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E-Commerce-Rakete Etsy: 3 Wege, wie das Unternehmen rasant weiterwachsen kann

Bei Etsy (WKN: A14P98) scheint es derzeit einfach zu laufen. Erst vor wenigen Tagen verkündete das Unternehmen beispielsweise hervorragende Zahlen für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2018 – und stieg seitdem prompt um beachtliche 23 %!

Und auch wenn das Wachstum bei Etsy in den vergangenen Quartalen immer mal wieder ordentlich an Fahrt aufgenommen hat, könnte es im Endeffekt noch immer in den Kinderschuhen stecken. Lass uns daher im Folgenden mal einen Blick auf drei mögliche Wege werfen, wie Etsy langfristig noch weiter stark wachsen könnte.

Kunden zu häufigeren Bestellungen bewegen

Ein erster Schritt, um das Wachstum bei Etsy etwas anzukurbeln, könnte mit dem bisherigen Kundenverhalten zusammenhängen. Bei der Verkündung der Zahlen für das dritte Quartal des vergangenen Geschäftsjahres führte das Etsy-Management so beispielsweise aus, dass viele der gegenwärtig registrierten Käufer die Verkaufsplattform Etsy lediglich selten bis einmal im Jahr nutzen. Definitiv spannend.

Denn auch wenn das unterm Strich ein Indikator dafür sein kann, dass sich Etsy zumindest gegenwärtig noch nicht ganz so stark in den Köpfen der Kunden festgesetzt hat, hält dieser Umstand noch immer viel Wachstum bereit. Sofern Etsy nämlich langfristig seine Kunden dazu bewegen kann, anstelle von durchschnittlich einmal im Jahr mehrmals pro Jahr zu bestellen, könnte das sowohl zu einer signifikanten Steigerung des Warenumschlags als auch der Umsätze und Ergebnisse führen.

Für Investoren könnte es sich daher anbieten, diesen Aspekt definitiv im Auge zu behalten. Denn alleine im Kreise der bisherigen Bestandskunden könnte noch ein enormes Wachstumspotenzial verborgen sein.

Etsy könnte seine Gebühren weiter erhöhen

Ein weiterer Schritt, um zumindest aus Sicht der nackten Kennzahlen zu wachsen, könnte in einer weiteren Gebührenerhöhung liegen. Zwar hat Etsy erst im vergangenen Sommer seine Verkaufsprovision von 3,5 auf inzwischen 5,0 % angehoben, weshalb ein solcher Schritt zumindest kurz- bis mittelfristig nicht sonderlich wahrscheinlich ist. Langfristig könnten die Gebühren allerdings durchaus wieder eine Rolle spielen.

Denn trotz der im Sommer erfolgten Erhöhung ist Etsy im Vergleich zur prominenten Konkurrenz noch immer vergleichsweise günstig, was die eigenen Gebühren anbelangt. Die Verkaufsprovision von lediglich 5,0 % stellt beispielsweise lediglich einen Bruchteil dessen dar, was der Internet-Auktions-Platzhirsch eBay (WKN: 916529) gegenwärtig verlangt. Zum ersten April des aktuellen Jahres wird eBay regelmäßige Gebühren in einer Größenordnung zwischen 9 und 13 % verlangen, was deutlich höher ist als die bisherige Gebührenstruktur von Etsy.

Daher könnte auch Etsy langfristig noch etwas Luft nach oben haben, sofern sich das Unternehmen nachhaltig in den Köpfen der Konsumenten etabliert.

Etsy kann noch regional expandieren

Zu guter Letzt könnte Etsy zudem auch regional noch weiter expandieren. Bislang hat Etsy im Grunde genommen erst in seinem heimischen US-Markt felsenfest Fuß gefasst und ist gegenwärtig dabei, den europäischen Markt etwas aufzurollen (wobei Etsy natürlich in vielen weiteren Märkten bereits aktiv ist). Auch regional könnte Etsy daher noch viele neue Märkte ernsthaft in Angriff nehmen.

Erst im vergangenen Sommer hat die Homemade- und Selfmadewarenplattform so beispielsweise das deutsche DaWanda übernommen, um im deutschen und europäischen Markt weitere Anteile zu gewinnen. Auch eine Fortführung eines solchen Weges könnte Etsy daher in den kommenden Jahren noch so einiges an weiterem Wachstum bescheren.

Etsy bleibt weiterhin spannend!

Etsy bleibt daher in meinen Augen auch weiterhin spannend. Mit seiner Marktkapitalisierung von gegenwärtig 7,57 Mrd. Euro ist das Unternehmen noch immer relativ klein und könnte zu einem größeren, globalen E-Commerce-Akteur heranreifen.

Zumindest was das bisherige Kundenverhalten sowie die künftige Gebührenstruktur und das weitere regionale Wachstum anbelangt, könnten Etsy noch viele Türen offenstehen. Ich bin jedenfalls weiterhin gespannt, wie das Unternehmen dies nutzen wird.

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Vincent besitzt Aktien von Etsy. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Etsy. The Motley Fool empfiehlt eBay.

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