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ETF-Investoren: 25.000 Euro jetzt investieren oder ein 100-Euro-Sparplan – was ist die bessere Alternative?

Foto: Getty Images

Es dürfte schon lange kein Geheimnis mehr sein, dass sich ETFs für Investoren eignen, die auf der Suche nach einer preiswerten, einfachen, transparenten und insgesamt aufwandsarmen Alternative sind, um marktübliche Renditen zu erzielen. Denn viele solcher Passivfonds, vor allem wenn sie einen Index eins zu eins nachbilden, bringen einen solchen spannenden Mix prinzipiell mit.

Nichtsdestoweniger könnten sich viele Investoren manchmal fragen, was hier denn eigentlich die bessere Alternative ist: eine einmalige Investition, beispielsweise von 25.000 Euro, die man langfristig anlegt, oder aber ein Sparplan auf einen oder mehrere ETFs, die monatlich bespart werden.

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Eine spannende Frage, die förmlich nach einer Antwort schreit. Daher lass uns im Folgenden doch einfach mal mithilfe der vorgenannten Konditionen die möglichen Vorteile beider Varianten durchexerzieren.

1) Die anvisierte Rendite

Ein erster Aspekt, der für alle Investoren entscheidend sein dürfte, ist natürlich die Rendite, die man als Investor hierbei erzielen kann. Beziehungsweise welches Vermögen man mithilfe dieser beiden Varianten denn prinzipiell erreichen kann.

Und um die Vor- und Nachteile beider Varianten aufzuzeigen, möchte ich zuallererst ein paar mögliche Rendite- und Vermögensszenarien aufzeigen, die die beiden Varianten grundsätzlich bei marktüblichen Renditen von etwa 7 % pro Jahr erwirtschaften können. Zunächst ein Blick auf die 25.000-Euro-Variante über einen Zeitraum von 40 Jahren:

Jahr Vermögen
10 49.178 Euro
20 90.413 Euro
30 177.865 Euro
40 374.361 Euro

Und nun ein vergleichender Blick auf die 100-Euro-Sparplanvariante über einen Zeitraum von 40 Jahren:

Jahre Vermögen
10 14.918 Euro
20 46.555 Euro
30 108.790 Euro
40 248.645 Euro

Auch wenn beide Werte vollkommen aus der Luft gegriffen sind und sich ein direkter Vergleich natürlich nur begrenzt anbietet, können wir auf den zweiten Blick dennoch einige wertvolle Faktoren aus der direkten Gegenüberstellung mitnehmen.

Wie nämlich allein die Mathematik in diesen Beispielen zeigt, bietet es sich für den Vermögensaufbau grundsätzlich an, möglichst frühzeitig möglichst viel zu investieren, um möglichst langfristig vom Zinseszinseffekt profitieren zu können, als über Jahre oder Jahrzehnte hinweg stetig nachzukaufen. Zumindest aus der Sicht der Gesamtrendite.

Denn über 40 Jahre hinweg wurden im ersten Beispiel lediglich einmalig 25.000 Euro investiert, die letztlich zu einem Gesamtvermögen von über 374.000 Euro bei einer marktüblichen Rendite geführt haben, während man als Sparplaninvestor unterm Strich 48.000 Euro investiert hat, die es letztlich auf knapp 250.000 Euro gebracht haben. Für all diejenigen, die das meiste herausholen möchten, bietet es sich also prinzipiell an, eher einmalig einen hohen Betrag zu investieren, um das Geld möglichst lange für sich arbeiten zu lassen.

Das Risiko

Allerdings ist die Renditeerwartung beziehungsweise das Endvermögen natürlich nicht alles. Vor allem nicht, wenn wir von idealen marktüblichen Bedingungen reden, die möglicherweise vor allem dann nie vorherrschen, wenn wir einmalig in einen oder mehrere ETFs investieren und diesem einmaligen Zeitpunkt unterstellen, dass er künftig marktüblich sein dürfte. Das könnte in einigen Fällen durchaus fatal ausgehen.

Obwohl natürlich beide Wege die gleichen ETF-spezifischen Risiken mit sich bringen, unterscheidet sich das Risiko bei den beiden Varianten nicht unerheblich voneinander. Denn auch wenn Markt-Timing natürlich alles andere als Foolish ist, setzt man sich als Investor mit der beispielhaften einmaligen Investition in Höhe von 25.000 Euro dennoch dem Risiko aus, dass man möglicherweise zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt seine Investition tätigt. Vielleicht sogar im Vorfeld einer Korrektur, was die Ergebnisse mittel- und vielleicht sogar langfristig belasten könnte.

Hier könnte man als regelmäßiger Sparplaninvestor, der monatlich seine 100 Euro investiert, durchaus im Vorteil sein. Denn durch diesen Ansatz kauft man letztlich immer in festen Intervallen, was unterm Strich dazu führt, dass man sowohl in guten als auch in schlechteren Zeiten ETF-Anteile ansammelt. Und somit langfristig mithilfe des Cost-Average-Effekts zu einem durchschnittlich guten Preis eingestiegen ist, was letztlich möglicherweise erst näherungsweise durchschnittliche Renditen ermöglichen wird.

Wem das Risiko eines gewissermaßen guten Timings daher nicht unwichtig ist, wer sich jedoch ebenfalls keine größeren Sorgen um ein solches machen möchte, könnte eher bei regelmäßigen Sparplänen an der richtigen Adresse sein. Einfach nur um das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunktes etwas zu minimieren und somit unterm Strich auch wirklich näherungsweise marktübliche Renditen einfahren zu können.

Eine Verbindung könnte sinnvoll sein

Wie wir daher letztlich sehen, scheinen alle ETF-Investoren daher grundsätzlich vor einem Dilemma zu stehen: Einerseits kann man prinzipiell das meiste Vermögen aufbauen, wenn man früh investiert ist. Andererseits könnte man sich bei einem solchen Vorgehen jedoch dem Risiko eines ungünstigen Zeitpunktes aussetzen, was ebenfalls nicht unerheblich ist. Doch auch hierbei könnte es durchaus eine Lösung geben, die die Vorteile beider Ansätze zumindest ein wenig kombiniert.

Beispielsweise indem man als Investor, der gegenwärtig über ein investierbares Vermögen verfügt, dieses in mehreren Tranchen (auch über Sparpläne, wenn möglich) investiert und so ebenfalls die Zeitpunkte über ein paar Monate oder gar Jahre hinweg streut.

So stellt man nämlich einerseits sicher, dass man möglichst frühzeitig investiert ist und seinem Geld die notwendige Zeit gibt, um sich ansprechend und bestmöglich zu verzinsen, sowie andererseits keinen ungünstigen Zeitpunkt erwischt. Denn Zeit ist, wie auch die obigen beiden Tabellen gezeigt haben, definitiv ein wichtiger Aspekt beim Investieren, den man gerade beim langfristigen Vermögensaufbau nicht unterschätzen sollte.

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