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Auxly Cannabis: Ganzjahresverlust steigt, während man darauf wartet, dass die Partnerproduktion online geht

Die Marihuana-Industrie blüht vor unseren Augen auf und die Investoren sind darauf aufmerksam geworden. Laut der Investmentbank Cowen Group, dem wohl größten Cannabis-Befürworter  der Wall Street, könnte die Cannabis-Industrie bis 2030 einen Jahresumsatz von 75 Mrd. US-Dollar erreichen, was sie auf Augenhöhe mit dem globalen Erfrischungsgetränkeverkauf bringen würde, wenn nicht sogar vor diese Branche rücken ließe. Das macht Marihuana zu einer Branche, die von den Investoren sehr genau beobachtet wird.

Eine Pot-Aktie, die die volle und ungeteilte Aufmerksamkeit hat, ist die Auxly Cannabis Group (WKN:A2DRE4), die ihre Betriebsergebnisse zum vierten Quartal und das Gesamtjahr vor der Eröffnungsglocke am Freitag, den 29. März, gemeldet hat. Obwohl sich der Verlust für 2018 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht hat, gefiel an Auxly das Erreichen eines hohen Umsatzes und die weitere Diversifizierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens durch Übernahmen und Streaming-Deals.

Die Ergebnisse der Auxly Cannabis Group für das Gesamtjahr: Die nackten Zahlen

Kennzahl Gesamtjahr 2018 Gesamtjahr 2017
Umsatz 747,000 CAD 0 CAD
Nettoverlust ( 67 Mio. USD) (18,2 Mio. CAD)
Ergebnis je Aktie (0,14 CAD) (0,11 CAD)

DATENQUELLE: AUXLY CANNABIS GROUP.

Wie man den obigen Daten für das Gesamtjahr entnehmen kann, verzeichnete Auxly für 2018 nur einen Gesamtumsatz von 747.000 kanadischen Dollar, der ausschließlich aus Forschungsaufträgen stammt, die aus Sicht der Umsatzrealisierung eher wenig ergiebig sind. So hat Auxly beispielsweise im dritten Quartal 512.000 CAD an Forschungumsätzen erzielt, im vierten Quartal jedoch nur 235.000 CAD. Die Umsatzrealisierung wird voraussichtlich 2019 zunehmen, da die Streaming-Partner und die hundertprozentigen Anbaubetriebe die Produktion aufnehmen.

Der Betriebsaufwand ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Die gesamten wiederkehrenden betrieblichen Aufwendungen wie Löhne und Gehälter, Büro- und Verwaltungskosten sowie Geschäftsentwicklung haben sich mit 28 Mio. CAD im Jahr 2018 von 14,6 Mio. CAD im Jahr 2017 nahezu verdoppelt. Inklusive einmaliger Kosten wie aktienbasierter Aufwendungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte stieg der Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr von 18,2 Mio. auf 67 Mio. CAD.

Was ist in diesem Quartal mit Auxly Cannabis passiert?

Auch wenn es vorwiegend ein Streaming-Unternehmen ist, nutzte Auxly einen Großteil des vierten Quartals und die Monate nach Quartalsende, um seine verschiedenen Aktivitäten auf die Reihe zu bekommen und sich auf einen stetigen Anstieg des Cannabis-Anbaus und der Derivatproduktion vorzubereiten – das heißt, die Produktion von Alternativen wie Ölen und andere Konsumoptionen neben Trockenblumen.

Die wohl größte Einzelentwicklung war die Ankündigung im November und der Abschluss des Erwerbs von 80 % der Anteile an Inverell S.A. in Uruguay durch Auxly am 9. Januar. Die Transaktion, die sich auf insgesamt 15 Mio. US-Dollar in bar und an Aktien belief, verschafft Auxly Zugang zu den Hanfkulturen von Inverell, die sich über mehr als  600.000 m² erstrecken.

Hanf ist üblicherweise reich an Cannabidiol (CBD), dem nicht psychoaktiven Cannabinoid, das am besten für seine wahrgenommenen medizinischen Vorteile bekannt ist, während er nur geringe Mengen an Tetrahydrocannabinol (THC) enthält, also von dem Cannabinoid, das einen high macht. Inverell wird im Wesentlichen zu einer wichtigen Lieferanten, den Auxly in Verbindung mit der Partnerschaft mit ICC International Cannabis Corp. nutzen kann, um Zugang zu 35.000 Apotheken in 16 Märkten zu erhalten.

Was das Management zu sagen hatte

Wie zu erwarten, ist CEO Chuck Rifici trotz des zunehmenden Verlusts nach wie vor zufrieden mit den Fortschritten, die Auxly bei der Positionierung als führendes Unternehmen in den Bereichen Anbau, Wertschöpfung und sogar nachgelagerte Bereiche der Cannabis-Lieferkette erzielt hat. Hier erfährst du, was Rifici zu sagen hatte:

„2018 war ein wichtiges Jahr für uns, denn wir sind unserem Ziel, ein vertikal integriertes Cannabis-Unternehmen zu werden, ein gutes Stück näher gekommen. Wir waren erfolgreich beim Aufbau einer vielfältigen und soliden Anbaupipeline, haben Fortschritte bei der Wertschöpfung durch die Forschung und Entwicklung derivativer Cannabis-Produkte durch Dosecann gemacht und unsere Vertriebskanäle für die Markteinführung von Cannabis-Produkten ausgebaut. Wir haben unser Portfolio um wichtige strategische Vermögenswerte und Partnerschaften erweitert, verfügen über mehr als 200 Mio. CAD in liquiden Mitteln und sind gut positioniert, um unsere Ziele für dieses Jahr zu erreichen.“

Ein Blick in die Zukunft

Also, was liegt jetzt an für die Auxly Cannabis Group?

Wie bereits erwähnt, wird das Unternehmen 2019 erstmals in Rohhanf einsteigen und entsprechende Produkte verkaufen. Aber es wird sich auch darauf konzentrieren, das Potenzial seiner derivativen Produkte zu maximieren, die üblicherweise saftigere Margen aufweisen als getrocknete Cannabis-Blüten. Das bedeutet, dass Auxly seine Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungsanstrengungen im Dosecann-Werk in Prince Edward Island vollständig abschließen wird.

Das Unternehmen wird sich auch auf den Abschluss des Baus aller hundertprozentigen Anbauflächen konzentrieren und mit dem Joint-Venture-Partner Sunens Farms zusammenarbeiten, um den Gewächshausbau in diesem Jahr abzuschließen. Bei vollem Betrieb sollte das Gewächshaus von Sunens in der Lage sein, bei Spitzenproduktion mehr als 100.000 kg pro Jahr abzuwerfen.

Schließlich wird Auxly versuchen, seine internationale Präsenz auszubauen, insbesondere im Hinblick auf den Verkauf von CBD-Produkten.

Auxlys Umsatz mag jetzt noch nicht besonders spektakulär aussehen, aber das Geschäft wird sich sicherlich massiv verbessern.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 29.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt die Auxly Cannabis Group.

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