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Apples Streaming-Strategie sieht der von Amazon sehr ähnlich

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Am 25. März präsentierte Apple (WKN:865985) schließlich seinen lang erwarteten Streaming-Service.

Es gibt noch viele Dinge, die wir nicht wissen – einschließlich der Kosten für den Service. Apples Streaming-Strategie sieht der von Amazon (WKN:906866) allerdings sehr ähnlich.

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Wie der E-Commerce-Gigant setzt Apple auf eine Kombination aus zwei Strategien: einen eigenen Abo-Video-on-Demand (SVOD) Streaming-Service und eine „Steuer“ auf andere Dienste, die seine Plattformen und seine Hardware nutzen. Wird das auch so funktionieren?

Apples neuer Streaming-Service

Apple ist seit einiger Zeit eine Plattform und Abonnement-Hub. Streitigkeiten um die so genannte „Apple-Steuer“ gibt es bereits, auch auf europäischer Ebene. Neu ist jedoch der Apple TV+ SVOD Streaming Service, über den schon seit einiger Zeit geredet und gemeldet wird.

Apples SVOD-Meldung war untypisch detailarm. Apple ist dafür bekannt, Produkte und Dienstleistungen anzukündigen und sie dann sofort auf den Markt zu bringen. Dieses Mal gab es Schauspieler, die das Publikum baten, sich Sendungen vorzustellen, die noch nicht fertig waren. Dennoch wissen wir, dass Apples neuer Dienst ein dem Dienst von Netflix (WKN:552484) ähnlich ist. Apple TV+ wird originale Inhalte bieten wie Netflix und die anderen Konkurrenten, einschließlich Amazon Prime Video.

Apple, Amazon und das Plattform-plus-SVOD-Modell

Apples neuer Streaming-Service wird keine eigene App haben. Apple Fans können ihre Apple TV-Geräte hochfahren, die Apple TV-App öffnen und sich Inhalte von Apple TV+ ansehen. Schließlich wird Apple eine App anbieten, die Apples eigene SVOD-Inhalte mit anderen Apps vermischt, die von Anbietern wie Showtime angeboten werden.

Mit anderen Worten, die Strategie von Apple umfasst sowohl das Direct-to-Consumer-Streaming als auch verschiedene Formen seiner berühmten „Apple Tax“. Apple ist in der Lage, das zu tun, weil seine Hardware und Plattformen so beliebt sind.

Amazon wird sich im gleichen Markt positionieren. Amazon hat auch einen SVOD-Dienst, und er verdient auch Geld, indem er als Drehscheibe für andere Dienste dient. Amazon bietet sogar Add-On-Abonnements unter dem Namen Amazon Channels, so dass der eigene SVOD-Inhalt und die Add-Ons über die gleiche Nutzeroberfläche verfügbar sind. Die Apple TV App wird bald genauso funktionieren.

Im Moment ist Setup besser als das von Apple. Zudem hat Amazon bereits sein Streaming-Publikum. Das Amazon Prime Video-Publikum wuchs , indem es seinen SVOD-Streaming-Service in seinen beliebten Prime-Abonnement-Service einbrachte, der auch andere Vergünstigungen beinhaltet, wie z. B. den kostenlosen zweitägigen Versand für viele der im Amazon-Shop zum Verkauf stehenden Artikel. Im Gegensatz zu Amazon beginnt Apple mehr oder weniger bei null – wenn auch mit einem enormen Budget von angeblich 1 Mrd. US-Dollar. Amazon hat einen großen Vorsprung, der es ermöglicht hat, wichtige Auszeichnungen für seine ursprünglichen Streaming-Inhalte zu gewinnen, darunter Oscars.

Darüber hinaus fügen sich die Plattformen, die Amazon verwaltet, natürlicher in den Streaming-Bereich ein. Apples berüchtigte Apple-Steuer hängt stark von seinem Marktanteil auf dem Mobilfunkmarkt ab. Bei Geräten, die das Streaming auf Fernsehbildschirmen ermöglichen, ist die Fire-TV-Plattform von Amazon jedoch viel leistungsfähiger. Roku ist führend in Bezug auf den Marktanteil, während Apple im Rückstand ist. Eine Analyse aus dem Jahr 2018 ergab einen Marktanteil von Amazon bei Streaming-Boxen von 28 % gegenüber 15 % bei Apple.

Wie gut wird das für Apple funktionieren?

Apples Plattformsteuern und das Abonnement-Hub-Modell funktionieren immer noch gut, aber es ist verständlich, dass das Unternehmen einen eigenen SVOD-Dienst haben möchte, um mit Amazon und Netflix zu konkurrieren, zumal diese Unternehmen bestrebt sind, Apple die Sache schwer zu machen. Das Hub-Modell ist gut, weniger klar ist, wie gut Apple mit diesem neuen Streaming-Service abschneiden wird.

Das Unternehmen hat nicht gesagt, wie viel sein Streaming-Service kosten wird. Schwer einzuschätzen ist, wie Streaming-Kunden möglicherweise alle neuen „Netflix-Killer“ unterstützen werden, die in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die frühzeitige Ankündigung von Apple, könnte ein Zeichen für den Druck sein, den das Unternehmen verspürt, wenn die Einführung von Disney+ und anderen wichtigen Wettbewerbern bevorsteht.

Der SVOD-Service von Apple hilft, eine Lücke im Angebot zu schließen, aber es könnte schwer werden, etabliertere Konkurrenten (und Neueinsteiger mit etablierten Inhalten wie Disney+) mit brandneuen Shows zu überbieten, von denen Apple noch nicht viel  hat. In der Zwischenzeit versucht Apple, ein Amazon-ähnliches Abonnement-Hub-plus-SVOD-Angebot zu schaffen, allerdings ohne die starke Präsenz von Amazon auf dem Streaming-Gerätemarkt zu haben. Die Strategie hat sich bewährt, aber die Bemühungen von Apple, sie umzusetzen, werden auf viele Hindernisse stoßen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Stephen Lovely auf Englisch verfasst und am 11.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney und empfiehlt diese. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Roku.

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