn ebenfalls eigentlich hat Alibaba nun inzwischen auch geplant, in anderen Märkten als dem heimischen Fuß zu fassen. So wurde erst kürzlich beispielsweise verkündet, dass man mit zusammen mit Office Depot zunächst auf vier Monate befristet einen ersten Zeh in den US-Markt eintauchen wolle, um sich mit den dortigen Begebenheiten etwas vertrauter zu machen. Eine Entwicklung, die von einer Eskalation des Handelskonfliktes natürlich durchaus belastet werden könnte.

Kaum kurze Auswirkungen, aber Expansionsbremse

Wie wir daher letztlich sehen können, scheint zumindest für den Moment noch die gute Nachricht zu sein, dass solche Zollkapriolen zumindest auf Alibaba kaum Auswirkungen haben dürften. Der E-Commerce-Akteur ist nach wie vor maßgeblich im heimischen Markt aktiv – und dort wird sich vermutlich auch in den kommenden Jahren der Erfolg oder Misserfolg dieser spannenden Wachstumsgeschichte abspielen. Auch wenn die Aktie dennoch unter den aktuellen Meldungen leiden könnte.

Langfristig könnten derartige Handelskonflikte jedoch die Expansionspläne von Alibaba vor allem im US-Markt deutlich erschweren. Daher sollten Investoren von Alibaba die weitere Entwicklung durchaus zumindest ein wenig verfolgen.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Twitter.

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