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Cannabisaktien: Alles, was man als neuer Anleger wissen muss

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Interesse an Cannabisaktien, aber keine Ahnung, wo du anfangen sollst? Keine Sorge. Wir haben hier ein paar Antworten parat.

Cannabisaktien sind ja derzeit mehr als heiß. Das ist nur logisch, weil immer mehr Länder und Staaten Cannabis legalisieren. Manche Experten erwarten, dass der Cannabisweltmarkt innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre einen Wert von 150 Milliarden USD oder mehr haben könnte.

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Natürlich kann sich ein Markt dann und wann auch überhitzen. Aber das Schöne ist ja, dass auch ein Anleger, der neu in der Cannabisbranche dabei ist, lernen kann, worauf zu achten ist.

Dieser Leitfaden für Anfänger zur Investition in Cannabisaktien beschäftigt sich mit den wichtigsten Dingen: von den Grundlagen der Cannabisbranche bis hin zu den Risiken, die mit der Investition in Cannabisaktien verbunden sind. Und, ja, wir werden untersuchen, welche Cannabisaktien wohl auch die besten Tipps für 2019 sind. Mit diesem Leitfaden ist man perfekt für den „Green Rush“ der Cannabisbranche gewappnet.

Grundlagen der Cannabisbranche

Cannabis wird von Menschen bereits seit Jahrtausenden verwendet, vor allem für zwei Zwecke: als Medizin und um, nun, high zu werden. Genau das ist auch heute noch der Fall. Doch war Marihuana in den meisten Ländern der Welt für beide Zwecke bislang illegal.

Das ändert sich derzeit jedoch rapide. Medizinisches Marihuana ist heute in mehr als 30 Ländern legal. Frei verkäufliches Cannabis ist derzeit nur in einer Handvoll Ländern legal, aber auch diese Zahl dürfte steigen.

Marihuana bleibt in den USA auf Bundesebene vorerst illegal. Mehr als 30 US-Bundesstaaten haben jedoch medizinisches Marihuana bereits legalisiert. Die US-Territorien Guam und Puerto Rico erlauben zudem die legale Verwendung von medizinischem Marihuana. Mehrere dieser Bundesstaaten sowie der District of Columbia haben Cannabis legalisiert. Mehr und mehr denken darüber nach, ob sie nicht auch nachziehen sollten.

Während die US-Bundesgesetze die Verwendung und den Verkauf von Marihuana noch immer verbieten, wurde Hanf in den USA im Dezember 2018 auf nationaler Ebene legalisiert. Sowohl Marihuana als auch Hanf werden aus der Cannabispflanze gewonnen. Der große Unterschied ist jedoch, dass Hanf nur sehr geringe Mengen an Tetrahydrocannabinol (THC) enthält – jene Chemikalie in Cannabis, die psychoaktive Wirkung hat.

Sowohl Marihuana als auch Hanf enthalten einen weiteren wichtigen chemischen Bestandteil, Cannabidiol (CBD). CBD hat im Gegensatz zu THC keine psychoaktive Wirkung. Es hat allerdings gute Eigenschaften bei der Behandlung von Epilepsie gezeigt und könnte auch andere therapeutische Anwendungen finden, wie z.B. die Linderung von Angstzuständen, Schlaflosigkeit sowie die Verringerung von Entzündungen.

Eine Vielzahl von Produkten werden aus Marihuana gewonnen. Dazu gehören Cannabisblüten, CBD-Öle, Lebensmittel, mit Cannabis versetzte Getränke, Konzentrate für Vaping, Cremes und Lotionen. Die Cannabisbranche umfasst Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die an der Herstellung und Vermarktung dieser Produkte beteiligt sind.

Wie man in Cannabisaktien investieren kann

Tauchen wir doch einmal etwas tiefer in die Investition in Cannabisaktien ein. Zuerst einmal muss man wissen, dass es drei Hauptarten von Cannabisunternehmen gibt:

  • Marihuanazüchter – Unternehmen, die Marihuana anbauen (typischerweise in Innenräumen und Gewächshäusern).
  • Biotechs mit Fokus auf Cannabis – Unternehmen, die verschreibungspflichtige Medikamente auf Grundlage von Inhaltsstoffen aus Cannabis entwickeln.
  • Anbieter von Nebenprodukten und Dienstleistungen – Unternehmen, die wichtige Produkte und Dienstleistungen für die Marihuanabranche anbieten, einschließlich Beratung, Vertrieb, Hydrokultur, Beleuchtungssysteme und Verpackung.

