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Nestlé-Aktie: Mit Recyclingkampagnen zum Imagewandel?

Der Schweizer Lebensmittelgigant Nestlé (WKN: A0Q4DC) stand in den vergangenen Jahren durchaus so einige Male in der Kritik. Sei es, weil Nestlé seitens der Kritiker vorgeworfen wird, sein Wassergeschäft auf dem Rücken unterentwickelter Staaten aufgebaut zu haben, oder aber, weil die Produkte des Lebensmittelriesen häufig nicht so gesund erscheinen, wie man annehmen könnte. Allerdings scheint es an Gründen für die Kritik am Schweizer Lebensmittelkonzern sowieso nie zu mangeln.

Nichtsdestoweniger arbeitet Nestlé auch weiterhin an seinem Ruf als nachhaltiger und umweltbewusster Lebensmittelkonzern. Und eine Recyclingkampagne könnte künftig ein weiteres wichtiges Mosaikteil in diesem aus Sicht des Konzernimages bereinigenden Vorhaben werden.  Lass uns daher im Folgenden einmal schauen, was Nestlé hier nun Spannendes verkünden konnte.

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Interessante Partnerschaft, interessante Produkte

Wie die Schweizer nun zur Mitte des vergangenen Monats verkünden konnten, plant Nestlé, künftig mit dem französischen Recycling- und Wiederaufbereitungskonzern Veolia Environnement (WKN: 501451) zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen die beiden bei der Sammlung, der Sortierung und der Aufbereitung von Plastik kooperieren. Durchaus ein spannendes Vorhaben, denn Plastik dürfte auch künftig ein stets ein umweltpolitisch relevantes Thema bleiben.

Konkret geplant seien hierbei mehrere Projekte in insgesamt 13 Staaten in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika. Man könnte daher unterm Strich mutmaßen, dass es sich hierbei prinzipiell um ein global angelegtes Vorhaben handeln könnte.

Ziel dieser Partnerschaften sei insgesamt, bessere Recyclingverfahren zu entwickeln, wodurch der Schweizer Lebensmittelriese bis zum Jahre 2025 seinen Anteil an recyceltem Plastik auf rund 15 % steigern möchte. Auf den gesamten Konzern bezogen, wohlgemerkt – es handelt sich hierbei daher durchaus um ein ambitioniertes Projekt, wenn du mich fragst.

Zudem hat Nestlé erst zum Ende der vergangenen Woche verkündet, dass man zusätzlich zu dem groß angelegten Plastik-Recycling-Projekt auch bei einem anderen, größeren und abfallverursachenden Produkt an der Nachhaltigkeit arbeiten möchte. So sollen künftig die Alu-Kapseln der Kaffeemarke Nespresso wiederverwertet werden, die ebenfalls bei den Konsumenten für reichlich Abfall sorgen. Hierbei planen die Schweizer sogar, die Produkte der Konkurrenz mit zu recyceln, sowie auch die Konkurrenz dazu zu animieren, an dem Projekt der Schweizer mit teilzunehmen.

Es scheint daher insgesamt, als sei Nestlé in den vergangenen Wochen auf einen größeren Recyclingzug aufgesprungen. Ein Aspekt, der sich langfristig durchaus auszahlen könnte.

Nestlé arbeitet an seinen größeren Problemen

Wie Nestlé nämlich nun inzwischen scheinbar verstanden hat, hat sich das Konzernimage in den vergangenen Monaten und Jahren zu einem größeren Problem für die Marke Nestlé entwickelt. Das könnte langfristig durchaus einen Einfluss auf das operative Geschäft des Schweizer Lebensmittelriesen haben.

In der Vergangenheit haben sich schließlich so einige Shitstorms über die sozialen Medien über den Lebensmittelriesen entladen. Das werden gewiss auch viele Konsumenten mitbekommen haben, was sie möglicherweise bezogen auf die Nachhaltigkeit der Produkte von Nestlé verunsichert haben dürfte.

Mit solchen Nachhaltigkeits- und Recyclingmaßnahmen könnten die Schweizer nun jedoch den Kritikern etwas Wind aus den Segeln nehmen und unterstreichen, dass man stets bestrebt ist, ein umweltbewusster und nachhaltiger Wirtschaftsakteur zu sein. Was infolgedessen natürlich ebenfalls die Konsumenten mitbekommen dürften, die entsprechend auch wieder häufiger zu den Produkten von Nestlé greifen könnten.

Es könnte sich daher auch für alle Investoren anbieten, die weiteren Meldungen in diesem Kontext weiter zu verfolgen. Denn das Konzernimage könnte letztlich auch für den weiteren Erfolg der Aktie von entscheidender Bedeutung sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestle.

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