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3 Gründe, die für die Tesla-Aktie und gegen BMW, Daimler und Volkswagen sprechen

Lange Zeit zählte der amerikanische Elektroautobauer Tesla (WKN: A1CX3T) zu den kurzfristigen Modeerscheinung und es hieß, das Unternehmen werde unter dem Druck der Konkurrenz und seines kapitalintensiven Geschäfts bald zusammenbrechen. Doch es zeigt sich mehr und mehr: Tesla ist gekommen, um zu bleiben.

Zwar kämpft das Unternehmen noch mit einigen Problemen, zudem scheint mir die öffentliche Kommunikation teilweise etwas stümperhaft. Doch die langfristig entscheidenden Faktoren sprechen eindeutig für Tesla – und damit auch für die Tesla-Aktie.

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Welche Faktoren das sind? Hier stelle ich dir drei Gründe vor, die die Tesla-Aktie aus meiner Sicht interessanter machen als die Aktien der deutschen Autohersteller BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000) und Volkswagen (WKN: 766403).

1. Positionierung auf der „richtigen“ Seite

Fans des Verbrennungsmotors mögen mir an dieser Stelle widersprechen – doch aus meiner Sicht ist Tesla mit seiner Herausforderer-Rolle in der eindeutig besseren Position. Tesla muss sich nicht darum kümmern, ein traditionelles Geschäft zu schützen, das in den nächsten Jahrzehnten Schritt für Schritt wegschmelzen wird, und kann sich somit voll und ganz auf die Entwicklung besserer Elektroautos konzentrieren.

Dieser Gedanke kommt übrigens nicht nur von mir – sogar VW-Boss Herbert Diess ist da gleicher Meinung, wie er der Financial Times offenbarte.

Zudem schneiden Elektroautos ökologisch gesehen besser ab als Verbrenner, was Elektroautobauern wie Tesla die Unterstützung der Politik auf Jahre hinaus sichern sollte. Umgekehrt sehen sich BMW, Daimler und VW zunehmendem Gegenwind vor allem aus Brüssel ausgesetzt. Auch die Mehrheit der Bevölkerung dürfte auf lange Sicht eine ähnliche Position einnehmen.

Die drei laut Deloitte meistgenannten Gründe gegen Elektroautos (mangelnde Reichweite, höherer Preis und lückenhafte Ladeinfrastruktur) dürften aufgrund technologischer Fortschritte und Skaleneffekten mit der Zeit immer weniger valide werden – oder sind es teilweise heute schon nicht mehr.

2. Technologische Vorsprünge

Aber warum sollte Tesla als Sieger aus dieser Entwicklung hervorgehen? Es scheint so, als hätte sich Tesla einige riesige technologische Vorsprünge aufgebaut – zwei möchte ich gerne kurz anreißen.

Da wäre zum einen die Effizienz von Batterie und Antriebsstrang: Teslas Batterien, die in seiner Gigafactory produziert werden, weisen eine überdurchschnittliche Energiedichte auf. Zudem geht bei der Übertragung auf die Räder extrem wenig Energie verloren. Vereinfacht gesprochen braucht Tesla also weniger Batterie für mehr Reichweite. Vergleichen wir dazu einmal das Tesla Model X mit dem Audi e-tron:

Audi e-tron Tesla Model X
Batteriekapazität 95 kWh 75 kWh
Leergewicht 2.490 kg 2.352 kg
Reichweite (US-EPA) rund 330 km rund 400 km

Quellen: Seiten der Hersteller, Wikipedia, Electrek

Du siehst: Das Batteriepack von Tesla ist zwar um etwa 21 % kleiner als das von Audi – doch die Reichweite ist um 21 % höher! Daran dürfte das etwas niedrigere Leergewicht des Model X nur einen kleinen Anteil haben. Und es sei erwähnt, dass Tesla im Model X nicht einmal seine beste Batterieversion verbaut.

Einen zweiten riesigen Vorsprung hat sich Tesla beim autonomen Fahren erarbeitet: Vor wenigen Tagen stellte Tesla seinen neuen, eigenen Chip für autonomes Fahren vor. Im Zuge dessen veröffentlichte Tesla zudem einen kurzen Clip, der ein Tesla Model 3 bei einer vollständig autonomen Fahrt über befahrene Straßen zeigt, ohne dass das Fehlen eines Fahrers wirklich auffällt.

Besonders interessant hierbei: Tesla setzt beim autonomen Fahren nicht wie die gesamte Konkurrenz auf die eher teure Lidar-Technik, sondern vor allem auf Kameras, und scheint damit sehr erfolgreich zu sein. Möglicherweise ein schlechtes Zeichen für die Konkurrenten, die ihre ganze Hoffnung in Lidar gesteckt haben.

3. Hervorragende Wachstumsaussichten

Dieser dritte Punkt ergibt sich gewissermaßen aus den beiden vorherigen – doch ich finde die Wachtumschancen so beeindruckend, dass sie einen eigenen Punkt verdienen.

Wie bereits angedeutet, dürften die Verkäufe von Verbrennern ab sofort immer stärker zurückgehen und Elektroautos im Gegenzug profitieren. Deloitte rechnet damit, dass sich der Markt für Elektroautos bis 2030 verzehnfachen wird. Tesla als Vorreiter dieser Entwicklung sollte von diesem Trend maßgeblich profitieren.

Der viel größere Umsatz- und Gewinntreiber dürfte jedoch das autonome Fahren sein: Bei der oben erwähnten Investorenpräsentation kündigte Tesla eine eigene vollautonome Taxiflotte an, die – Elon-Musk-übliche Verspätungen eingerechnet – in etwa zwei Jahren an den Start gehen dürfte. Diese soll zum Teil aus firmeneigenen Autos, aber auch aus Autos von Tesla-Kunden bestehen, die ihr Fahrzeug der Flotte zur Verfügung stellen können, wenn sie es im Moment nicht brauchen.

Ein einziges Auto soll dabei in der Lage sein, pro Jahr ein Einkommen von 30.000 Euro zu generieren – das dürfte zum einen die Nachfrage nach Tesla-Autos weiter antreiben, zum anderen bedeutet das auch eine riesige Einnahmequelle für das Unternehmen. Die Tesla-Taxiflotte soll dabei auch noch um ein Vielfaches günstiger sein als vergleichbare Dienste von Uber oder Lyft.

So eine rosige Zukunft sehe ich für BMW, Daimler und VW nicht einmal im Ansatz.

Ein Foolishes Fazit

Wie du siehst, bin ich äußerst positiv im Hinblick auf Teslas Zukunft eingestellt. Wichtig wird sein, dass das Unternehmen die Nachfrage nach den eigenen Autos hochhalten kann, da Tesla mit seinen doch eher klammen Finanzen sonst ein echtes Problem bekommen könnte. Ein weiterer Risikofaktor besteht darin, dass die Konkurrenz rund um BMW, Daimler und VW doch schneller aufholen könnte als gedacht.

Doch beides halte ich für eher unwahrscheinlich: Teslas Autos sind in vielerlei Hinsicht schlicht die besten ihrer Klasse, und der Technologievorsprung ist so groß, dass er noch auf Jahre hinaus Bestand haben sollte. Zudem ist die Innovationsgeschwindigkeit bei Tesla irre hoch: Der kürzlich vorgestellte Chip für das autonome Fahren entstand in gerade einmal drei Jahren.

Aus all diesen Gründen fühle ich mich mit der Tesla-Aktie wesentlich besser als mit BMW, Daimler oder Volkswagen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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