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Warum es ein großer Fehler ist, Dividendenaktien außer Acht zu lassen

Heutzutage Dividendenaktien zu kaufen könnte meiner Meinung nach sinnvoll sein. Auf relativer Basis scheinen sie ein attraktives Risiko-Ertrags-Verhältnis zu bieten, wobei Anleihen und Barmittel niedrigere Renditen aufweisen und Wachstumswerte möglicherweise von einem unsicheren Ausblick auf die Weltwirtschaft beeinflusst werden.

Darüber hinaus könnte der Rückschlag an den globalen Aktienmärkten im Jahr 2018 dazu geführt haben, dass die Bewertungen der Dividendenaktien immer attraktiver wurden. Das könnte bedeuten, dass sie neben einer hohen Rendite auch ein beeindruckendes Kurswachstum bieten können.

Ertragspotenzial

Für die Anleger, die derzeit ein passives Einkommen anstreben, gibt es außer Dividendenaktien nur wenige attraktive Optionen. Sicherlich sind Anleihen in der Vergangenheit Teil von Ertragsportfolios gewesen, und es ist möglich, Unternehmensanleihen zu kaufen, die Renditen bieten, die die Inflation übersteigen. Da die Zinssätze jedoch weiterhin relativ niedrig sind, ergeben sich im Vergleich zu Einkommensaktien erhebliche Opportunitätskosten durch den Kauf von Anleihen.

Langfristig könnten sich diese Opportunitätskosten als erheblich erweisen. Wenn man die Renditen über einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren berücksichtigt, kann bereits eine Differenz der Ertragsrendite von 2-3 % pro Jahr zu einem bedeutenden Unterschied führen. Da die Anleihekurse durch zukünftige Zinserhöhungen stärker als die Aktienkurse negativ beeinflusst werden, könnten Dividendenaktien mittelfristig am besten geeignet sein, um eine Rendite zu erwirtschaften.

Wachstumsaussichten

Obwohl sich die jahrzehntelange Hausse seit der Finanzkrise im Laufe des Jahres 2019 noch fortsetzen könnte, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie noch ein Jahrzehnt andauern wird. Rezessionen und Bärenmärkte sind historisch gesehen mit überraschender Regelmäßigkeit aufgetreten, und es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass die Weltwirtschaft gegen solche Ereignisse immun geworden ist. Daher kann es nach einem Jahrzehnt des Wachstums zu einer natürlichen Verlagerung der Anleger hin zu weniger riskanten Anlagen kommen.

Das könnte eine schlechte Nachricht für zyklische Aktien sein, die positiv mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft korreliert sind. Allerdings sind viele Dividendenaktien, wie z. B. in der Gesundheits-, Tabak- und anderen stabileren Branchen, weniger vom makroökonomischen Ausblick abhängig. Das könnte bedeuten, dass ihre finanzielle Performance und ihre Dividenden von dem potenziellen Abschwung, der der Weltwirtschaft bevorstehen könnte, weniger stark betroffen sind.

Ausgewogenes Portfolio

Während einige Anleger Wachstum dem Einkommen vorziehen und umgekehrt, scheinen Dividendenaktien eine starke Mischung aus beidem zu bieten. Sie ermöglichen den Anlegern den Zugang zum Wachstumspotenzial der Börse, die über eine starke Erfolgsbilanz bei der Erzielung von Kapitalzuwächsen verfügt. Sie bieten aber auch eine kurzfristige Rendite in Form von Dividendenzahlungen.

Daher könnte es ein großer Fehler sein, sie außer Acht zu lassen — gerade in der heutigen Zeit. Die wirtschaftlichen Bedingungen können sich schnell ändern und verschiedene Vermögenswerte können sich in Bezug auf ihre relative Attraktivität ändern. Langfristig könnten Dividendenaktien jedoch einen ausgewogenen Ansatz für Einnahmen und Wachstum bieten, der eine einfachere und großzügigere Rendite liefert, als wenn die Investoren versuchten, den Markt mit Wachstumsaktien zu bedienen oder durch den Kauf von Anleihen Einnahmen zu generieren. Daher könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, sich mit Dividendenaktien zu beschäftigen.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 12.04.2019 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.