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Henkel erhöht die Dividende: Macht das die Aktie nun etwa zum Kauf?

Foto: Getty Images

Wie es scheint, macht Henkel (WKN: 604840) nun ernst. Na ja, zumindest bei der Dividende. Denn wie das DAX-Unternehmen vor wenigen Tagen verkündete, plant das Management für das vergangene Jahr eine höhere Ausschüttung für alle Investoren.

Statt wie im vorherigen Jahr 2018 1,77 Euro je Stammaktie beziehungsweise 1,79 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten, möchte der Düsseldorfer Konzern nun in 2019 eine Ausschüttung in Höhe von 1,83 Euro je Stammaktie beziehungsweise 1,85 Euro je Vorzugsaktie auszahlen. Das entspricht unterm Strich einer Erhöhung im mittleren einstelligen Prozentbereich.

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Doch was bedeutet diese Erhöhung für alle (Einkommens-)Investoren? Und macht das die Henkel-Aktie zu einem attraktiven langfristigen Investment? Fragen über Fragen. Versuchen wir, ein paar Antworten zu finden.

Ein Blick in die Historie

Um nun allerdings herauszufinden, ob die Henkel-Aktie prinzipiell interessant für alle Einkommensinvestoren ist, sollten wir an dieser Stelle natürlich ein paar erweiterte Blicke auf die Dividende von Henkel riskieren. Denn eine Erhöhung in lediglich einem Jahr macht aus einer Aktie noch lange kein attraktives langfristiges Investment.

Allerdings sollte auch diese potenzielle Erhöhung bei Henkel bereits in einem größeren Kontext gesehen werden. Der Düsseldorfer Persil- und Pritthersteller wird mit dieser Dividendenanhebung nämlich bereits das neunte Jahr in Folge die eigene Ausschüttung anheben, was bereits ein attraktiver Indikator für die durchaus vorhandene Beständigkeit seiner Dividende sein könnte. Zudem hat Henkel in diesem Zeitraum die eigene Ausschüttung von 0,51 Euro auf voraussichtlich 1,83 Euro je Stammaktie inzwischen rund verdreieinhalbfacht, was durchaus ein ansprechendes Wachstum innerhalb eines Zeitraumes von knapp unter einem Jahrzehnt ist.

Die derzeitige Dividendenrendite fiele bei einer Ausschüttung von 1,83 Euro und einem momentanen Aktienkurs in Höhe von 82,65 Euro je Stammaktie mit 2,21 % vergleichsweise moderat aus. Allerdings könnte das weitere Wachstum hier definitiv attraktiv sein. Zumindest sofern Henkel auch weiterhin liefern kann.

Die weiteren Aussichten

Was jedoch die weiteren Aussichten angeht, hat Henkel zuletzt seine Investoren eher etwas enttäuscht. Vor wenigen Wochen verkündete der Konzern nämlich für viele Investoren vollkommen überraschend, dass man zumindest für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 eher mit Stagnation rechne anstatt eines weiteren moderaten Wachstums.

Künftig plant Henkel zwar, pro Jahr weitere 300 Mio. Euro in die Hand zu nehmen und in Marketing zu investieren, was bereits kurz- bis mittelfristig das Wachstum wieder ankurbeln soll. Nichtsdestoweniger müssen auch diese 300 Mio. Euro aus Sicht der Ergebnisse natürlich erst einmal eingenommen werden, ehe man von einer Fortführung oder, besser, Rückführung in die alten, verlässlichen moderaten Wachstumsgefilde sprechen kann.

Henkel könnte sich daher zumindest im Hinblick auf die Gewinne auch in den kommenden Monaten und Quartalen in einem herausfordernden Marktumfeld befinden. Dessen sollten sich Investoren hier definitiv bewusst sein.

Foolisher Schlussstrich

Wie wir daher insgesamt sehen können, besitzt Henkel durchaus einige spannende Dividendenaspekte, die Einkommensinvestoren prinzipiell gefallen dürften. So ist die neuerliche Erhöhung lediglich die Spitze eines inzwischen Jahre andauernden Wachstumstrends bei der Dividende. Zudem hat sich die Ausschüttung bei Henkel allein in den vergangenen neun Jahren unterm Strich mehr als verdreifacht. Das sind sehr starke historische Indikatoren, die einem als Einkommensinvestor zunächst natürlich positiv auffallen.

Nichtsdestoweniger ist die Dividendenrendite derzeit mit knapp über 2 % eher moderat einzustufen und die ansonsten eher zuverlässige moderate Wachstumsstory hat zumindest vor ein paar Wochen einen empfindlichen Dämpfer bekommen, der nun mühsam und mit hohen Investitionen korrigiert werden möchte.

Investoren sollten daher bei Henkel ganz genau abwägen, welches (Dividenden-)Potenzial sie hier in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sehen. Die nun angekündigte Erhöhung sollte jedenfalls nicht das einzige und ausschlaggebende Kriterium für eine Investition in diese insgesamt recht defensive und inzwischen wieder etwas günstigere Aktie sein.

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