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Royal-Dutch-Shell-Aktie: Warum zum Teufel knickt die Aktie ein?!

Foto: Getty Images

Ei, was ist denn nun wieder mit der Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) los? In der vergangenen Woche korrigierte das B-Papier des britisch-niederländischen Öl- und Erdgasmultis in der Spitze von 27,80 Euro auf zwischenzeitig lediglich noch 26,45 Euro. Immerhin ein Einbruch von rund 5 %.

Foolishe Einkommensjäger könnten nun durchaus kritisch hinterfragen, was die Gründe für diesen kleineren, jedoch nicht unbedeutenden Abverkauf gewesen sind. Lass uns daher in diesem Sinne ein paar Überlegungen anstellen.

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Der Ölpreis war es dieses Mal nicht

Ein möglicher Verdächtiger scheint für viele Investoren derzeit schnell gefunden zu sein: der Ölpreis. Denn vor allem in den vergangenen Wochen und Monaten waren nachgebende Ölpreisnotierungen häufiger mal verantwortlich für einen gewissen Kursdruck. Daher könnten Brent und WTI auch dieses Mal prinzipiell als Ursache ausgemacht werden.

Dennoch scheinen wir hier gegenwärtig an der falschen Adresse zu sein. Brent und WTI haben sich in den vergangenen Handelstagen nämlich eigentlich kaum bewegt und notieren gegenwärtig immer noch auf einem für Royal Dutch Shell komfortablen Niveau von über 61 US-Dollar je Barrel Brent, beziehungsweise über 53 US-Dollar je Barrel WTI.

Da ein solches Ölpreisniveau noch vor einigen Tagen oder Wochen für etwas mehr Entspannung gesorgt hat, dürften es wohl andere Gründe sein, die für den derzeit kleineren, aber dennoch nicht unerheblichen Abverkauf verantwortlich sind.

Fundamentale Daten? Fehlanzeige!

Wer nun jedoch glaubt, dass neue, fundamentale Erkenntnisse für diese Schwankungen innerhalb von lediglich ein paar Handelstagen verantwortlich sind, irrt ebenfalls. Wie bei einem Blick auf die Investor-Relations-Seiten des Öl- und Erdgasriesen nämlich auffällt, gab es innerhalb der vergangenen Tagen recht wenig neue, fundamental-relevante Daten, die Royal Dutch Shell in den ersten Tagen des neuen Börsenjahres bislang bekannt gegeben hat. Hieran kann es also eigentlich auch nicht liegen.

Dennoch könnte es durchaus sein, dass sich viele Investoren gegenwärtig vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das vergangene vierte Quartal des Geschäftsjahres 2018 am 31.01.2019 – und somit in rund einer Woche – in Acht nehmen. Womöglich fürchten einige Investoren hier gegenwärtig, dass sich die schwächeren Ölpreise im November und Dezember in einem Quartal zum Vergessen äußern werden.

Allerdings sollten Investoren hier besser auch bedenken, dass vor allem ein starker Oktober mit durchschnittlichen Ölpreisen von über 80 US-Dollar je Barrel Brent in diesem Zeitraum das Schlimmste verhindert haben dürfte. Auf Investoren wird hier daher zwar kein Quartal warten, das an die vergangenen Erfolge aus dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 anknüpfen können wird. Dennoch dürfte auch dieser zeitliche Abschnitt insgesamt so erfolgreich ausgefallen sein, dass zumindest die Dividende mehr als ausreichend vom Gewinn gedeckt gewesen sein wird. Ganz so dramatisch, wie so mancher derzeit fürchtet, dürfte dementsprechend auch diese Meldung von fundamentalen Daten nicht ausfallen.

Wenn du mich fragst, gibt es daher insgesamt fundamentaler Sicht ebenfalls keinen nennenswerten Grund, weshalb man als Investor gegenwärtig die Papiere von Royal Dutch Shell meiden sollte. Durchaus spannend, wenn du mich fragst.

Was das nun wiederum bedeutet

Denn wie wir nun gesehen haben, gibt es eigentlich generell kaum nachvollziehbare Gründe, die Royal Dutch Shell derzeit aus Sicht des Aktienkurses belasten dürften. Die Ölpreise sind weiterhin konstant auf einem komfortablen Niveau. Zudem dürfte auch das abgelaufene vierte Quartal des Börsenjahres 2018 nicht ganz so schlecht ausfallen, wie so mancher vielleicht befürchtet.

Wenn du mich fragst, könnten Investoren, die auch weiterhin von den langfristigen Aussichten von Royal Dutch Shell überzeugt sind, durchaus wieder zumindest einen interessierten Blick auf die Aktie von Royal Dutch Shell riskieren. Denn unterm Strich hat diese kleinere Korrektur vor allem dazu beigetragen, dass es der britisch-niederländische Konzern gegenwärtig wieder auf eine stabile, verlässliche und attraktive Dividendenrendite von 6,2 % bringt.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell (B-Aktien). The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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