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Tesla: Die 2.000 US-Dollar Preissenkung ist eine schlechte Nachricht

Foto: The Motley Fool.

Im Oktober meldete Tesla (WKN:A1CX3T) ein Bombenergebnis für das dritte Quartal. Es gelang dem Unternehmen, seine Rohertragsprognose für die Limousine Model 3 deutlich zu übertreffen und gleichzeitig die Kosten zu senken. Das beruhigte die Anleger bezüglich des langfristigen Ertragspotenzials und ließ die Tesla-Aktie durch die Decke gehen.

Tesla warf jedoch letzte Woche einen Schatten auf diese rosige Geschichte. Nicht nur, dass die Auslieferungszahlen im vierten Quartal leicht unter den Erwartungen der Analysten lagen, das Unternehmen kündigte auch eine Preissenkung von 2.000 US-Dollar für alle seine Modelle in den USA an. Dieser Schritt wirft neue Sorgen auf, wie viel Nachfrage es nach Teslas teuren Fahrzeugen gibt.

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Ein beunruhigender Quartalsbericht

Tesla lieferte im letzten Quartal 90.700 Fahrzeuge aus – ein neuer Rekord für das Unternehmen — einschließlich 63.150 Exemplare des Model 3. Die Produktion war mit 86.555 Fahrzeugen leicht rückläufig, wobei die Diskrepanz auf die große Anzahl an Model-3-Teslas zurückzuführen ist, die sich zum Ende des dritten Quartals im Transit an Kunden befanden.

Während die Zahlen nicht schlecht waren, beginnt sich das Produktionswachstum von Tesla zu verlangsamen. Die Produktion des Model 3 stieg gegenüber dem Vorquartal um 15 %, nachdem es sich ein Quartal zuvor fast verdoppelt hatte.

Überraschenderweise kündigte Tesla an, dass es „Schritte unternimmt, um die Reduzierung der staatlichen EV-Steuergutschrift teilweise zu absorbieren“, die von zuvor 7.500 US-Dollar auf 3.750 US-Dollar für in der ersten Jahreshälfte 2019 verkaufte Teslas fiel. (Die Steuergutschrift wird für Tesla Ende dieses Jahres vollständig aufgehoben.) Am 2. Januar senkte das Unternehmen die Preise aller seiner Fahrzeuge in den USA um 2.000 US-Dollar — und glich damit effektiv mehr als die Hälfte der verlorenen Steuergutschrift aus.

Was macht Tesla?

In den letzten Jahren hat das Management immer wieder festgestellt, dass das Unternehmen sein starkes Wachstum ohne Marketingausgaben und ohne Rabatte erreicht hat. Die Konsequenz war immer, dass Tesla, sobald es über ausreichende Produktionskapazitäten verfügte, durch Werbung den Umsatz potenziell noch schneller steigern könnte.

Die Preissenkung von 2.000 US-Dollar ist praktisch ein Rabatt auf alle Fahrzeuge von Tesla. Wenn es eine große Nachfrage nach seinen Produkten gäbe, hätte das Unternehmen das nicht machen müssen. Dieser Schritt wird in diesem Jahr zu Hunderten von Millionen US-Dollar an entgangenem Gewinn führen (im Vergleich zum Verkauf der genau gleichen Fahrzeuge für jeweils 2.000 US-Dollar mehr). Angesichts der Tatsache, dass Tesla ehrgeizige Pläne hat, die Produktion zu erweitern und neue Modelle in sein Sortiment aufzunehmen, könnte der Autohersteller das Geld sicherlich gebrauchen.

Tesla wies auf „erhebliche Möglichkeiten hin, den Absatz des Model 3 durch Expansion auf internationale Märkte, Einführung preiswerterer Varianten und Leasingangebote weiter zu steigern“. Das macht es nur noch rätselhafter, dass der Hersteller die Preise im Heimatmarkt senkt.

Ein Teil der Antwort könnte sein, dass es für Tesla profitabler ist, die Preise aktueller Fahrzeuge zu senken, als die lang versprochene 35.000-Dollar-Version des Model 3 einzuführen. Schließlich kostet die derzeit günstigste Version des Model 3 nach dieser Preissenkung immer noch 44.000 US-Dollar. Die zusätzlichen 9.000 US-Dollar decken die zusätzlichen Kosten für die größere Batterie und die Premium-Innenausstattung mehr als ab.

Dies wäre nur die neueste Taktik, um den Absatz von teureren Modell-3-Varianten zu steigern. Dennoch erklärt es die Preissenkung nicht vollständig. Wenn Tesla seine Produktionskapazität zum vollen Preis mit einer Kombination aus internationalen Verkäufen und Vermietungen ausfüllen konnte, warum ging es dann nicht einfach diesen Weg?

Teslas Zukunft könnte außerhalb der USA liegen

In den zehn Jahren seit Aufnahme der Unternehmenstätigkeit hat Tesla mehr als die Hälfte seines Umsatzes in den USA erwirtschaftet. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr noch stärker auf dieses Geschäft angewiesen, da es das Model 3 noch nicht in den meisten internationalen Märkten verkaufte.

Die jüngste Preissenkung ist jedoch ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach dem Model 3 in den USA nicht ausreicht, um Teslas ehrgeizige Ziele zu tragen. (Natürlich wird es einen Anstieg der Umsätze geben, wenn die 35.000 US-Dollar-Version verfügbar wird, aber der Pionier der Elektroautos kann es sich nicht leisten, sich zu stark auf sein Fahrzeug mit der niedrigsten Marge zu stützen, um das Umsatzvolumen zu steigern.) Tesla baut das Model 3 nur mit der Hälfte seiner angestrebten Produktionsrate von 500.000 pro Jahr und hat immer noch Schwierigkeiten, zum aktuellen Preis die Nachfrage zu steigern.

Die gute Nachricht ist, dass Tesla dabei ist, die internationale Verfügbarkeit des Model 3 drastisch zu erweitern. Darüber hinaus hat das Unternehmen gerade erst den Grundstein für sein erstes Werk in China gelegt, was seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem größten Elektrofahrzeugmarkt der Welt dramatisch verbessern wird.

Die Investoren sollten über Teslas jüngste Preissenkung in den USA nicht in Panik geraten. Aber sie könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Autohersteller für zukünftiges Wachstum mehr Gewicht auf die internationalen Märkte legen muss.

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Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 09.01.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

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