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Staatsfonds steigt aus Ölaktien aus: Zeit für Dividendenjäger, bei Shell und BP die Reißleine zu ziehen?

Eigentlich läuft das aktuelle Börsenjahr recht gut für die Ölaktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) und BP (WKN: 850517). Sowohl sehr solide Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal als auch für das gesamte Geschäftsjahr und die inzwischen wieder deutlich gestiegenen Ölpreise sorgten innerhalb der ersten Monate dafür, dass sich die Aktien wieder erholten. Für Einkommensinvestoren daher prinzipiell wieder bessere Zeiten als noch zur Jahreswende.

Wie nun jedoch bekannt wurde, scheint sich ein wichtiger Staatsfonds von seinen Beteiligungen im Ölsegment zu trennen. Lass uns daher an dieser Stelle einmal überlegen, ob auch wir als Einkommensinvestoren unsere Investitionen in diesem Segment überdenken sollten.

Ein Blick auf das Warum

Wie nun bekannt geworden ist, möchte der norwegische Staatsfonds nach und nach seine Beteiligungen im Öl- und Gasbereich ein kleines bisschen reduzieren. Der Fonds verwaltet derzeit einen Betrag von 8.900 Mrd. Norwegische Kronen (umgerechnet in etwa 904 Mrd. Euro) und ist mit diesem Volumen definitiv kein kleiner Akteur im Kreise der institutionellen Investoren.

Allerdings scheinen weder die weiteren Aussichten noch umweltpolitische Bedenken ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen zu sein, sondern Sorgen um die Diversifikation. Da Norwegen nämlich selbst ein Öl- und Gasproduzent ist, möchte die derzeitige Regierung des nordischen Staates etwas unabhängiger von den zuletzt doch etwas deutlicher schwankenden Öl- und Erdgaspreisen werden.

Unterm Strich plant der norwegische Staatsfonds zunächst, Beteiligungen an ca. 134 eher kleineren Unternehmen abzustoßen. Wie das Handelsblatt zudem herausgefunden haben möchte, scheinen sich die prominenten größeren Unternehmen wie eben Royal Dutch Shell, BP oder auch ExxonMobil (WKN: 852549) bislang nicht auf der Streichliste zu befinden. Zumindest seien diese Beteiligungen nicht von den neuen Regularien der norwegischen Politik betroffen. Durchaus interessant.

Was das nun für alle Dividendenjäger heißt

Bleibt nun natürlich noch die spannende Frage, was das für alle Dividendenjäger bedeuten könnte. Wenn du mich fragst, bleibt eigentlich alles beim Alten.

Norwegen stößt schließlich weder Anteile der größeren Unternehmen wie eben Royal Dutch Shell oder BP ab, noch scheint der Staatsfonds an den weiteren Aussichten der jeweiligen Öl- und Gaskonzerne zu zweifeln, was man als Investor natürlich bedenken sollte. Denn das Land möchte seine Anlagen letztlich einfach nur über seinen Staatsfonds etwas mehr diversifizieren. Zumal die norwegische Wirtschaft selbst als Öl- und Gasstandort von diesem Segment abhängig ist und so das Klumpenrisiko Öl und Gas in der Vergangenheit wohl inzwischen einfach zu groß gewesen ist.

Für alle Einkommensinvestoren und Dividendenjäger, die hingegen über ein diversifiziertes Portfolio verfügen und nicht lediglich schwerpunktmäßig im Öl- und Gassegment investiert sind, besteht daher akut wohl eher kein Anlass zum Handeln. Zumindest sollten wir diese aktuelle Meldung nicht in diesem Sinne interpretieren.

Royal Dutch Shell und BP bleiben interessante Dividendenperlen

Die Aktien von Royal Dutch Shell und BP könnten daher unterm Strich auch weiterhin die interessanten Dividendenperlen bleiben, die sie vor der Ankündigung Norwegens bereits gewesen sind. Die sich inzwischen wieder erholenden Ölpreise sorgen zudem dafür, dass die Dividenden wieder sicherer erscheinen. Der Ausstieg des norwegischen Staatsfonds ändert daher an der bisherigen Investitionsthese für alle Einkommensinvestoren eigentlich nichts.

Sofern die Aktienkurse der beiden Dividendenperlen allerdings angesichts des Ausstiegs des prominenten Fonds in Mitleidenschaft geraten sollten, könnte das für findige Einkommensinvestoren sogar erneut eine interessante Chance schaffen, um die jeweiligen Aktien etwas günstiger und mit einer höheren Dividendenrendite zu bekommen. Aber mal sehen, welche kurz- bis mittelfristigen Auswirkungen dieser Ausstieg noch haben wird.

Letztlich könnte man sich als Investor jedoch durchaus ein Beispiel am norwegischen Staatsfonds nehmen und selbst überlegen, ob das Ölsegment oder aber ein anderer Bereich im eigenen Einkommensportfolio möglicherweise überrepräsentiert ist. Allerdings könnte das unterm Strich die einzige Bedeutungsdimension sein, die diese Meldung für alle langfristig orientierten Investoren der Dividendenperlen Royal Dutch Shell und BP hat.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell (B-Aktien). The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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