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Wie geht es bei Aphria jetzt weiter nach der abgewehrten feindlichen Übernahme?

Foto: Getty Images

Wenn Aphria (WKN:A12HM0) in den letzten Tagen einen Hymne wählen müsste, wäre es wahrscheinlich Ray Charles‘ Klassiker „Hit the Road, Jack“. Der Vorstand des kanadischen Marihuanaproduzenten lehnte das feindliche Übernahmeangebot von Green Growth Brands (WKN:A2PBMM) entschieden ab.

Die Aphria-Aktie erfreute sich einer guten Entwicklung, nachdem Green Growth erstmals seine Absicht bekannt gab, Aphria im Dezember zu übernehmen. Aber die Aphria-Aktie fiel nach der Empfehlung des Vorstands, das Angebot abzulehnen. Was passiert nun, nachdem der Vorstand von Aphria Green Growth Brands in die Wüste geschickt hat?

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Auf keinen Fall, auf keinen Fall

Der Vorstand von Aphria nannte mehrere Gründe für seine Entscheidung, die geplante Übernahme von Green Growth Brands abzulehnen. In erster Linie war der Preis nicht annähernd so hoch wie er sein sollte. Die Aphria-Aktionäre hätten ihre Aktien mit einem deutlichen Abschlag auf den aktuellen Aktienkurs verkaufen müssen. Jeder Vorstand, der dafür gewesen wäre, wäre vermutlich selbst inzwischen rausgeflogen.

Ein Verkauf von Aphria an Green Growth hätte schwerwiegende Folgen gehabt. Green Growth ist ein in den USA ansässiger Cannabisproduzent. Aphria kann seine Notierungen an der Toronto Stock Exchange (TSX) und der New York Stock Exchange (NYSE) nicht beibehalten und den Betrieb in den USA aufnehmen, solange Marihuana auf US-Bundesebene illegal bleibt. Eine Übernahme von Aphria durch Green Growth hätte dazu geführt, dass Aphria von beiden Börsen gestrichen worden wäre. Green Growth Brands handelt übrigens an der kleineren und weniger renommierten Canadian Securities Exchange in Kanada und außerbörslich in den USA.

Auch wenn die Probleme mit dem lachhaft niedrigen Angebot und dem drohenden Börsen-Delisting nicht existieren würden, war doch klar, dass Aphrias Vorstand keine gute Meinung von Green Growth Brands hatte. Der Vorsitzende von Aphria, Irwin Simon, erklärte, dass Green Growth „ein illiquides Unternehmen mit begrenzter Betriebsgeschichte, minimalen Vermögenswerten und ohne Erfolgsbilanz in der Cannabisindustrie“ sei.

Darüber hinaus äußerte der Aphria-Vorstand seine Überzeugung, dass die Aussichten positiv seien und man die Übernahme nicht nötig hätte. Die Manager nannten hier das starke Umsatzwachstum von Aphria, die Expansionsbemühungen, welche die jährliche Produktionskapazität auf 255.000 Kilogramm erhöhen werden, und die globale Geschäftstätigkeit als positive Anzeichen für das Erfolgspotenzial des Unternehmens.

Was nun?

Es ist technisch möglich, dass die Aphria-Aktionäre ihre Aktien zur Unterstützung des feindlichen Übernahmeversuchs Green Growth Brands anbieten können. Es ist auch technisch möglich, dass Alexandria Ocasio-Cortez 2020 als Vizepräsidentin von Donald Trump kandidieren wird.

Es gibt ein paar offene Punkte für den Aphria-Vorstand, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem Green-Growth-Angebot stehen. Zum einen soll der aus unabhängigen Vorstandsmitgliedern bestehende Sonderausschuss seine Prüfung der Vorwürfe abschließen, Aphria habe für den Erwerb der LATAM Holdings deutlich zu viel bezahlt. Diese Behauptungen waren der Hauptgrund dafür, dass die Aphria-Aktien so tief gefallen sind, dass Green Growth eine Übernahmemöglichkeit sah.

Der Vorstand ist auch auf der Suche nach einem neuen CEO. Vic Neufeld gab im Januar bekannt, dass er und Mitbegründer Cole Cacciavillani von ihren Führungspositionen bei Aphria zurücktreten. Sowohl Neufeld als auch Cacciavillani werden jedoch ihre Positionen im Vorstand behalten.

Aber das Wichtigste für Aphria wird sein, sich auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren. Das Unternehmen hofft, bald die Lizenz von Health Canada für die Erweiterung von Aphria One und die Nachrüstung von Aphria Diamond zu erhalten. Diese Schritte sollten mit der deutlichen Steigerung der Kapazität die Umsätze von Aphria steigen lassen.

Aphria freut sich auch auf die mögliche Verabschiedung von Regelungen für Cannabis-Esswaren und Konzentrate im Laufe dieses Jahres. Damit soll dem Unternehmen ein weiterer großer Markt erschlossen werden.

Ein weiterer Deal

Man sollte nicht ausschließen, dass Aphria einen weiteren Deal machen kann. Es ist offensichtlich, dass das Unternehmen selbst sich diese Möglichkeit offen lässt.

Die Pressemitteilung, in der die Ablehnung des Angebots von Green Growth Brands durch den Aphria-Vorstand dargelegt wird, enthielt einige interessante Kommentare. Einer der Gründe, warum das Angebot abgelehnt wurde, war demzufolge, dass dieses die großartigen Perspektiven von Aphria „sowohl als unabhängiges Unternehmen als auch in Partnerschaft mit einem strategischen Partner“ nicht berücksichtigt habe. In der Erklärung wurde auch erwähnt, dass die Übernahme von Green Growth „das Interesse der strategischen Partner reduzieren könnte“.

Aphria könnte einen großen Partner bekommen. Canopy Growth und die Cronos Group haben bereits große Investitionen in Unternehmen außerhalb der Cannabisindustrie getätigt. Die Aufnahme unabhängiger Vorstandsmitglieder, darunter Irwin Simon als Vorsitzender, sowie der Rücktritt Neufelds als CEO könnten eine Verjüngungskur für Aphria sein, die sie für große Getränke- oder Tabakunternehmen attraktiver macht.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 10.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. hat keine Position in einer der genannten Aktien. The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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