Man muss bedenken, dass die Prinzipien, die für die Investition in alle Arten von Aktien gelten, auch hier zutreffen. Also: Informiere dich über das Managementteam eines Unternehmens – haben die  Top-Führungskräfte in der Branche oder in ähnlichen Branchen bereits Erfolge vorzuweisen?

Schau dir die Strategie des Unternehmens für Wachstum und Expansion an. So könnte sich beispielsweise ein Unternehmen vorstellen, vor allem durch Akquisitionen zu wachsen, während ein anderes lieber organisch wächst.

Schau dir den Wettbewerb an und bring in Erfahrung, wie sich das Unternehmen dabei abgrenzen will. Die Identifizierung der Top-Partner eines Unternehmens ist ebenfalls wichtig, da diese dabei helfen können, wettbewerbsfähiger zu werden.

Ist das Unternehmen vielleicht bereits profitabel? Die Cannabisbranche steckt noch in den Anfängen, so dass viele Unternehmen noch nicht profitabel sein können. Das muss dann auch nicht unbedingt schlimm sein. Man muss jedoch feststellen, wie schnell das Unternehmen profitabel werden will und wie es in der Zwischenzeit den Betrieb finanzieren wird.

Die meisten, wenn nicht sogar alle dieser Informationen sind in der Regel auf den Investor-Relations-Websites der Unternehmen zu finden. Die Dynamik der Branche kann sich jedoch schnell ändern. Daher ist es auch wichtig, die neuesten Marihuananachrichten und -analysen in diesem aufstrebenden Markt auf dem Schirm zu haben.

Insbesondere für Cannabisaktien muss man verstehen, auf welche geografischen Märkte sich ein Unternehmen richtet. So konzentrieren sich einige kleinere Marihuanazüchter lediglich auf den kanadischen Markt. Größere Marihuanazüchter sind eher in Europa und Lateinamerika sowie in Nordamerika tätig. Einige Anbieter von Nebenprodukten und Dienstleistungen beliefern hingegen hauptsächlich US-Marihuana-Unternehmen. Jeder geografische Markt hat seine eigenen Chancen und Risiken (auf die wir später noch eingehen werden).

Die Top-Cannabisaktien im Jahr 2019

Fürs Erste sind die meisten der größten Cannabisunternehmen in Kanada ansässig. Das liegt vor allem daran, dass Kanada die erste große Wirtschaftsmacht war, die den freien Verkauf von Marihuana legalisiert hat. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe von US-Cannabisaktien, die man in Betracht ziehen sollte. Es gibt im Jahr 2019 gleich mehrere Top-Marihuanaaktien, die man kaufen kann. Nachfolgend sind fünf aufgeführt, zu denen sowohl US-amerikanische als auch kanadische Unternehmen gehören.

Unternehmen Art  Land
Constellation Brands (WKN:871918) Züchter (über Partnerschaft) USA
Innovative Industrial Properties (WKN:A2DGXH) Dienstleister USA
KushCo Holdings (WKN:A2N456) Dienstleister USA
OrganiGram Holdings (WKN:A12AQF) Züchter Kanada
Origin House (WKN:A2DH0P) Dienstleister Kanada

Constellation Brands

Constellation Brands ist vor allem für seine Biere wie Corona und Modelo bekannt. Die Investition des Unternehmens in Canopy Growth (WKN:A140QA) im Jahr 2018 in Höhe von 4 Milliarden USD machte Constellation jedoch auf einen Schlag zu einem der führenden Unternehmen auf dem Cannabisweltmarkt.

Das Duo Constellation und Canopy ist wohl der mächtigste Player auf dem Marihuanamarkt. Constellation verfügt über solide Finanzen und eine Erfolgsbilanz beim Aufbau erfolgreicher Verbrauchermarken. Canopy ist seit einigen Jahren führend auf dem kanadischen Cannabismarkt und seine Produktionskapazität übertrifft die von fast allen Konkurrenten.

