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9 Dinge, die man über CBD wissen muss, bevor man in Pot-Aktien investiert

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Wenn es um die am schnellsten wachsenden Industrien auf dem Planeten geht, hat man es schwer, die legale Cannabis-Industrie zu übertreffen. Es wird erwartet, dass der weltweite Umsatz 2019 um 38 % steigen, sich aber bis zum Jahr 2030 möglicherweise sogar vervierfachen wird. Angesichts der zahlreichen bestehenden und der neu hinzukommenden Unternehmen, die an diesem Wachstum teilnehmen wollen, ist es ziemlich leicht verständlich, warum manche Marihuana-Aktien den breiteren Markt im ersten Quartal schon wieder verlassen mussten.

Aber innerhalb des Cannabis-Bereichs gibt es eine Reihe von Nischen und Unterkategorien, die den Investoren unterschiedlich viel Potenzial bieten. Vielleicht ist keine andere Unterkategorie der Marihuana-Bewegung derzeit beliebter als Cannabidiol (CBD). Bevor du dich entscheidest, in Pot-Aktien zu investieren, ist es wichtig, dass du den Durchblick bei CBD hast. Hier sind neun Dinge, die du wissen solltest.

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1. CBD hat ein Publikum, das sich von dem von THC unterscheidet

CBD ist eines von mehr als 110 verschiedenen Cannabinoiden, die von Forschern isoliert wurden. Aber wenn wir über deren Popularität sprechen, gibt es ein ziemlich enges Rennen zwischen Tetrahydrocannabinol (THC) und CBD.

THC ist das psychoaktive Cannabinoid, das einen high werden lässt, und das ist das, was für die meisten Freizeitkonsumenten interessant ist. CBD hingegen ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das am besten für seine wahrgenommenen medizinischen Vorteile bekannt ist. Das bedeutet, dass CBD sich an die medizinische Fachwelt und Gelegenheitskonsumenten richtet, die nicht high werden wollen.

2. Die Rechtmäßigkeit ist knifflig

Eine Frage, die sich oft stellt, ist, ob CBD legal ist oder nicht. Um sie zu beantworten, müssen wir wissen, aus welcher Quelle CBD stammt. Auf föderaler Ebene werden in den USA Cannabis und alle Extrakte der Cannabis-Pflanze als illegal angesehen. Obwohl CBD, das aus der Cannabis-Pflanze gewonnen wird, in den 33 Staaten legal ist, ist der Transport von CBD-Produkten aus Cannabis über Staatsgrenzen ein Gesetzesverstoß.

Als Präsident Trump jedoch im Dezember 2018 das neue Landwirtschaftsgesetz unterzeichnete, wurden Hanf und aus Hanf gewonnene Produkte (in vielerlei Hinsicht) in allen 50 Staaten legal. Die Hanfpflanze hat üblicherweise sehr niedrige THC-Konzentrationen, ist aber tendenziell reich an CBD, was sie perfekt für die CBD-Extraktion macht.

3. CBD ist nicht erlaubt in Lebensmitteln, Getränken oder Nahrungsergänzungsmitteln

Beachte zu dem vorherigen Punkt, dass ich gesagt habe, dass hanfbasiertes CBD „in vielerlei Hinsicht“ legal ist – also nicht in jeder Form. Das liegt daran, dass das Hinzufügen von CBD, unabhängig von seiner Extraktionsquelle, zu Lebensmitteln, Getränken und Nahrungsergänzungsmitteln klar untersagt ist, so die U.S. Food and Drug Administration (FDA). Obwohl die FDA plant, die Verwendung von CBD als Ergänzung zu Lebensmitteln und Getränken im nächsten Monat im Rahmen einer öffentlichen Anhörung zu überprüfen, betrachtet sie CBD bislang als eine Substanz mit unbekannten Wirkungen und Nebenwirkungen.

4. Neue Produktionstechniken sind eine genaue Beobachtung wert

An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass zwar ein Großteil des verfügbaren CBD mit traditionellen Extraktionstechniken hergestellt wird, für die Lösungsmittel, Kohlenwasserstoffgase, Destillation und Wärme verwendet werden, dass aber neue Techniken entwickelt werden, die es wert sind, dass man sie im Auge behält.

Die Cronos Group (WKN:A2DMQY) gab im September eine Partnerschaft mit Ginkgo Bioworks im Wert von bis zu 100 Mio. US-Dollar bekannt, die es dem Unternehmen ermöglichen wird, die Mikroorganismenplattform von Ginkgo zu nutzen. Die Plattform kann Hefestämme liefern, die in der Lage sind, preiswerte Cannabinoide im kommerziellen Maßstab herzustellen. Interessanterweise sind Cronos und Ginkgo in der Lage, mit diesen Hefestämmen festzulegen, welche Cannabinoide sie produzieren wollen, was bedeutet, dass bisher seltene Cannabinoide nun in größeren Mengen hergestellt werden können. Cronos setzt auf diese Partnerschaft, um seine Wachstumsaussichten deutlich zu erhöhen.

5. Es ist eine große Marktchance

Laut der Brightfield Group wird erwartet, dass der weltweite CBD-Umsatz von 591 Mio. US-Dollar im Jahr 2018 auf rund 22 Mrd. US-Dollar bis 2022 ansteigen wird. Das ist eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 147 %, für diejenigen unter euch, die zu Hause mitrechnen. Es bleibt zwar abzuwarten, ob CBD-Produkte dieses hochgesteckte Ziel tatsächlich erreichen können, aber es besteht kein Zweifel daran, dass die Aufmerksamkeit an der Wall Street zunimmt.

