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Aurora Cannabis, Commerzbank oder Deutsche Telekom – welche Aktie ich heute kaufen würde

Gleich vorneweg: Ich besitze keine Aktien von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), der Commerzbank (WKN:CBK100) oder der Deutschen Telekom (WKN:555750). Und ich habe auch nicht vor, mir eine dieser Aktien in nächster Zeit ins Depot zu legen.

Aber: Wenn ich mich heute für eine dieser drei Aktien entscheiden müsste, dann hätte ich einen klaren Favoriten.

Aktie 1: Aurora-Cannabis-Aktie

Aurora Cannabis ist ein lizensierter Cannabis-Produzent aus Kanada – laut Wikipedia der zweitgrößte weltweit nach Canopy Growth.

Immer mehr Länder – beispielsweise Kanada – legalisieren den Konsum von Cannabis. In Europa wird der Umgang mit Gras ebenfalls immer lockerer – in Tschechien beispielsweise darf man bis zu fünf Cannabis-Pflanzen besitzen. Und auch in der Medizin finden sich immer mehr Anwendungen für Cannabis.

Aurora Cannabis ist als einer der führenden Marihuana-Produzenten bestens positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren – damit ist die Aktie grundsätzlich für mich interessant. Trotzdem kommt die Aurora-Cannabis-Aktie für mich derzeit nicht infrage.

Zum einen bin ich bei extrem schnell wachsenden Märkten generell vorsichtig – insbesondere wenn es sich um relativ einfach herzustellende Produkte wie Cannabis handelt. Mich erinnert die ganze Sache ein wenig an die Solarbranche – vor ein paar Monaten habe ich zu diesem Thema einen ausführlichen Beitrag verfasst (Link zum Artikel).

Zum anderen ist die Aurora-Cannabis-Aktie in meinen Augen in den letzten drei Jahren ziemlich gehypt worden – sie legte in diesem Zeitraum fast 1.700 % zu. Eine imposante Kursexplosion für ein Unternehmen, das operativ noch immer Verluste schreibt.

Mein Fazit zur Aurora-Cannabis-Aktie: Explodierende Wachstumsmärkte in Kombination mit einer gehypten Aktie – diese Kombination passt nicht zu meinem Investmentstil. Logischerweise kommt die Aktie daher für mich auch nicht infrage.

Aktie 2: Commerzbank-Aktie

Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Geschäftskundenbanken Deutschlands. Und ich denke, sie hat in den letzten Jahren keinen schlechten Job gemacht. Insbesondere das Wachstum im Privatkundengeschäft zeigt, dass man vieles besser macht als die Konkurrenz.

Da die Aktie durchaus günstig daherkommt, scheint sie auf den ersten Blick ein ziemlich interessanter Turnaround-Kanditat zu sein – doch für mich kommt auch ein Kauf der Commerzbank-Aktie nicht infrage. Der Grund ist recht simpel, wenn man sich die folgende Frage stellt: Brauchen wir in zehn Jahren überhaupt noch Filialbanken?

Sicher, es wird immer Menschen geben, die ihre Bankgeschäfte lieber vor Ort in einer Filiale erledigen möchten – und nicht online oder mit dem Smartphone. Aber ich denke, ein Großteil der Kunden wird erkennen, dass es günstiger und komfortabler ist, seine Finanzen mit Onlinediensten zu verwalten.

Ob sich die Commerzbank in den nächsten zehn Jahren zur erfolgreichen Direktbank oder zum innovativem Fintech entwickeln wird? Na ja, daran kann man zumindest Zweifel haben.

Mein Fazit zur Commerzbank-Aktie: Von einem Unternehmen, dessen Produkte in zehn Jahren möglicherweise kaum noch jemand braucht, möchte ich gewiss keine Aktien im Depot haben.

Hinzu kommt, dass sich Aktien aus dem Finanzsektor ohnehin außerhalb meines Circle of Competence befinden – bei mir hat die Commerzbank-Aktie daher keine Chance.

Aktie 3: Deutsche-Telekom-Aktie

Wenn ich mich heute für eine der drei Aktien entscheiden müsste, dann wäre es also folgerichtig die Deutsche-Telekom-Aktie. Denn im Gegensatz zu den beiden gerade besprochenen Aktien liefert die Telekom ein essenzielles Produkt, das praktisch jeder Mensch in der westlichen Welt benötigt: Internet!

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich einen Beitrag verfasst, der ausführlich beschreibt, warum ich den Telekommunikationsmarkt für vielversprechend halte (Link zum Artikel). Und daran hat sich in den letzten zwölf Monaten auch nichts geändert.

Die Telekom bietet ihren Kunden also ein essenziell wichtiges Produkt – und sie kann das besser als ihre Konkurrenten! Im Mobilfunk-Netztest von connect hat die Deutsche Telekom im Jahr 2019 zum achten Mal in Folge Platz eins belegt – klar vor Vodafone und O2.

Da sich daran wohl so schnell nichts ändern wird, ist das Telekom-Netz meiner Meinung nach ein echter Wettbewerbsvorteil für den ehemaligen Staatskonzern – zumindest hier in Deutschland.

Ich mag Unternehmen, die ihren Kunden tolle Produkte anbieten – und genau das tut die Deutsche Telekom. Und genau deshalb ist die Deutsche-Telekom-Aktie in meinen Augen auch die interessanteste Aktie unter den drei genannten Titeln.

Warum ich die Deutsche-Telekom-Aktie trotzdem nicht kaufe

Trotzdem konnte ich mich bisher nicht dazu durchringen, die Aktie zu kaufen. Ich habe vor allem zwei Bedenken: die Geschichte der Telekom und deren Schuldenstand.

Die Deutsche Telekom war viele Jahre lang ein Staatskonzern – erst mit der zweiten Postreform im Jahr 1995 wurden die erste Schritte in Richtung Privatisierung gemacht. Staatsbetriebe gelten als bürokratisch, wenig effizient, nicht gewinnorientiert und schon gar nicht als innovativ – alles Dinge, die ich als Investor nun wirklich nicht sehen möchte!

Ich fürchte, dass man solch eine Mentalität nie wirklich aus der Unternehmens-DNA herausbekommt, egal wie sehr man privatisiert. Ich hätte deshalb einfach kein gutes Gefühl bei einem Investment in die Deutsche Telekom.

Auch der eklatant hohe Schuldenstand schreckt mich ab – der operative Gewinn deckt die Zinszahlungen gerade mal um das 3,8-Fache. Dieser extrem niedrige Wert verdeutlicht, dass die Deutsche Telekom einen riesigen Schuldenberg mit sich herumschleppt – was mir als langfristiger Investor natürlich gar nicht gefällt!

Mein Fazit: Ich würde die Deutsche-Telekom-Aktie zwar der Aurora-Cannabis-Aktie und der Commerzbank-Aktie vorziehen – aber kaufen würde ich sie aktuell trotzdem nicht.

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Thomas Brantl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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