The Motley Fool

Amazon erwägt dritten Musikdienst, um Spotify aus dem Markt zu drängen

Der E-Commerce-Riese Amazon.com (WKN:906866) verfügt derzeit über zwei verschiedene Musik-Streaming-Dienste, Prime Music und Music Unlimited. Prime Music verfügt über einen ziemlich limitierten Katalog von nur 2 Mio. Songs und ist als kostenloser Vorteil bei Prime enthalten, wofür die Kunden 119 US-Dollar pro Jahr bezahlen, während Music Unlimited ein kostenpflichtiger Service ist, der 8 US-Dollar pro Monat kostet und den Zugang zu 50 Mio. Songs beinhaltet, was den Dienst vergleichbar macht mit Apple Music oder Spotify (WKN:A2JEGN) Premium. Amazon hat zuvor vage gesagt, dass es „Dutzende von Millionen“ von Musikabonnenten hat, aber das schließt auch Prime-Mitglieder ein.

Berichten zufolge arbeitet Amazon an einem dritten Musik-Streaming-Dienst.

Die Beseitigung von Spotify

Billboard meldet, dass das seriell disruptive Unternehmen einen kostenlosen, werbegestützten Musik-Streaming-Dienst entwickelt. Der Service wäre natürlich über Amazons beliebte Linie von Echo Smart Speakers verfügbar, wobei der Katalog laut Bericht relativ begrenzt wäre. Amazon soll Lizenzverträge mit Plattenfirmen aushandeln und würde pro Stream bezahlen, unabhängig davon, wie viel Werbung Amazon verkauft hat, um den Service zu monetarisieren.

Der Schritt stellt eine potenzielle Bedrohung für den Konkurrenten Spotify dar, der am Ende des vierten Quartals 116 Mio. werbegestützte monatlich aktive Nutzer (MAUs) hatte. Das werbefinanzierte Segment von Spotify ist nicht sehr profitabel, sondern dient als strategisch wichtige Quelle für Premiumkunden. Das Unternehmen hat geschätzt, dass 60 % der Neukunden zuvor den kostenlosen Dienst nutzten.

„Zur Erinnerung: Werbegestützte Bruttomargen sind in unseren fünf wichtigsten Märkten relativ stark und in unseren 73 anderen Märkten, einschließlich der neuen Märkte, relativ schwach“, schrieb Spotify im Aktionärsbrief zum vierten Quartal. „Da diese Märkte wachsen, glauben wir, dass auch die Margen steigen sollten.“

Sobald Spotify in der Lage ist, Nutzer des kostenlosen Dienstes in Premium-Abonnenten umzuwandeln, dauert es in der Regel etwa zwölf Monate, bis das Unternehmen die Gewinnschwelle erreicht hat, sagte CFO Barry McCarthy im vergangenen Jahr. Das kostenlose Angebot ermöglicht es dem schwedischen Unternehmen auch, seine Präsenz und seinen Marktanteil in Regionen wie den Schwellenländern auszubauen, wo die Verbraucher möglicherweise nicht bereit oder nicht in der Lage sind, monatliche Abonnementgebühren zu zahlen.

Eine naheliegende Ergänzung zum werbefinanzierten Portfolio

Da Amazon sein Werbegeschäft ausbaut, hat es auch seinen Mix an werbegestützten Dienstleistungen erweitert. Die IMDb-Tochtergesellschaft hat Freedive Anfang des Jahres auf den Markt gebracht, das für IMDb- und Fire-TV-Geräte kostenlos erhältlich ist. Werbung ist auch eine der wichtigsten Möglichkeiten, wie Amazon Twitch monetarisiert, die dominante Live-Streaming-Plattform, die das Unternehmen 2014 erworben hat.

Alle paar Jahre tauchen Gerüchte auf, dass Amazon erwägt, auch Prime Video, seiner wichtigsten Video-Streaming-Plattform, Werbung hinzuzufügen, obwohl das Unternehmen solche Spekulationen bei zahlreichen Gelegenheiten zurückgewiesen hat. „Wir haben keine Pläne, zu diesem Zeitpunkt ein kostenloses, werbefinanziertes Prime-Video-Angebot auf den Markt zu bringen“, sagte Investor-Relations-Direktor Dave Fildes im Oktober.

Ein werbefinanzierter Musik-Streaming-Dienst ist für Amazon kein Problem, da das Unternehmen eine dominante Position im Smart-Speaker-Markt einnimmt. Spotify sollte besser aufpassen.

Kanadas Antwort auf Amazon.com!

… und warum es vielleicht unsere zweite Chance ist, ein echtes E-Commerce-Vermögen aufzubauen. Das smarte Geld investiert bereits in eine Firma aus Ontario, die noch deutlich unter dem Radar der Masse fliegt: 3 der cleversten (und erfolgreichsten!) Investoren, die wir kennen, sagen: Diese besonderen Aktien jetzt zu kaufen ist so wie eine Zeitreise zurück ins Jahr 1997, um in Amazon-Aktien einzusteigen — bevor diese um 47.000 % explodiert sind und ganz normale Anleger reicher gemacht haben als in ihren kühnsten Träumen. Fordere den Spezialreport mit allen Details hier ab.

John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 15.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon und Apple und empfiehlt diese. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

2.000 % mit Wirecard verpasst... Ist das deine 2. Chance?

Ein wenig bekanntes Unternehmen definiert das Thema Payment-Abwicklung neu. Folge: +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und 52 % Marge vor Steuern und Abschreibungen. Die voll integrierte Plattform für E-Commerce, Mobile-Commerce und stationären Handel erreicht bereits über 3 Milliarden Menschen, macht Zahlungen betrugssicherer als je zuvor und zeigt die beste Performance im Wettbewerb. Ein neuer Technologie-Gigant von morgen?

The Motley Fool hat jetzt einen kostenlosen Sonderbericht zusammengestellt, der die wichtigsten Informationen zu diesem Unternehmen liefert. Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.