Das ist nicht die einzige enge Partnerschaft zwischen Züchtern und Unternehmen mit primären Aktivitäten außerhalb der Cannabisindustrie. Constellation hat jedoch die bisher größte Investition getätigt. Damit hat man Canopy Growth unter anderem ermöglicht, schneller als andere in den US-Hanfmarkt vorzudringen.

Warum dann nicht einfach die Aktien von Canopy Growth statt Constellation kaufen? Hauptsächlich, weil Constellation einem das Beste beider Welten bietet. Das Unternehmen ist weiterhin auf dem Biermarkt erfolgreich und erwirtschaftet starke Gewinne. Aber die Beteiligung von Constellation an Canopy Growth in Höhe von 38 % gibt Investoren die Möglichkeit, dazu auch noch vom Boom der weltweiten Cannabismärkte zu profitieren.

Innovative Industrial Properties

Innovative Industrial Properties ist als Real Estate Investment Trust (REIT) angelegt und besitzt Immobilien, die das Unternehmen an medizinische Marihuanaunternehmen vermietet. REITs sind Investmentgesellschaften, die Eigentümer von Immobilien sind. Es gibt dabei ein paar schöne Vorteile für Investoren.

Erstens bietet ein REIT eine gewisse Diversifizierung. Innovative Industrial Properties besitzt 11 Immobilien, die man an acht Mieter vermietet. Dem REIT kann es auch dann gut gehen, wenn ein oder zwei seiner Kunden mal gerade keine guten Zeiten durchmachen.

Zweitens sind REITs verpflichtet, mindestens 90 % ihres steuerpflichtigen Einkommens als Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividendenrendite von Innovative Industrial Properties sollte mit größerem Gewinn weiter steigen.

Und diese Gewinne sollten wachsen. Innovative Industrial Properties vermieten derzeit Immobilien in 10 US-Bundesstaaten. Vier dieser Staaten sollen bis 2022 Marihuanamärkte von mindestens einer Milliarde USD haben. Das Unternehmen sollte also in diesen und anderen Staaten viel Raum für Expansion haben.

KushCo Holdings

KushCo Holdings gilt als führender Anbieter von Verpackungslösungen für die US-amerikanische Cannabisindustrie. Das Unternehmen stellt eine Vielzahl von Produkten her – darunter Pop-Top-Flaschen, Tuben und Verdampferpatronen – die speziell auf die Bedürfnisse von Cannabiszüchtern und des Einzelhandels zugeschnitten sind.

Auch wenn die Umsätze von KushCo steigen, ist das Unternehmen noch nicht profitabel. Ein wichtiger Grund, warum das so ist, ist, dass KushCo weiterhin in die Expansion investiert. KushCo hat auch einige Probleme in Form höherer Kosten für Luftfracht- und Qualitätskontrollen erlebt, die mit der steigenden Nachfrage nach den Produkten verbunden sind.

KushCo sollte jedoch in der Lage sein, eher früher als später eine nachhaltige Rentabilität zu erreichen, weil das Unternehmen auf die Wachstumschancen in den USA und in anderen Ländern setzt. KushCo konzentriert sich insbesondere auf Kanada und Europa als Wachstumsmärkte.

Die Legalisierung von Hanf in den USA sollte ebenfalls gute Wachstumschancen für KushCo bedeuten. Einige der Verpackungsprodukte des Unternehmens dürften nach der Legalisierung von Hanf stärker gefragt sein. Darüber hinaus dürfte sich KushCo Energy, die Sparte, die Lösungsmittel für die Extraktion von CBD aus Cannabis vermarktet, dank gestiegener Nachfrage nach CBD auf Hanfbasis über einen Umsatzanstieg freuen.

OrganiGram Holdings

OrganiGram Holdings ist ein kanadischer Marihuanaproduzent, der medizinisches Cannabis sowie Marihuana für den frei verkäuflichen Markt herstellt. Auf dem letztgenannten Markt ist derzeit große Begeisterung für OrganiGram zu spüren. Das Unternehmen hat in Kanada Lieferverträge mit staatlichen Unternehmen in allen Provinzen abgeschlossen. Dazu hat man noch Handelspartner für frei verkäufliches Cannabis in neun von zehn kanadischen Provinzen.

