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Aufgepasst! Diese Grafik sollten alle Sparer und Anleger in Deutschland kennen

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Wir Deutsche sind super im Sparen: Angaben von statista zufolge stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland in den letzten fünf Jahren um insgesamt 26,7 %.

Aber sind wir auch gut darin, das gesparte Geld schlau anzulegen? Meiner Meinung nach eher weniger: Denn der deutsche Aktienindex DAX konnte im gleichen Zeitraum um 42,5 % klettern.

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Nun wirst du vielleicht sagen, dass Aktien längst nicht in jedem Anlagezeitraum die bessere Alternative waren. Und dass Aktien kurzfristig ziemlich stark schwanken können. Und bei beidem gebe ich dir recht.

Für beide Argumente gilt allerdings auch, dass sie an Kraft verlieren, je langfristiger man in Aktien investiert. Du glaubst mir nicht? Dann solltest du jetzt auf jeden Fall weiterlesen!

Das DAX-Renditedreieck

Das Deutsche Aktieninstitut veröffentlicht einmal im Jahr sein Renditedreieck, in dem detailliert aufgeschlüsselt ist, in welchem Zeitraum man mit den 30 DAX-Aktien wie viel Geld verdienen konnte:

Die Grafik funktioniert wie folgt: Auf der senkrechten Y-Achse wählst du das Jahr, in dem du die DAX-Aktien theoretisch gekauft hast, und auf der horizontalen X-Achse das Jahr, in dem du wieder ausgestiegen bist. Nun musst du nur noch in der Mitte der Matrix das Feld finden, in dem sich deine beiden Jahre kreuzen, und schon siehst du die durchschnittliche Rendite pro Jahr in deinem Zeitraum.

Diese Rendite war weder garantiert noch über die Gesamtzeit konstant, sondern es ist die Rendite, die dein Investment rechnerisch pro Jahr erzielt hätte. Einen einfachen Überblick über die Renditen in den verschiedenen Zeiträumen liefern die Farben der Felder: Grün steht für positiv und Rot logischerweise für negativ.

Was sehen wir?

Je kürzer der Anlagezeitraum, desto weiter oben befindet man sich in der Matrix und umgekehrt. Die Botschaft ist eindeutig: In so kurzen Zeiträumen kann man Glück haben, zum Beispiel, wenn man von 1995 bis 1999 deutsche Aktien hielt. In diesen vier Jahren hat man eine sagenhafte Jahresrendite von 32,6 % erzielt. Man kann aber auch Pech haben – wer 1998 kaufte und vier Jahre später wieder ausstieg, hat pro Jahr 12,8 % Minus gemacht.

Doch je länger der Anlagezeitraum ist, desto konstanter werden die durchschnittlichen Jahresrenditen: Es gab keinen Zeitraum von über 15 Jahren, in dem DAX-Aktien nicht zumindest durchschnittlich 2 % im Jahr erwirtschaftet hätten. Bei einem Zeitraum von 25 Jahren lag die minimale Jahresrendite bei 5,4 %. Und je weiter wir uns nach rechts unten bewegen, desto einheitlicher werden die durchschnittlichen Jahresrenditen.

Das bedeutet: Wer wirklich langfristig in Aktien investiert, der kann die kurz- und mittelfristigen Schwankungen bei Aktien völlig ignorieren und sich auf das satte Grün unten rechts freuen.

Warum schaffen das die meisten nicht?

Es gibt in bestimmten Fällen Gründe, um nicht in Aktien zu investieren, doch auf die allermeisten Menschen treffen diese Gründe nicht zu. Stattdessen lassen sich viele Sparer einfach von den täglichen Schwankungen verunsichern und ignorieren die Tatsache, dass diese auf lange Sicht kaum etwas ausmachen.

Hinzu kommt, dass viele Anleger an der Börse die immer gleichen Anfängerfehler machen: Sie investieren aufgrund verschiedener Ursachen nicht langfristig genug oder sie kaufen nur einige wenige Aktien, ohne sich vorher genauer zu informieren. Dadurch ist ihr Geld einem viel höheren Risiko ausgesetzt!

Was also tun?

Für die meisten Anleger, die zwar die tollen langfristigen Renditen mitnehmen wollen, aber mit dem Börsentreiben nicht so viel zu tun haben möchten, dürften ETFs das richtige sein. Sie bilden einen bestehenden Aktienindex wie den DAX nach. Kaufst du als Anleger nun so einen ETF, bist du indirekt an allen 30 Unternehmen beteiligt, die im DAX sind. Das geht bei vielen Anbietern schon ab 25 Euro im Monat.

Du siehst, es ist gar kein Hexenwerk, an der Börse zu investieren und dabei erfolgreich zu sein. Die Kunst ist eigentlich, einfach gar nichts zu tun und abzuwarten. Wenn du das beherzigst, dann sollte dein Vermögen langfristig schneller wachsen können als das Gesamtvermögen der deutschen Haushalte.

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