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Überraschung! Der größte Cannabis-ETF hat gerade einen riesigen Schritt gemacht

Anleger sind mehr denn je vom Cannabismarkt begeistert, und die Aktien im Cannabisbereich haben zu Beginn des Jahres starke Zuwächse erfahren. Infolgedessen hat der größte Marihuana-ETF der Branche, der ETFMG Alternative Harvest (WKN:A2DGUJ), seine Anleger 2019 bereits mit guten Renditen belohnt.

Der ETFMG Alternative Harvest hält eine Vielzahl von verschiedenen Cannabisaktien, und wie zu erwarten ist, findet man im Portfolio einige der größten Cannabisunternehmen. Vor kurzem führten Bewegungen im Aktienkurs verschiedener Cannabisaktien dazu, dass der ETF eine enorme Konzentration in einem bestimmten Cannabisunternehmen aufwies, weswegen bei Anlegern die Warnsignale angingen. Interessanterweise tat ETFMG jedoch einen großen Schritt, der nicht ganz zu erwarten war. Ein genauerer Blick auf die Anlagen des ETF macht deutlich, dass die Entscheidung von Alternative Harvest völlig im Einklang mit dem stand, was man den Anlegern gegenüber kommuniziert hat – auch wenn die meisten der Investoren sich darüber wohl niemals schlau gemacht hatten.

Eine geänderte Gewichtung bei Alternative Harvest

Anfang Februar sagte ich, dass eine einzige Cannabisaktie fast 20 % der Bestandteile von Alternative Harvest ausmachten. Das schien auf den ersten Blick überraschend, denn der Index, den der ETF verfolgt, behauptet, eine modifizierte Market-Cap-Gewichtung zu verwenden, die in der Regel den größten Unternehmen der Branche die größte Gewichtung gegeben hätte. Ein genauerer Blick auf die Methodik, die der Index verwendete, zeigte jedoch, wie das Zusammenwirken verschiedener Faktoren zu einer Übergewichtung hat führen können.

Der Indexanbieter sagte, dass die Neugewichtung und Rekonstitution im letzten Monat eines jeden Kalenderquartals stattfindet. So schien es, als müssten die Anleger die hohe Gewichtung für mindestens einen Monat oder länger in Kauf nehmen. Überraschenderweise näherten sich die Gewichtungen jedoch kurz darauf deutlich mehr an. Unten sind die Vorher-Nachher-Gewichtungen für einige der wichtigsten Cannabisaktien auf dem Markt.

Aktie Gewichtung Stand 5.2.
Gewichtung Stand 12.2.
Cronos Group (WKN:A2DMQY) 18,6 % 7,6 %
Canopy Growth (WKN:A140QA) 8,7 % 7,5 %
Aurora Cannabis (WKN:A12GS7)
7,7 % 7,3 %
Tilray (WKN:A2JQSC) 5,6 % 7,5 %
OrganiGram Holdings (WKN:A12AQF) 4,4 % 3,2 %

Quelle: ETFMG.

Offenbar hat der ETF Schritte unternommen, um sein Portfolio auszugleichen. Normalerweise passiert ein solches Rebalancing aber nicht im Februar.

Was der Marihuana-ETF alles tun kann

Darum also schnell den Prospekt von Alternative Harvest doch einmal genauer unter die Lupe genommen, um zu sehen, was dahinter steckt. Der Prospekt ist zu Beginn recht allgemein gehalten und sagt, dass der Index vierteljährlich rekonstruiert und neu gewichtet wird. Das steht im Einklang mit den Infos auf der Website von Prime Indexes. Der Anbieter des Prime Alternative Harvest Index nimmt die vierteljährliche Neuausrichtung im März, Juni, September und Dezember vor.

Weiter hinten macht Alternative Harvest jedoch deutlich, dass der ETF sich einen größeren Ermessensspielraum vorbehält, um Maßnahmen zur Anpassung des Portfolios auch zwischen diesen vierteljährlichen Rebalancing-Maßnahmen zu ergreifen. Konkret heißt es im Prospekt:

Um die Marktauswirkungen eines Index-Rebalancing zu minimieren, kann der Fonds mit dem Handel beginnen, um das Rebalancing auszugleichen, und zwar auch vor dem Inkrafttreten des Rebalancing. Danach kann der Handel nach Inkrafttreten des Rebalancing fortgesetzt werden.

Genau das scheint Anfang Februar passiert zu sein. Nachdem festgestellt wurde, dass die Neugewichtung im März zu einer dramatischen Verschiebung des Portfolios des ETFs führen würde, um die Gewichtung von Cronos Group zugunsten einiger kleinerer Aktien des Fonds zu reduzieren, entschied sich ETFMG nicht so lange zu warten. Stattdessen nutzte man den im Prospekt angeführten Ermessensspielraum. Man akzeptierte jede in diesem Zeitraum daraus entstehende Diskrepanz zwischen der Rendite des Fonds und der Rendite des Index.

Cannabisanleger: Versteht euren ETF!

Nichts davon sollte diejenigen überraschen, die sich über Alternative Harvest ETF richtig schlau gemacht haben. Das Problem ist, dass die meisten Anleger den Prospekt nicht einmal ansehen, geschweige denn in seiner Gesamtheit lesen. Wenn so etwas dann passiert, kann das viele erst einmal schocken – und das, obwohl der Fonds seinen Anlegern alles schwarz auf weiß mitgeteilt hat.

Da Alternative Harvest dieses Jahr bereits starke Zuwächse verzeichnen konnte, werden sich die meisten Anleger allerdings nicht allzu sehr für den großen Schritt interessieren. Jedoch sollte man wissen, dass der Marihuana-ETF seinen Spielraum jederzeit nutzen kann. Sollte also mal eine noch drastischere Maßnahme erfolgen, darf man demnächst nicht mehr sagen, man hätte das alles nicht gewusst.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von OrganiGram Holdings. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 16.2.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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