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Könnte 2019 das Comeback-Jahr für Aktien von BMW, Daimler und VW werden?

Autoaktien liefen in den letzten Jahren eher schlecht als recht. Von den großen drei, BMW (WKN:519000), Daimler (WKN:710000) und VW (WKN:766400), konnte kein einziges Unternehmen den DAX schlagen oder auch nur einen Kursgewinn verbuchen, wenn wir die letzten fünf Jahre betrachten (Stand 15.03.2019). Daher stellt sich natürlich die Frage, ob das nur eine vorübergehende Schwächephase ist oder die goldenen Jahre vorbei sind.

Um es vorwegzunehmen, meiner Einschätzung nach ist es unwahrscheinlich, dass die nächsten fünf Jahre besser verlaufen als die letzten.

Investitionen und Absatzrückgänge belasten die Finanzen

Die Gründe dafür sind ganz einfach. Die Branche steht momentan vor einer Vielzahl von Problemen, angefangen bei den Emissionsgrenzen der EU. Diese sehen vor, dass Emissionen auf die gesamte Fahrzeugflotte gerechnet nicht mehr als 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer betragen dürfen. Für VW dürfte diese Hürde einfacher zu nehmen sein als für BMW und Daimler, da der Fahrzeugabsatz sehr viel mehr auf Kleinwagen und Mittelklassefahrzeuge fokussiert ist, die weniger Kraftstoff verbrauchen und damit weniger CO2 ausstoßen. Doch BMW und Daimler dürften damit ihre Probleme bekommen.

Als wäre das noch nicht genug, möchte die EU die Grenzen bis 2030 noch weiter drastisch senken, und viele Länder gehen noch weiter und wollen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor komplett verbieten. Damit werden die Hersteller allesamt gezwungen, ihre Produktion massiv auf Elektrofahrzeuge umzustellen, was natürlich so einige Probleme mit sich bringt. Beispielsweise werden Milliarden von Euro in die Entwicklung fließen müssen, während man die Entwicklung konventioneller Antriebe natürlich auch nicht einfach einstellen kann, um die angestammte Kundschaft nicht zu verlieren. An dieser Stelle wird es für die Aktionäre bereits eng, da in den kommenden Jahren deutlich weniger Geld für Dividenden zur Verfügung stehen dürfte, weil die Investitionen insgesamt wohl zunehmen werden. Um diese Kosten zu verringern, wird es daher wohl verstärkt zu Kooperationen kommen, was in Ansätzen bereits zu erkennen ist.

Gleichzeitig schwächeln zwei der wichtigsten Absatzmärkte, China und die USA. Auf diese Märkte konnte man sich in den letzten Jahren verlassen, um den Fahrzeugabsatz und die Gewinne anzukurbeln. Während in den USA der Absatz nur stagniert, fallen die Verkäufe in China inzwischen. Zudem ist China inzwischen der größte Absatzmarkt für Elektrofahrzeuge.

Neue Konkurrenten bringen sich in Stellung

Doch diese Herausforderungen sind überschaubar und dank der hervorragenden finanziellen Situation der drei Konzerne kein Weltuntergang. Was mir eher Sorgen bereitet, sind aber die vielen neuen Konkurrenten, die in den letzten Jahren die Bühne betreten haben. Ich meine damit die zahlreichen Startups, die mit innovativen Ideen auf Kundenfang gehen und häufig extrem finanzkräftige Investoren haben. Beispielsweise hat gerade erst Amazon (WKN:906866) viel Geld in eins dieser Startups investiert und ist sicherlich ohne Probleme in der Lage, noch weitaus mehr Geld zur Verfügung zu stellen, falls nötig. Gleichzeitig ist Amazon ein potenziell riesiger Kunde, den man sicherlich gerne als Investor haben möchte.

Da Innovationskraft und schnelles Handeln zumindest aus meiner Sicht nicht zu den Stärken der deutschen Automobilindustrie gehören, halte ich es für unwahrscheinlich, dass man in der Lage sein wird, schnell genug auf neue Trends zu reagieren, um einen nachhaltigen Verlust von Marktanteilen abzuwenden. Das dürfte den Ausblick für die Aktienkurse in den nächsten Jahren deutlich eintrüben.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von Amazon. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.