Obwohl OrganiGram derzeit in Kanada tätig ist, beschränkt sich das Unternehmen nicht nur auf sein Heimatland. OrganiGram hat sich mit Alpha-Cannabis zusammengetan, um in Deutschland die große Chance im Bereich medizinisches Marihuana zu ergreifen. Das ist der größte legale Cannabismarkt außerhalb Nordamerikas. Das Unternehmen hat auch groß in den serbischen Hanfproduzenten Eviana investiert.

OrganiGram zählt nicht zu den größten kanadischen Cannabisanbauern in Bezug auf die Kapazität. Allerdings sieht die Aktie in mehrfacher Hinsicht attraktiver aus als der Großteil der Konkurrenz. Zum einen hat OrganiGram im Gegensatz zu vielen kanadischen Marihuanazüchtern in den letzten Quartalen kontinuierlich Gewinne erzielt. Das Unternehmen hat auch eine der niedrigsten Produktionskosten in der Branche – ein wichtiger Grund, warum OrganiGram profitabel war, während die Wettbewerber das einfach noch nicht geschafft haben.

Und während das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von OrganiGram im Vergleich zu Aktien in anderen Branchen hoch ist, ist die Aktie  im Vergleich zu den meisten anderen Cannabisaktien ein Schnäppchen. Die Bewertung der Aktie sieht besonders attraktiv aus, wenn man vergleicht, wie viel jährliche Produktionskapazität pro Dollar man bei OrganiGram im Vergleich zu größeren kanadischen Marihuanazüchtern bekommt.

Origin House

Origin House hat seinen Sitz in Kanada, aber die Hauptaktivitäten des Unternehmens liegen in den USA. Das Unternehmen begann mit einem Geschäftsmodell, das sich auf Royalty Streaming konzentriert und Marihuanaunternehmen finanzielle Mittel im Austausch für einen Prozentsatz der zukünftigen Einnahmen bereitstellte. Heute ist Origin House jedoch ein Vertriebler von Cannabisprodukten, darunter mehrere eigene Marken.

Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in Kalifornien. Der US-Bundesstaat hat den größten legalen Cannabismarkt der Welt. Und Origin House ist der größte Vertrieb von Cannabisprodukten im Staat und ist dort in rund 70 % der Apotheken vertreten.

Der kalifornische Markt für legales Marihuana ging 2018 an den Start. Im ersten Jahr nach Start gab es noch viele Probleme aufgrund von lästigen Regularien und hohen Steuersätzen. Aber man scheint einige der Probleme zu lösen – und das ermöglicht es Origin House, in Kalifornien noch weiter zu wachsen.

Inzwischen will Origin House auch in anderen Märkten wachsen. Das Unternehmen erwarb 180 Smoke, einen großen kanadischen Vape-Einzelhändler. So will man die Expansion seiner eigenen Marken in Kanada vorantreiben. Darüber hinaus könnte Origin House versuchen, sein Vertriebsmodell in anderen US-Bundesstaaten zu wiederholen.

Börsengehandelte Marihuana-Fonds

Um vom Wachstum der Cannabisbranche zu profitieren, muss man keine einzelnen Aktien kaufen. Börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, ETFs) bieten die Möglichkeit, gleich mehrere Aktien auf einen Schlag zu kaufen. Und es gibt mehrere ETFs mit Fokus auf Cannabis.

Der Horizons Marijuana Life Sciences Index ETF (WKN:A2DTQB) bildet den North American Marijuana Index von Arcview Market Research ab. Der Index beinhaltet hauptsächlich Marihuana- oder Hanfunternehmen. Dieser Marihuana-ETF wird am Toronto Stock Exchange gehandelt.

Der ETFMG Alternative Harvest ETF (WKN:A2DGUJ) bildet den Prime Alternative Harvest Index ab. Während dieser Index viele Marihuana- oder Hanfaktien beinhaltet, sind dort auch einige Aktien mit Tabakbezug vertreten. Der ETFMG ETF ist an der Arca-Börse der New Yorker Börse gelistet.

