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Dieser ETF zahlt 7,5 % Dividendenrendite ‒ aber darum sollte man ihn vielleicht lieber meiden

Foto: Getty Images

Das Investieren in ETFs ist prinzipiell eine tolle Sache. Es gibt vielen Anlegern, die weder Zeit noch Lust haben, sich etwas intensiver mit der Börse zu beschäftigen, letztlich die Möglichkeit, einfach und günstig marktübliche Renditen einzufahren. Nicht umsonst steht diese Anlageform bei vielen Fondsinvestoren derzeit so hoch im Kurs.

Nichtsdestoweniger existieren auch bei ETFs einige Vertreter, die möglicherweise interessanter für den langfristigen Vermögensaufbau sind als andere. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf einen Vertreter, auf den man vielleicht besser verzichten sollte, obwohl er es gegenwärtig auf eine prinzipiell interessante Dividendenrendite bringt.

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Das macht den Global X Superdividend ETF zunächst interessant

Auf den ersten Blick könnte der Global X Superdividend ETF (WKN: A1JJ54) natürlich durchaus ansprechend wirken. Wo Superdividend draufsteht, dürfte auch eine Superdividende drin sein, oder nicht? Zumindest spricht die vergangene Ausschüttung in Höhe von zuletzt 1,56 US-Dollar im letzten Jahr prinzipiell dafür, die bei einem momentanen Kursniveau einer attraktiven Dividendenrendite von 7,5 % entsprechen dürfte.

Auch aus Sicht der Gebühren hält sich der ETF zumindest relativ in Grenzen. So kam der Passivfonds im vergangenen Jahr auf eine TER (Gesamtkostenquote) von 0,58 %, was zwar etwas teurer ist als bei vielen bloßen Indexfonds. Allerdings dürfte dieser gewisse Aufschlag in Anbetracht der vermeintlichen Superdividende durchaus gerechtfertigt sein. Zumal dieser ETF auch etwas exotischer ist.

Auch die grundsätzlich regionale Aufteilung könnte prinzipiell reizvoll sein. So investiert der ETF zu rund einem Viertel in die USA sowie zu knapp 20 % in Australien. Weitere größere Anteile befinden sich mit rund 10 % in Großbritannien und Frankreich. Daher ist dieser ETF unterm Strich durchaus diversifiziert. Das kann es schlussendlich also auch nicht sein.

Doch bestimmt fragst du dich mittlerweile, wieso ich behaupte, dass dieser ETF für den grundsätzlichen Vermögensaufbau möglicherweise ungeeignet ist. Daher lass uns einen Blick auf diese spannende Frage werfen.

Das ist der Nachteil des ETF

Der Grund, weshalb man diesen ETF möglicherweise besser meidet, hängt mit seiner inneren, feineren Zusammensetzung zusammen. So befindet sich in den Top-10-Holdings beispielsweise  mit freenet lediglich ein Name, von dem viele Anleger bislang etwas gehört haben. Die restlichen Namen sind allesamt größere Fragezeichen – was durchaus auf mögliche Probleme hindeuten könnte.

Vor allem, sofern man die hohe Dividende bedenkt, die der ETF als Ganzes vorweisen kann. Eine Dividendenrendite von 7,5 % als gewichteten Durchschnitt wird man schließlich lediglich erhalten, wenn ein Großteil der Unternehmen möglicherweise sogar noch höhere Dividendenrenditen vorweisen kann als der Index. Sprich, hier dürften einige Unternehmen enthalten sein, die aufgrund ihrer individuellen Probleme in den vergangenen Wochen, Monaten, Quartalen oder sogar Jahren eine so hohe Dividendenrendite vorweisen können. Gerade bei Aktien mit exorbitant hohen Dividendenrenditen liegt schließlich häufiger so einiges im Argen.

Unterm Strich erhalten Investoren bei diesem ETF daher gewissermaßen ein großes Überraschungsei, bei dem weder die weiteren Dividenden noch die weitere Kursentwicklung absehbar sein müssen. Sofern beispielsweise viele der potenziellen Problemkandidaten in naher oder ferner Zukunft ihre Dividenden kürzen müssen oder weitere Kursverluste zu verkraften haben, kann es prinzipiell sowohl mit dem Kurs des ETF als auch mit der Dividende des Passivfonds bergab gehen. Das sollte man durchaus bedenken.

Foolishes Fazit

Wenn du mich fragst, sind solche eher unbekannte und auf hohe Dividenden spezialisierte Produkte wie der Global X Superdividend ETF daher eine Unbekannte mit vielen Fragezeichen und potenziellen Risiken. Natürlich sind auch solche Passivfonds diversifiziert, keine Frage, allerdings könnte die grundsätzliche Zusammenstellung bereits auf eine Anhäufung von so einigen problembehafteten Aktien hindeuten.

Vielleicht eignet sich ein solcher Fonds daher als spekulatives, dividendenstarkes, schmückendes Beiwerk, wer weiß. Und prinzipiell wird sowieso jeder ETF-Investor selbst entscheiden, worin er investieren möchte.

Wer allerdings langfristig mithilfe von zuverlässigen Renditen auf marktüblichem Niveau ein Vermögen aufbauen möchte, könnte bei einem solch spekulativen Mix durchaus an der falschen Adresse sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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