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5 Dinge, die man vor einem Kauf von Tilray wissen sollte

Bislang erweist sich 2019 als ein sehr gutes Jahr für viele Marihuana-Aktien. Aber nicht für alle. Tilray (WKN:A2JQSC) zum Beispiel schneidet viel schlechter ab als die meisten seiner Konkurrenten, wobei der Aktienkurs im bisherigen Jahresverlauf um fast 16 % nachgab.

Tilray war jedoch die leistungsstärkste kanadische Marihuana-Aktie des Jahres 2018. Das Unternehmen hat enorme Wachstumschancen für die Zukunft. Wenn du aber Tilray kaufen möchtest, solange der Kurs noch unten ist, sind hier fünf Dinge, die du vorher wissen solltest.

1. Tolle Partner

Ein Bereich, in dem Tilray seine Konkurrenten wohl übertroffen hat, ist der Aufbau mehrerer Partnerschaften mit großen Unternehmen außerhalb der Cannabis-Industrie. Zugegeben, Canopy Growth und die Cronos Group haben ebenfalls Deals abgeschlossen, die erhebliche Investitionen der Partner erforderten. Tilray hat sich jedoch mit mehreren großen globalen Unternehmen zusammengeschlossen.

Tilrays erster großer Deal war die Zusammenarbeit mit der Novartis-Tochtergesellschaft Sandoz. Die Beziehung beschränkte sich zunächst auf die Entwicklung und Vermarktung medizinischer Cannabis-Produkte in Kanada. Tilray und Novartis erweiterten jedoch später den Umfang der Partnerschaft auf eine globale Ebene.

Im Dezember kündigte Tilray eine Partnerschaft mit dem großen Bierhersteller Anheuser-Busch InBev an, um mit Cannabis angereicherte alkoholfreie Getränke für eine mögliche Einführung auf dem kanadischen Markt zu erforschen, sobald Cannabis-Nahrungsmittel erlaubt sind. Das Unternehmen hofft, dass diese Beziehung in Zukunft zu einer Zusammenarbeit außerhalb Kanadas führt.

Anfang des Jahres haben sich Tilray und die Authentic Brands Group (ABG) zusammengeschlossen, um Konsumgüter mit Cannabis in der ganzen Welt zu vermarkten und zu vertreiben. Das Produktportfolio von ABG umfasst mehr als 50 Beauty-, Lifestyle- und Wellness-Marken.

2. Solide internationale medizinische Cannabis-Operationen

Obwohl Tilray definitiv in der Lage sein sollte, den Umsatz in Kanada deutlich zu steigern, sind die Chancen auf den globalen medizinischen Cannabis-Märkten noch größer. Die gute Nachricht ist, dass Tilray bereits über solide internationale medizinische Cannabis-Operationen verfügt.

Tilrays medizinische Cannabis-Produkte sind derzeit in zwölf Ländern erhältlich. Das Unternehmen war das erste, das die Genehmigung zum Verkauf von Cannabis-Blüten und Cannabis-Ölen in Deutschland, dem größten internationalen medizinischen Cannabis-Markt außerhalb Nordamerikas, erhalten hat. Tilray war auch das erste Unternehmen, das legale medizinische Cannabis-Produkte aus Nordamerika auf vier Kontinente exportierte.

Die portugiesische Niederlassung bietet dem Unternehmen eine Plattform für den Vertrieb von medizinischem Cannabis in ganz Europa. Die Partnerschaft von Tilray mit Novartis sollte auch dazu beitragen, solide Beziehungen zu Ärzten und Apothekern auf der ganzen Welt aufzubauen.

3. Führungsposition auf dem US-Hanfmarkt

Ein internationaler Marihuana-Markt, auf dem Tilray derzeit nicht konkurrenzfähig ist, sind die USA. Tilray kann seine Notierung an der Nasdaq-Börse nicht beibehalten und keine US-Marihuana-Aktivitäten aufbauen, solange Marihuana auf Bundesebene illegal bleibt. Aber bei Hanf ist das eine andere Geschichte, da Hanf im Dezember 2018 in den USA legal wurde.

Tilray hat sich durch die Übernahme von Manitoba Harvest im Februar schnell zu einem führenden Unternehmen auf dem US-Hanfmarkt entwickelt. Manitoba Harvest gilt als der größte Hanfkosthersteller der Welt. Die Produkte werden in mehr als 16.000 Geschäften in Nordamerika verkauft, davon rund 13.000 in den USA.

Darüber hinaus werden Tilray und ABG Konsumgüter, die Hanf-basiertes Cannabidiol (CBD) enthalten, in den USA vermarkten. Die Manitoba Harvest-Aktivitäten von Tilray bieten dem Unternehmen eine starke Lieferkette für CBD, das in den Produkten von ABG verwendet werden kann.

4. Relativ geringe Kapazität – aber schnell expandierend

Ein großer Minuspunkt bei Tilray ist, dass seine Produktionskapazität deutlich geringer ist als die anderer kanadischer Marihuana-Produzenten der Spitzenklasse. Das Unternehmen ist derzeit viel mehr als gewünscht auf Drittanbieter angewiesen, um Cannabis-Produkte herzustellen. Diese Abhängigkeit trug dazu bei, dass die Bruttomarge von Tilray im vierten Quartal 2018 zurückging.

Tilray unternimmt jedoch Schritte, um seine Produktionskapazität zu erweitern. CEO Brendan Kennedy erklärte in der Telefonkonferenz zum vierten Quartal, dass die Erhöhung der Kapazität oberste Priorität hat. Tilray geht davon aus, bis Ende dieses Jahres rund 90.000 kg Cannabis produzieren zu können, ohne die Auswirkungen der Übernahme von Natura Naturals Anfang dieses Jahres.

5. Hohe Bewertung

Eine weitere Sache, die Anleger vor dem Kauf von Tilray berücksichtigen sollten, ist die Bewertung. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 5,8 Mrd. US-Dollar und einem Umsatz von nur 43,1 Mio. US-Dollar im Jahr 2018 steckt eine ganze Reihe von Wachstumserwartungen im Aktienkurs.

Tilray hat sicherlich viele Möglichkeiten für Wachstum. Es wird erwartet, dass der kanadische Marihuana-Markt für Erwachsene in den nächsten Jahren auf rund 5 Mrd. US-Dollar wachsen wird. Die europäischen Märkte für medizinisches Cannabis und CBD könnten sich bis 2023 auf 10 Mrd. US-Dollar belaufen. Der US-Hanf-CBD-Markt könnte bis 2022 bis zu 22 Mrd. US-Dollar umfassen, so eine Prognose der Brightfield Group.

Beachte jedoch, dass es sich bei diesen Zahlen nur um Schätzungen handelt. Sie könnten auch falsch sein – und es gibt keine Garantie dafür, dass Tilray in der Lage sein wird, genügend Marktanteile zu gewinnen, um seine aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, selbst wenn sich die Schätzungen als richtig erweisen.

Das Fazit ist, dass Tilray viel zu bieten hat, aber man als Investor hier auch viel Unsicherheit aushalten muss.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 07.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. Keith Speights hält keine der erwähnten Aktien.

The Motley Fool empfiehlt Anheuser-Busch InBev und Nasdaq.

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