Auch wenn Cannabis-ETFs eine Diversifikation zwischen einer Gruppe von Cannabisaktien bieten, haben sie einige Nachteile. Die Kosten, die Investoren bei den beiden Marihuana-ETFs zu tragen haben, sind höher als die der meisten ETFs. Die ETFs haben auch keine großen Anteile an Cannabisaktien, die sich hauptsächlich auf die USA konzentrieren.

Welche Risiken bestehen bei einer Investition in Cannabisaktien?

Vor dem Kauf von Marihuanaaktien oder Cannabis-ETFs, muss man sich definitiv der Risiken bewusst sein, die mit einer Investition in diese Branche verbunden sind. Einige davon treffen auf Aktien aller Branchen zu und haben mit dem Wettbewerb oder dem Risiko von Skandalen zu tun. Aber es gibt darüber hinaus noch spezifische Risiken.

Die Marktkapitalisierung der meisten Cannabisaktien ist im Vergleich zu den Absätzen sehr hoch. Ein Großteil der Bewertung hängt von den Erwartungen an ein riesiges Wachstum ab. Sollte dieses Wachstum nicht so schnell wie möglich eintreffen, könnten die Aktienkurse sinken.

Die meisten Cannabisunternehmen sind noch nicht profitabel. Infolgedessen müssen sie auf die Ausgabe neuer Aktien zurückgreifen, um die für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Mittel aufzubringen. Die Ausgabe neuer Aktien führt jedoch zu einer Verwässerung des Wertes der bestehenden Aktien.

Wie wirkt sich die Verwässerung auf die Aktionäre aus? Angenommen, ein Unternehmen hat 10 Millionen ausstehende Aktien – also die Gesamtzahl der Aktien, die Investoren halten, einschließlich derjenigen, die von Angehörigen des Unternehmens gehalten werden – und wird zu 50 USD pro Aktie gehandelt. Das würde dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 500 Millionen Dollar verschaffen. Wer 1 Million Aktien hält, dessen Investition ist 50 Millionen USD wert. Wenn das Unternehmen dann aber 10 Millionen neue Aktien ausgibt und die Marktkapitalisierung konstant bleibt, wäre jede bestehende Aktie aufgrund der Auswirkungen der Verwässerung nur noch 5 USD statt 10 USD wert. Und die Investition, die ursprünglich einmal 50 Millionen USD wert war, wäre dann mit einem Mal nur noch 25 Millionen USD wert.

Darüber hinaus sind die Aktien von Marihuanaunternehmen, die in den USA ansässig sind, dem Risiko ausgesetzt, dass die US-Bundesregierung sich in US-Bundesstaaten einmischen könnte, wo medizinisches oder frei verkäufliches Cannabis legalisiert ist. Obwohl diese Bedrohung nicht allzu groß zu sein scheint, gab es bislang einige widersprüchliche Signale von Seiten der Trump-Regierung.

Solltest du in Cannabisaktien investieren?

Das kann nur jeder für sich selbst ausmachen und entscheiden. Und das hängt in erster Linie von der Risikobereitschaft ab, die man mitbringt.

Cannabisaktien sind definitiv risikoreiche, aber renditestarke Chancen. Die Risiken sind da, die Chancen allerdings genauso.

Man kann die Risiken bis zu einem gewissen Grad runterfahren. Wie bereits erwähnt, bieten Marihuana ETFs eine gewisse Diversifikation. Aktien von Unternehmen wie Constellation Brands, die hauptsächlich in anderen Branchen tätig sind, reduzieren ebenfalls das Risiko. Aber auch damit ist man nicht zu 100 % auf der sicheren Seite.

Jedenfalls wird man bei einer Investition wahrscheinlich mit einer relativ kleinen Position beginnen wollen. Wenn man ein Gespür für den Markt und die Branche bekommt, kann man nach und nach mehr Geld in die Hand nehmen. Das hat sich als kluge Strategie für Anfänger wie auch erfahrenere Anleger herausgestellt.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Constellation Brands, Innovative Industrial Properties, KushCo Holdings, OrganiGram Holdings und Origin House. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 4.3.2019 auf Fool.com und wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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