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4 Gründe, warum die 1&1-Drillisch-Aktie fällt und was dennoch für sie spricht

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Die 1&1 Drillisch (WKN: 554550)-Aktie ist seit Anfang 2018 um über 56 % gefallen (29.03.2019). Dass hohe Rückgänge für das Wertpapier nicht ganz ungewöhnlich sind, zeigt ein Blick auf die Historie. So gab es auch zwischen 2007 und 2009 einen Absturz um fast 90 % und zwischen 1999 und 2002 sogar einen Niedergang um über 96 %.

Offensichtlich sind die Ergebnisse sehr anfällig, wodurch der Kurs sehr schnell einbricht. Warum die 1&1-Drillisch-Aktie gerade nachgibt und was dennoch für sie spricht, erfährst du hier.

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1. Konjunkturabhängiges und wettbewerbsintensives Geschäft

1&1 Drillisch ist kein Dauerinvestment, das man kaufen und halten sollte, es sei denn, man fürchtet keine hohen Gewinn- und Kursschwankungen. Während sich der Umsatz relativ stetig entwickelt, kam es in der Vergangenheit konjunkturbedingt zu Gewinneinbrüchen, und da sich die Börse nur auf die Ergebnisse konzentriert, kommt es immer wieder zu starken Schwankungen.

Wer die Preise für Mobilfunk- und DSL-Verträge vergleicht, wird schnell feststellen, welch harter Wettbewerb innerhalb der Branche herrscht. Dies drückt auf die Gewinnmargen. Die Unternehmensgröße ist hier deshalb sehr wichtig, und so war der Zusammenschluss von Drillisch und 1&1 hinsichtlich einer Verbesserung der Wettbewerbsposition positiv.

2. Geplanter Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes

Auch im letzten Jahr (2018) hat das Unternehmen seine Kundenverträge um 7,7 % und den Umsatz operativ um 13,3 % gesteigert. Zudem ist der Gewinn weiter um 30,8 % gestiegen. 1&1 Drillisch wartet weiterhin mit einer sehr guten Eigenkapitalquote von knapp 82 % auf, was die solide Finanzierung  veranschaulicht.

Da die Börse aber immer in die Zukunft blickt, erwartet sie in der kommenden Zeit aufgrund der Teilnahme an der 5G-Frequenzauktion einen schwächeren Gewinn. 1&1 Drillisch plant den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes, was zunächst hohe Investitionen erfordert. Langfristig könnten sich dadurch aber auch positive Effekte ergeben, die der Markt aber derzeit noch nicht einpreist und beachtet.

3. Aussicht auf Kürzung der Dividende

Sollte 1&1 Drillisch bei der 5G-Frequenzauktion erfolgreich sein, plant das Unternehmen hohe Investitionen, die keinen Raum mehr für eine hohe Dividende lassen. So würden nur noch 5 Cent je Aktie ausgeschüttet werden, was einer Dividendenrendite von 0,16 % entspricht (29.03.2019). Und weil viele Investoren damit nicht zufrieden sind, verabschieden sie sich, wodurch der Kurs weiter nachgibt.

Überraschend ist diese mögliche Kürzung aber nicht, da sie auch in der Vergangenheit schon auftrat. Im Grunde ist aber noch alles offen, denn sollte 1&1 Drillisch bei der Auktion keinen Erfolg haben, werden 1,80 Euro je Aktie ausgeschüttet, was einer Dividendenrendite von 5,7 % entspricht (29.03.2019).

4. Zuvor zu teure Aktie

Zwar wäre es sehr schön, wenn sich Aktienkurse wie die Unternehmenswerte entwickeln würden (dann gebe es weniger Schwankungen und sicherlich auch mehr Aktionäre), aber leider orientieren sich die Kurse nur an der kurzfristigen Ergebnisentwicklung, was zu großen Abweichungen vom tatsächlichen Inneren Wert führt. So war es auch in der letzten Boom-Phase der 1&1-Drillisch-Aktie, was zu einer Überbewertung führte, die der Kurs nun korrigiert hat.

Dies spricht trotzdem langfristig für die Aktie

Zwar sind aktuell viele Anleger hinsichtlich der weiteren Zukunft des Unternehmens sehr skeptisch, aber es gibt auch viele Punkte, die gerade in der aktuellen Phase langfristig für die Aktie sprechen.

Ein Grund ist, nach dem Zusammenschluss von 1&1 und Drillisch, die gute Marktstellung. Hinzu kommt, dass der Vorstandsvorsitzende Ralph Dommermuth ein langfristig orientierter und auf Wertsteigerung bedachter Unternehmer ist. Hier genügt ein Blick auf die United Internet (WKN: 508903)-Aktie, die zwar auch starken Schwankungen unterliegt, aber langfristig den DAX deutlich übertroffen hat. Und dies ist nur mit sehr guten Ergebnissen möglich.

Wenn er in ein Mobilfunknetz investiert, verfolgt er einen Plan, der den Unternehmenswert langfristig steigern wird. Am Ende kommt noch die aktuell niedrige Bewertung hinzu, die so günstig ist wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr. Dies spricht alles für die Aktie, aber kurzfristig könnte der Kurs auch noch belastet bleiben.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt United Internet.

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