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4 Gründe, warum die Leoni-Aktie jetzt langsam interessant wird

Der Drahtzieher, Quelle: Leoni AG

Das letzte Jahr verlief für die Leoni (WKN: 540888)-Aktie wahrlich nicht gut. So fiel der Kurs vom Hoch Anfang 2018 bis heute um über 72 % (19.03.2019). Dies ist ein extremer Abschlag, der aber aufgrund der starken Konjunkturabhängigkeit des Geschäftes durchaus normal ist und zu erwarten war.

Auch in der Vergangenheit ist Leoni aufgrund von Gewinneinbrüchen schon stark gefallen (siehe 2007/2008 oder 2015/2016). Warum der aktuelle Abschwung wahrscheinlich übertrieben ist und wie es mit dem Unternehmen weitergeht, erfährst du hier.

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1. Vieles bereits eingepreist

Dass sich der Markt nur auf die kurzfristigen Gewinne konzentriert, ist derzeit wieder sehr gut zu beobachten. So ist der Umsatz im letzten Jahr um etwa 4,1 % gestiegen, der Gewinn aber um 50 % gefallen. Gründe waren Sonderbelastungen durch den neuen mexikanischen Betrieb in Merida, eine geringere konjunkturbedingte Nachfrage (speziell in China), gestiegene Rohstoffpreise, höhere Sachinvestitionen und Forschungs-Entwicklungskosten.

Was die Aktie noch einmal deutlich belastete, war die weitere Zurücknahme der Prognose für 2019. Vor allem die Kostenentwicklung und die Auftragslage machen dem Management zu schaffen.

All diese schlechten Nachrichten sind nun aber auch schon im aktuellen Kurs verarbeitet.

2. Langfristig wachsendes Geschäft

Da Leonis Produkte gefragt sind, ist auch 2018 der Umsatz weiter gestiegen. Dabei profitiert der Automobilzulieferer vom stark wachsenden Elektro- und Hybridautomarkt. Dies wird wahrscheinlich auch zukünftig zu weiter steigenden Aufträgen und Umsätzen führen.

Auch über die letzten zehn Jahre (2009–2018) ist der Umsatz stetig von 2,16 auf 5,1 Mrd. Euro gestiegen. Dies ist ein großer Vorteil für das Unternehmen und die Aktie, denn es zeigt, dass sich das Geschäft sich alles andere als im Niedergang befindet.

3. Aktie so günstig wie lange nicht

Dass der Kurs gerne übertrieben reagiert, erkennst du auch daran, dass er mit über 72 % deutlich stärker gefallen ist als der Gewinn mit 50 %. So notiert die Aktie heute zum halben Buchwert, was über die letzten zehn Jahre und auch 2009 noch nie der Fall war. Dies ist eine außergewöhnlich tiefe Bewertung.

4. Spar- und weitere strategische Maßnahmen eingeleitet

Wir haben also einen durch lösbare Probleme und konjunkturell belasteten Gewinn, was aktuell zu einer sehr niedrigen Börsenbewertung führt. Aber wir haben auch ein Management, das jetzt starke Sparmaßnahmen einleitet, sodass der Gewinn zukünftig auch wieder steigen kann.

Zwar werden 2019 auch noch Belastungen durch das Werk in Merida in Höhe von 50 Mio. Euro und 2019/2020/2021 etwa 120 Mio. Euro für die Umsetzung des Sparprogramms (VALUE21) anfallen, aber bis 2022 werden so auch 500 Mio. Euro eingespart, was den Gewinn wieder entsprechend heben würde (die EBIT-Marge soll um 2 bis 3 Prozentpunkte steigen). Der heutige Kurs ist hingegen kurzsichtig und schaut nur auf die Entwicklung im aktuellen Jahr. Deshalb sind diese Maßnahmen wiederum noch nicht eingepreist.

Zudem plant Leoni eine Konzernumstrukturierung, bei der eine Holding mit zwei untergeordneten eigenständigen Firmen entsteht. So würden sich mehr strategische Möglichkeiten eröffnen. Und auch im Werk Merida werden umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Entwicklung wieder zu stabilisieren. Der Fokus wird zukünftig mehr auf der Profitabilität statt auf dem Wachstum liegen, was sich nur positiv auf die Ergebnisse auswirken kann.

Foolishes Fazit

Klar ist, Leoni ist kein stabiles Dauerinvestment und Unternehmen dieser Art rutschen auch häufiger in die Insolvenz, aber es hat aufgrund der beschlossenen Maßnahmen und aufgrund der zukünftig hohen Nachfrage aus dem E-Automarkt wahrscheinlich auch wieder eine bessere Zukunft vor sich.

Sollten die Maßnahmen greifen und sich der Gewinn normalisieren, wäre eine derart niedrige Bewertung nicht mehr gerechtfertigt. Kurzfristig kann es aber auch noch zu weiteren Belastungen kommen, die den Kurs noch einmal drücken könnten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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