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1 österreichische Aktie, die noch zu über 4 % Dividendenrendite notiert

Foto: Getty Images

Stahlunternehmen standen im letzten Jahr verstärkt unter Druck. Sie sind ein guter Konjunkturindikator, da sie auf Nachfrageschwankungen sofort und stark reagieren. Zwar werden erst jetzt die Auswirkungen einer Konjunkturabschwächung in den Wachstumsraten wahrgenommen, aber die Aktien haben die Ergebnisse mit einem Vorlauf von etwa einem halben Jahr bereits eingepreist.

So verlor die Voestalpine (WKN: 897200)-Aktie vom Hoch Anfang 2018 bis heute über 48,5 % (21.03.2019) an Wert, sodass sie nun bei etwa 4 % Dividendenrendite (auf Basis der Schätzungen für 2019) notiert. Die folgenden Gründe sprechen aktuell dafür, dass sie attraktiver geworden ist.

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1. Hohe Dividendenrendite

Voestalpine ist mit seinem Geschäft stärker von der Konjunktur abhängig und deshalb schwanken die Ergebnisse und der Aktienkurs stärker. Dennoch hat der Konzern in der Vergangenheit immer eine Ausschüttung vorgenommen.

In den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres 2018/19 waren es 246,8 Mio. Euro (1,40 Euro je Aktie), was zum aktuellen Kurs einer Dividendenrendite von 4,98 % (21.03.2019) entspricht. Ganz zuverlässig ist sie aber nicht, weil im Zuge der aktuellen Ergebnisrückgänge auch die Ausschüttung reduziert werden könnte. Deshalb gehen die Schätzungen von etwas weniger aus.

2. Insiderkäufe

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19 sank Voestalpines Gewinn um 50,4 %, und allein im dritten Quartal fiel sogar ein Verlust von 40,5 Mio. Euro an. Gründe sind vor allem Nachfragerückgänge aus der Autoindustrie, die unter den Handelskonflikten und der Dieselproblematik leidet. Zudem investierte Voestalpine in die Erneuerung seiner Werke und verbuchte für sein Werk in Cartersville (USA) höhere Anlaufkosten. Dazu musste wegen eines Kartellverfahrens eine Rückstellung gebildet werden. Der Umsatz hingegen konnte über drei Quartale 5,2 % zulegen.

Wie oben beschrieben, fiel der Aktienkurs entsprechend, aber dennoch erwarben die Mitglieder des Vorstandes über die letzten Wochen insgesamt für fast eine halbe Mio. Euro Aktien des Unternehmens. Vor allem der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Eder kaufte für 253.462 Euro deutlich ein.

Dies deutet darauf hin, dass die Manager die Aktie aktuell für günstig bewertet halten und zudem für die Zukunft des Unternehmens positiv gestimmt sind. Und aufgrund des nächsten Punktes könnte dies gut begründet sein.

3. Gute Marktstellung

Während viele andere europäische Stahlproduzenten in den letzten Jahren in die Verlustzone rutschten, konnte Voestalpine Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe verbuchen und seine Umsätze weiter ausbauen. Dies lag vor allem an der guten Positionierung des Unternehmens und an seiner guten Aufstellung. So besitzt der Konzern Standorte in über 50 Ländern der Welt und hat seine Geschäfte über vier Bereiche gestreut. Verbuchten beispielsweise die Steel und Metal Forming Divisionen in den ersten drei Geschäftsquartalen 2018/19 einen stärkeren Gewinneinbruch, konnte er in der High Performance Metals und Metal Engineering Division gut gehalten werden.

4. Günstige Bewertung

Wenn man davon ausgeht, dass die Konjunktur nicht ewig schwächeln wird (viele Zentralbanken erweitern die Geldmengen bereits wieder), die Sonderbelastungen relativ schnell wieder verschwinden werden und sich die Nachfrage wieder verbessert, so wird auch der Gewinn früher oder später wieder anziehen. So profitiert Voestalpine zum Beispiel verstärkt von der boomenden Elektromobilität. Die Aktie notiert hingegen heute zu einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 0,8 (21.03.2019).

Foolishes Fazit

Voestalpine ist etwas schwankungsfreudiger als andere Werte, aber das Unternehmen verfügt dennoch über eine gute Marktstellung, über höhermargige Produkte als seine Konkurrenz, hat in den letzten zehn Jahren immer Gewinne erzielt und notiert derzeit zu einer günstigen Bewertung sowie zu einer hohen Dividendenrendite. Zwar ist es immer ungewiss, was kurzfristig passiert, aber bei einer Konjunkturbelebung könnte auch diese Aktie wieder stärker steigen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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