6. Hohe Margen sind unglaublich attraktiv

Dabei ist zu beachten, dass nicht nur das Umsatzwachstumspotenzial der CBD-Produkte attraktiv ist. Verlockend sind auch die Margen.
Aufgrund der wenigen Beispiele, die wir auf den legalen Freizeitmärkten in den USA kennengelernt haben, sind ein Überangebot und eine Kommodifizierung von getrockneten Cannabis-Blüten wahrscheinlich. Das bedeutet, dass die Anbaubetriebe ihre Produktlinien sorgfältig diversifizieren müssen, um Margenverluste zu vermeiden. Daher haben sich die meisten Anbaubetriebe in ganz Nordamerika auf Öle, insbesondere CBD-Öle, konzentriert.

Produkte, die CBD enthalten (einschließlich Öl, Topika, Vapes, Getränke und Kapseln), haben in der Regel höhere Preise als traditionelle Trockenblumen und die Verbraucher sind oft bereit, diesen höheren Preis zu zahlen. Es gibt wenig Überversorgung mit Extrakten wie CBD, die daher die gesunden Margen erhalten sollen.

7. CBD hat nur eine bewährte Anwendung

Eine weitere häufige Frage im Zusammenhang mit CBD ist, welche Beschwerden der Stoff tatsächlich lindert. Die offizielle Antwort, so die FDA, lautet, dass CBD bis auf eine Anwendung keinen anerkannten medizinischen Nutzen hat.

Im vergangenen Juni wurde das orale Medikament Epidiolex von GW Pharmaceuticals (WKN:693692) auf CBD-Basis als erstes Cannabis-basiertes Medikament von der FDA zur Behandlung von zwei seltenen Formen der im Kindesalter auftretenden Epilepsie (Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom) zugelassen. In mehreren späten Studien reduzierte das führende Medikament von GW Pharmaceuticals die Anfallshäufigkeit gegenüber dem Ausgangswert um 30 bis 40 %. GW Pharmaceuticals führte Anfang November Epidiolex ein, das von der U.S. Drug Enforcement Agency (Schedule V) mit einem durchschnittlichen jährlichen Listenpreis von 32.500 US-Dollar eine niedrige Einstufung erhielt.
Keine andere Krankheit – bei Schmerzen oder zum Schmerzmanagement, bei Glaukom, Angstzuständen und so weiter – wird von der FDA als Symptom anerkannt, das mit CBD behandelt werden kann.

8. FDA-Eingriffe sind weiterhin möglich

Die Verabschiedung des Agrargesetzes hat sicherlich die Türen für CBD-Produkte aus Hanf geöffnet. Jedoch hat das Gesetz nicht die FDA auf seiner Seite, die gedroht hat, übereifrige Behauptungen von CBD-Herstellern darüber, was sie zu behandeln in der Lage sind, einzudämmen.

In einer der bemerkenswertesten Entwicklungen der letzten Zeit gaben sowohl die Walgreens Boots Alliance (WKN:A12HJF) als auch CVS Health (WKN:859034) bekannt, dass sie damit beginnen werden, Hanfprodukte in ihren Geschäften zu führen. CVS Health kündigte den Schritt zunächst für rund 800 Geschäfte in acht Bundesstaaten an, wobei die Walgreens Boots Alliance nur wenige Tage später die Aufnahme von CBD-Produkten in rund 1.500 Geschäften bekannt gab.

Aber der scheidende FDA-Kommissar Scott Gottlieb äußerte sich besorgt über die Schritte von Walgreens und CVS, CBD-Produkte zu vertreiben, während er letzte Woche bei einer Anhörung des House Appropriations Committee sprach. Das deutet darauf hin, dass die FDA sich nicht zurückhalten wird, wenn sie nicht damit einverstanden ist, wie CBD-Produkte vermarktet oder beworben werden.

9. Charlotte’s Web ist ein Name, den man kennen sollte

Schließlich wirst du nicht allzu viele Aktien finden, die ausschließlich auf CBD setzen, aber diejenige, die du kennen solltest (da das Unternehmen der größte Hersteller von CBD aus Hanf nach Marktanteil ist), ist Charlotte’s Web Holdings (WKN:A2N434).
Vor der Verabschiedung des Agrargesetzes vertrieb Charlotte’s Web seine CBD-Produkte über 3.680 Einzelhändler im ganzen Land. Aber da CBD aus Hanf inzwischen in allen Staaten legal ist, wird erwartet, dass es jetzt einen einfacheren Weg gibt, diese Produkte zu vertreiben.

Darüber hinaus ist Charlotte’s Web eine der sehr wenigen Pot-Aktien, die tatsächlich operativ profitabel waren (d. h. ohne eine Reihe von Einmalvorteilen und ergebnissteigernden Fair-Value-Anpassungen). Das Unternehmen erzielt seit zwei Jahren margenstarke Umsätze bei vernünftig niedrigen Kosten und die Investoren würden es schwer haben, eine ähnlich gleichbleibend profitable Pot-Aktie zu finden.
Wenn du dich kopfüber in den CBD-Wahn stürzen möchtest, dann ist Charlotte’s Web ein großartiger Ort, um mit deinen Analysen zu beginnen.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 07.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt CVS Health.

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