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BOIRON-AKTIE: Ein Familienunternehmen mit über 3 % Dividendenrendite

Korrekturen und Crashs gehören zur Börse wie der Regen zum Wetter. Sie sind vielleicht nicht immer angenehm, haben aber eine wichtige Bedeutung. Klar ist aber auch, dass nach einer Korrektur immer wieder ein Aufschwung einsetzt. Deshalb sollten Anleger die Zeit sinnvoll nutzen, denn viele Unternehmen sind deutlich günstiger geworden. Historisch gesehen sind Kursrückgänge immer die beste Einstiegszeit.

Eine Aktie, die derzeit noch bei einer guten Dividendenrendite notiert und in der Vergangenheit ihre Ausschüttung fast jedes Jahr erhöht hat, ist Boiron (WKN: 873532). Womit sich das Unternehmen beschäftigt und was es besonders macht, erfährst du hier.

1. Einer der führender Hersteller seines Bereichs  

Boiron ist ein französisches Unternehmen aus dem Ort Messimy nahe Lyon. Es wurde bereits 1932 gegründet und ist heute einer der führender Hersteller für homöopathische Mittel und rezeptfreie Medikamente.

Mittlerweile ist es in über 50 Ländern der Welt vertreten und verkauft seine Produkte in Europa, Amerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Gründer sind die beiden Apotheker Jean und Henri Boiron. Speziell bei vielen leichteren Erkrankungen bieten die Mittel eine schonende Alternative zu oft stärkeren Pharmaka.

2. Von Beginn an ein Familienunternehmen

Gute Unternehmen zeichnen sich meist dadurch aus, dass sie von ihren Gründern geleitet werden, die wiederum hohe Anteile halten. Boiron ist noch heute zu 62 % im Besitz der Familie, die somit auch für Erfolg und Misserfolg einsteht und haftet.

Die höhere Sorgfalt schlägt sich auch in den Geschäftszahlen nieder, die meist überdurchschnittlich ausfallen. Und letztendlich führen bessere Ergebnisse zu einer überdurchschnittlichen Aktienkursentwicklung. So sind die Boiron-Aktien seit 1992 etwa um 900 % gestiegen, während der DAX circa 700 % zulegte.

3. Langfristig gute Geschäftszahlen

Das Unternehmen wächst nicht sehr stark, aber kontinuierlich. So sind der Umsatz und der Gewinn im Zeitraum 2008 bis 2017 um 32,3 % beziehungsweise 100 % gestiegen, wobei der Umsatz die operative Entwicklung besser wiederspiegelt. Erfreulich ist, dass sich dabei die Nettomarge von 8,39 auf 12,67 % verbessert hat. Auch die Gesamtkapitalrendite von über 10 % spricht für ein sehr profitables Geschäft.

Viele Familienunternehmen weisen eine sehr solide Bilanz aus, während managergeführte Firmen meist durch einen höheren Hebel (mehr Schulden) versuchen, die Rendite zu steigern. Bei Boiron beträgt die Eigenkapitalquote 63,6 %, während die Verschuldung gering ausfällt.

Zwar gibt es noch keine endgültigen Zahlen für 2018, aber vorläufige Angaben, nach denen der Umsatz leicht um 2,2 % sank. Vor allem in Europa fiel der Umsatz um 12,4 %, während er in Nordamerika mit 28,9 % und in den anderen Regionen mit 39,3 % stärker zulegte.

Homöopathische Mittel verloren 7,5 %, während die frei verkäuflichen Medikamente 3,3 % zulegten. Beide Gruppen tragen etwa 50 % zum Umsatz bei, was dem Unternehmen mehr Stabilität verleiht.

4. Stetige Ausschüttung und hohe Dividendenrendite

Boiron schickt sich an, zu einem Dividendenaristokraten zu werden. So kletterte die Dividende je Aktie von 2008 bis 2017 stetig von 0,55 auf 1,60 Euro. Und weil der Wert seit 2015 etwa 57 % gefallen ist, ist auch die Dividendenrendite für 2019 auf 3,14 % gestiegen (30.01.2019).

5. Aktien sind günstiger geworden

Für 2018 wird Boirons Gewinn geringer ausfallen als 2017. Gründe sind höhere Investitionen in einzelne Werke, eine stärkere Regulierung in Frankreich und ein Gerichtsverfahren in Belgien. Deshalb ist die Aktie gefallen, aber die Schätzungen für die kommenden Jahre gehen von weiter steigenden Erträgen aus.

Weil die Aktie 57 % gefallen ist, notiert sie heute bei einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,9, während sie 2015 noch bei 3,8 lag. Und auch die Dividendenrendite hat sich im Vergleich zum Hoch im Jahr 2015 von 1,35 auf 3,14 % deutlich verbessert. Da es aber keine Garantien an der Börse gibt, empfiehlt sich immer eine breite Streuung der Investments.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.