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Das ist der Top-Rivale von Canopy Growth (und es ist nicht Aurora Cannabis, Cronos Group oder Tilray)

Foto: Getty Images

Canopy Growth (WKN:A140QA) kann sich nicht über zu wenig Konkurrenz beklagen. Ganz oben auf der Liste der Rivalen müsste Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) stehen, besonders nachdem das Unternehmen im letzten Quartal 20 % des kanadischen Marktes für legal erwerbbares Cannabis erobern konnte.

Die Cronos Group (WKN:A2DMQY) ist ein weiterer großer Konkurrent von Canopy Growth. Wenn die große Investition des Tabakriesen Altria erst einmal abgeschlossen ist, wird Cronos viel mehr Geld zur Verfügung haben, um im Wettbewerb mit Canopy zu bestehen. Dann ist da noch Tilray (WKN:A2JQSC). Im letzten Jahr gab es eine Zeit, da waren Tilray und Canopy Growth Kopf an Kopf, was die größte Marktkapitalisierung bei Cannabisaktien anging.

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Doch keiner dieser kanadischen Marihuanazüchter ist der eigentliche Top-Rivale von Canopy Growth. Wer aber ist der größte Herausforderer des Unternehmens? Ein aktueller Bericht von Statistics Canada gibt uns darüber Aufschluss.

Der größte Wettbewerber

Statistics Canada hat für die kanadische Regierung alle relevanten Zahlen parat. Da die Cannabisbranche für die kanadische Wirtschaft immer wichtiger wird, verfolgt die Agentur jedes Quartal die Cannabisproduktion und den Absatz.

Der jüngste Bericht von Statistics Canada ergab, dass die Ausgaben für Cannabis im vierten Quartal insgesamt 2,2 Milliarden CAD betrugen. Dies entspricht 0,4 % des kanadischen Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal.

Canopy Growth gab vor einigen Wochen bekannt, dass es im Quartal zum 31. Dezember 83 Millionen CAD verdient hat. Das Unternehmen sagte, dass 57,7 Millionen CAD aus dem Markt für frei verkäufliches Cannabis stammen. Aurora Cannabis hingegen berichtete, dass man im gleichen Zeitraum 21,6 Millionen CAD in diesem Markt erzielte und einen Gesamtumsatz von 54,2 Millionen CAD hatte.

Auch die Ergebnisse für das letzte Quartal von Cronos Group und Tilray blieben erwartungsgemäß hinter denen von Canopy Growth zurück.

Wer aber ist der mysteriöse Rivale, der einen viel größeren Marktanteil hat als Canopy Growth? Antwort, klar: der Schwarzmarkt. Statistics Canada teilte mit, dass sich die illegalen Cannabisverkäufe im vierten Quartal auf 1,4 Milliarden CAD beliefen, verglichen mit 770 Millionen CAD an legalen Cannabisverkäufen.

Kampf um den Schwarzmarkt

Das ist allerdings nicht wirklich überraschend. Die Bank of Novia Scotia schätzt, dass 71 % des gesamten Marihuanaverkaufs in Kanada im Jahr 2019 über den Schwarzmarkt stattfinden werden. Die Zahlen von Statistics Canada für das vierte Quartal unterstützen diese Prognose.

Canopy Growth und seine Mitbewerber wollen diesen Markt mehr und mehr erobern. Für 2020 geht die Bank of Nova Scotia davon aus, dass der Schwarzmarkt nur noch 37 % des gesamten Marihuanaverkaufs ausmachen wird.

Es gibt mehrere Gründe, warum Canopy, Aurora, Cronos, Tilray und andere lizenzierte Marihuanaproduzenten den Schwarzmarkt demnächst kleiner werden lassen. Zum einen gab es im vierten Quartal ein Timing-Problem. Der Markt für legal erhältliches Cannabis in Kanada startete erst am 17. Oktober, fast drei Wochen nach Beginn des Q4.

Noch wichtiger jedoch ist, dass die Produktionskapazität der großen Züchter 2019 und auch 2020 steigen wird. Der wichtigste Grund, warum der Schwarzmarkt im vierten Quartal den legalen Markt in den Schatten stellte, war, dass es einfach nicht genügend legales Cannabis zu kaufen gab, um die Nachfrage zu bedienen.

Eine weitere Möglichkeit für Canopy Growth und die anderen besteht darin, dass die Aktivitäten im Einzelhandel in den kanadischen Provinzen verstärkt werden. Dieser Prozess wird über das Jahr 2019 hinausgehen, aber man darf damit rechnen, dass der Verkauf von Cannabis im Einzelhandel im Laufe dieses Jahres immer weiter steigen wird.

Ein hartnäckiger Rivale

Der größte „Rivale“ von Canopy Growth wird nicht kampflos aufgeben. Beispiel: Der legale Cannabismarkt in Colorado ging bereits 2014 an den Start. Seitdem hat der Schwarzmarkt einen Boom erlebt.

Es gibt ein paar bedeutende Vorteile, die illegale Marihuanaverkäufer gegenüber Unternehmen wie Canopy, Aurora, Cronos und Tilray haben. Erstens müssen sie keine Steuern zahlen. Zweitens müssen sie nicht den gesetzlichen Anforderungen wie Verpackungs- und Qualitätskontrollstandards entsprechen. Infolgedessen können die Marihuanapreise auf dem Schwarzmarkt deutlich unter den gesetzlichen Preisen liegen.

Das Problem für Investoren ist, dass die Bewertungen für die Top-Cannabisaktien von den Erwartungen an ein enormes Wachstum abhängen. Diese Wachstumsraten werden nicht erreicht, wenn der Schwarzmarkt weiterhin so wichtig ist.

Vielleicht werden eines Tages entweder Aurora Cannabis, Cronos Group oder Tilray zum wichtigsten Wettbewerber von Canopy Growth aufsteigen. Und wenn das passiert, wird das wahrscheinlich eine gute Nachricht für alle Cannabisaktien sein.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 10.3.2019 auf Fool.com und wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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