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Kann Apple die Frustration der Verbraucher mit Video-Streaming lösen?

Apple (WKN:865985) hat letzte Woche einen Video-Streaming-Dienst vorgestellt. Es wird erwartet, dass er Inhalte aus einer Vielzahl von Diensten sowie Apples Eigenproduktionen umfasst. Auf diese Weise kann der Service ähnlich aussehen wie Amazons Prime oder Roku (WKN:A2DW4X), die beide die eigenen lizenzierten Inhalte sowie fremden Content anbieten.

Trotz der wachsenden Akzeptanz von Streaming – in den USA abonnieren immer mehr Haushalte Video-Streaming-Dienste als Pay-TV –  sind die Verbraucher frustriert. Es könnte ein großer Erfolg werden, wenn der Apple Service eine einfache Lösung anbietet um diese Frustrationen zu beheben.

Wo ist meine Lieblingssendung hin?

Jeder, der Netflix (WKN:552484) länger als ein paar Monate abonniert hat, hat wahrscheinlich eine Film- oder Fernsehsendung gesehen, die plötzlich aus dem Angebot gestrichen wurde. In den letzten Jahren hat sich das verschärft, weil Medienunternehmen begonnen haben, mehrere Shows und Filme für ihre eigenen Direct-to-Consumer-Projekte zu behalten. Siebenundfünfzig Prozent der Befragten in der Deloitte Digital Media Survey zeigten sich frustriert über die “verschwindenden” Shows.

Als Sammeldienst hat Apple möglicherweise die Möglichkeit den Nutzern zu helfen, Shows von einem Streaming-Dienst zum anderen zu verfolgen. Zumindest kann es den Nutzern die Möglichkeit bieten, eine Sendung herunterzuladen, die von einem Streaming-Dienst aus iTunes entfernt wurde.

Es gibt ein paar Probleme, auf die Apple stoßen könnte. Erstens wird es nicht in der Lage sein, mit jedem bestehenden Streaming-Service zusammenzuarbeiten. Netflix sagte, dass sie nicht mitmachen werden, und Hulu wird wahrscheinlich auch nicht Teil des Services sein.

Zweitens, selbst wenn Apple in der Lage ist, Nutzern ihre Lieblingssendung bei einem anderen Dienst anzubieten, muss es diese Nutzer überzeugen, dass es sich lohnt, für ein anderes Abonnement zu zahlen. 47 Prozent der Befragten in Deloitte’s Umfrage gaben an, dass sie es nicht mögen, mehrere Dienste abonnieren zu müssen, um alles zu sehen.

Tausende Stunden und nichts anzusehen

Es wird immer seltener, dass Haushalte nur einen Streaming-Service nutzen. Laut einer Umfrage der Leichtman Research Group im vergangenen August abonnieren 43 Prozent aller Haushalte mehr als einen kostenpflichtigen Streaming-Video-Dienst. Viele Haushalte sehen sich auch kostenlose Werbeinhalte an.

Das Auffinden von Inhalten über verschiedene Streaming-Dienste hinweg kann ohne die richtigen Tools schwierig sein. Roku bietet in seinen Geräten ein integriertes Such-Menü, das in vielen seiner verfügbaren Kanäle nach Inhalten sucht. Diese Suchfunktion kann von vielen Nutzern übersehen werden, da es unübersichtlich ist.

Der erste Schritt ist das Apple eine Lösung entwickelt, um die gewünschten Inhalte zu finden und neue Inhalte zu entdecken.

Apple muss es über die Plattform machen, damit die Menschen wissen, dass es sie gibt und wie sie das Beste aus ihr herausholen können, damit die Frustrationen der Verbraucher ein Ende haben.

Das sind meine persönlichen Daten!

In den USA wächst die Sorge um den Datenschutz. Die Verbraucher achten zunehmend darauf, wem sie ihre Informationen geben und welche Daten Unternehmen über ihr Verhalten sammeln.

Netflix sammelt Unmengen von Daten über seine Nutzer, um seine Inhaltsvorschläge und seine Produktionsentscheidungen zu verbessern und daher wird das Unternehmen wahrscheinlich nicht mit Apple zusammenzuarbeiten.

Im Vergleich zu anderen großen Technologieunternehmen hat Apple eine relativ starke Erfolgsbilanz in Bezug auf den Datenschutz. Ob Apple tatsächlich einen sichereren und privateren Service bei gleichzeitiger Maximierung der Einnahmen anbieten kann, bleibt abzuwarten. Sein Ruf kann ihm aber einen Bonuspunkt bei den Nutzern einbringen.

Behebung der Probleme mit dem Streaming

Apple hat gute Chancen, diese Frustrationen der Verbraucher zu beseitigen. Es wird interessant sein zu sehen, ob Tim Cook und die Moderatoren diese Punkte während der Meldung am 25. März hervorheben. oder ob es nur ein weiterer Content-Aggregator wie Amazon Prime Channels und der Roku Channel sein wird. Wenn es letzteres ist, ist es schwer zu sehen, wie einige Eigenproduktionen die Verbraucher dazu bringen sollen, ihr gesamtes Video-Streaming auf Apples Plattform zu verlagern.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 21.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon, Apple und Netflix und empfiehlt diese. The Motley Fool hat folgende Optionen: Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple und Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Roku.